Qualität trifft Gemeinnützigkeit
Beim Bezirks Business Award Innere Stadt 2025 wurde die WBV-GPA mit dem 2. Platz in der Kategorie Großbetriebe ausgezeichnet. Eine Auszeichnung, die zeigt: Verlässlichkeit zählt – und wird gesehen. „Diese Auszeichnung gebührt nicht Einzelnen, sondern allen, die täglich daran arbeiten, leistbares und lebenswertes Wohnen Wirklichkeit werden zu lassen“, betont Michael Gehbauer, Geschäftsführer WBV-GPA.


Lebendiger Ort
Mit der Schlüsselübergabe wurde das neue Stadtquartier „Sophie 7“, auf dem Gelände des ehemaligen Sophienspitals, offiziell an seine ersten Bewohner:innen übergeben. Gemeinsam eröffneten Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál, Bezirksvorsteher Markus Reiter, Bezirksvorsteher-Stellvertreter Senad Lačević, Sozialbau-Direktor Hannes Stangl und WBV-GPA Geschäftsführer Michael Gehbauer diesen neuen Abschnitt im Wiener Wohnbau. Tipp: Reportage ab S. 30.


Kritik zu Förderoffensive-Ende
Die Kritik über das Ende der Förderoffensive macht Druck auf die Politik. Die Experten warnen: Ungedämmte Gebäudehüllen verursachen jährliche Energieverluste von mehr als 9,6 Terawattstunden – ein jährliches Einsparpotenzial von rund 1,25 Milliarden Euro. Etwa 1,2 Millionen Gebäude weisen laut Gebäudereport 2025 einen besonders hohen Renovierungsbedarf auf. Gleichzeitig stagniert die Sanierungsrate seit Jahren deutlich unter dem notwendigen Niveau von drei Prozent. „Der Neubau kommt nach wie vor nicht in Schwung, während der Gebäudebestand unsaniert altert. Eine toxische Kombination“, bringt Georg Bursik, Geschäftsführer Baumit, die Situation auf den Punkt.
Die rein technische „CO₂-pro-Euro“-Rechnung ist zu kurz gedacht – kritisiert ebenso Clemens Demacsek, Geschäftsführer der GDI 2050: „Wer die thermisch-energetische Sanierung der Gebäudehülle ausbremst, prolongiert Energieabhängigkeit, riskiert höhere Systemkosten – und nimmt den Verlust von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen billigend in Kauf.“
Leitfäden von ZxB
Im Forschungsprojekt Zinshaus × Baugruppe (ZxB) untersuchte Realitylab, wie kooperative Sanierungen in Zusammenarbeit mit Baugruppen neue Wege eröffnen, ein Zinshaus gemeinsam, nachhaltig und sozial weiterentwickelt werden kann. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden in zwei Leitfäden zusammengeführt, die Zinshauseigentümer:innen und Baugruppen bei der Umsetzung kooperativer Sanierungsprojekte unterstützen sollen.
Ortverträglicher Wohnbau
In der Marktgemeinde Gratwein-Straßengel entstehen rund 70 Mietwohnungen von der ÖWG. Ziel ist es, ein qualitätvolles, nachhaltiges, leistbares und ortverträgliches Wohnquartier zu entwickeln. Der Wohnungsmix sieht Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit max. 90 Quadratmetern Wohnnutzfläche vor. Bei den Wohnungen des ersten Bauabschnitts handelt es sich um geförderte Mietwohnungen. Eine zentrale Vorgabe ist die Einplanung eines Gemeinschaftsraums, der allen künftigen Bewohner:innen zur Verfügung stehen wird. Eine weitere Vorgabe ist ein Durchwegungskonzept für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen mit Anbindung an die Mitterstraße, um eine gute Vernetzung mit dem bestehenden Ortsgefüge zu gewährleisten. Mit dem Start des Architekturwettbewerbs wurde das Grundstück gemeinsam mit den Architekt:innen besichtigt.
GBV: Europas Vorbild
Das geschätzte Investitionsvolumen der GBV lag 2024 bei rund 3,2 Mrd. Euro. Durch die Neubauinvestitionen 2024 entsteht ein positiver Beschäftigungseffekt: Rund 25.500 Arbeitsplätze können dadurch in der heimischen Wirtschaft gesichert werden. Mit rund 171 gemeinnützigen Wohnbauträgern leisten die GBV einen wesentlichen Beitrag, dass Wohnen in Österreich leistbar ist und leistbar bleibt – und sie zugleich ein Vorbild für ganz Europa sind.


Stadtquartier Eibengasse
Ein neuer, klimafreundlicher Stadtteil an der U2 schafft neuen, leistbaren Lebensraum mit rund 2.600 Wohnungen. Zur Entwicklergemeinschaft zählen neben dem wohnfonds_wien u. a. die EGW und Heimat Österreich. Das autofreie Stadtquartier Eibengasse ist über 19 Hektar groß, zwei Drittel der Wohnungen sind für den leistbaren Wohnbau vorgesehen. Zudem wird im Zentrum des neuen Stadtteils ein 2,5 Hektar großer öffentlicher Park gestaltet.


Vorbildliche Sanierung
Erstmals wird ein Bestandshaus streng nach allen Prinzipien der Kreislaufwirtschaft saniert – ein österreichweites Pionierprojekt der Sedlak Unternehmensgruppe. Das Gründerzeithaus aus dem Jahr 1880 in der Van-der-Nüll-Gasse 22 im 10. Wiener Gemeindebezirk wird aufgestockt, um zusätzlichen Wohn- und Büroraum zu schaffen. Die Sanierung erfüllt erstmals die von der EU-Taxonomie geforderten Umweltziele 4 – die den Übergang zur Kreislaufwirtschaft beschreiben. Mindestens 70 Prozent der nicht gefährlichen Bau- und Abbruchabfälle werden recycelt oder direkt wiederverwendet.


Reconstructing-Projekt
Das Reconstructing-Projekt „Dr. Robert Koch Gasse“ steht für eine nachhaltige Umgestaltung von Lebensraum. Durch die Nachverdichtung leistet das KSW einen wesentlichen Beitrag zur ökologischen Stadtentwicklung Klagenfurts. In direkter Nachbarschaft zum Schloss Welzenegg realisiert das KSW im Rahmen des Kärntner Wohnbauprogramms bis 2029/2030 auf vier Grundstücken rund 125 geförderte Wohneinheiten. „Reconstructing ist dann ein guter Weg, wenn eine Sanierung von Altgebäuden nicht mehr möglich ist“, erklärt Wohnbaureferentin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig.


Gemeinsames Verständnis
Die neuen Wohnungsförderungsrichtlinien von Niederösterreich standen im Zentrum des Treffens der NÖ GBV Landesgruppe und der Abteilung Wohnungsförderung des Landes Niederösterreich. Über 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller gemeinnützigen niederösterreichischen Bauträger nutzten die Gelegenheit, sich frühzeitig über die großteils ab 2027 geltende, aber bereits jetzt planungsrelevante Richtlinie zu informieren. Christian Rädler, Obmann der GBV-Landesgruppe Niederösterreich und Leiter der Abteilung Wohnungsförderung Peter Neurauter freuen sich über das gemeinsame Verständnis: „Nun geht es darum, die neue Richtlinie gut und reibungslos in die Umsetzung zu bringen. Die Veranstaltung war dazu ein wichtiger Beitrag.“


2. Talk in der Steiermark
Die GBV Steiermark lud Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung und Wohnungswirtschaft zum fachlichen Austausch in die Räumlichkeiten von ÖWG Wohnbau. Leistbares Wohnen bleibt eine der drängendsten gesellschaftlichen Zukunftsfragen. Unter dem Leitsatz „Zukunft braucht Herkunft“ erläuterte Christian Zenz vom Wirtschaftsministerium, wie sich jüngste Änderungen aus bestehenden gesetzlichen Grundlagen ableiten lassen. Wohnen stehe im aktuellen Regierungsprogramm unter den Schlagworten Leistbarkeit und Mietlinderung.
Ein zentrales Zukunftsthema stellt die Dekarbonisierung des Wohnbaus dar. Alexander Lackner präsentierte das Mission Statement Dekarbonisierung GBV – 2040 und unterstrich die Schlüsselrolle der gemeinnützigen Wohnbauträger bei der Umsetzung der Klimaziele.


Verkehr und Mobilität
Der Verein Stadtteil Graz Reininghaus setzt im Jahr 2026 einen klaren Schwerpunkt: Themen rund um Verkehr und Mobilität stehen im Zentrum seiner Aktivitäten – unter Einbindung und Beteiligung der Menschen, die im Stadtteil leben und arbeiten. Seit seiner Gründung im Juni 2023 begleitet der gemeinnützige Verein Stadtteil Graz Reininghaus die Entwicklung eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Österreichs. „Reininghaus ist und bleibt ein verkehrsberuhigter Stadtteil. Gleichzeitig braucht es ein faires Miteinander“, betont Florian Stadtschreiber, Vorstand Verein Stadtteil Graz Reininghaus. „Nur wenn Erreichbarkeit, Versorgung und Aufenthaltsqualität gemeinsam gedacht werden, können alle Bedürfnisse abgedeckt werden und Reininghaus ein lebenswerter und zukunftsfitter Stadtteil bleiben.“ Verkehrplus erhebt, inwieweit die im Rahmenplan festgesetzten Mobilitätsverträge heute noch sinnvoll sind.


Büro- und Gesundheitszentrum
Die ÖWG Wohnbauträger GmbH, Tochter von ÖWG Wohnbau, baut in Stattegg ein Büro- und Gesundheitszentrum. Das Gebäude wird dreigeschoßig mit Flachdach als Solitärbau umgesetzt. Die Erdgeschoßebene wird eine flexible Gewerbefläche von über 380 Quadratmetern bieten. In den beiden oberen Stockwerken gruppieren sich variable Büro- und Praxisflächen um ein zentrales Atrium. „Mit diesem Projekt gestalten wir einerseits das Zentrum in Stattegg attraktiver und andererseits leisten wir einen wichtigen Beitrag zur zukunftsorientierten Entwicklung der Gemeinde“, so Christian Krainer, Vorstandsdirektor von ÖWG Wohnbau.
Quartier Meischlgasse
Die rund 2.000 Wohnungen im neuen Quartier Meischlgasse im 23. Bezirk in Wien werden mit einem Wärmenetz mit insgesamt 565 Tiefensonden versorgt werden. Das zukunftsweisende Energiekonzept von Wien Energie umfasst mehrere Baufelder und setzt neue Standards im nachhaltigen Städtebau. Denn Wärme für Heizung und Warmwasser wird dort zu 100 Prozent mit erneuerbaren und lokal verfügbaren Ressourcen bereitgestellt. Ergänzt wird das System durch Sektorkopplung mit einer Power-to-Heat-Anlage, die die Nutzung von Strom und Wärmeenergie vernetzt.
Noch mehr Unterstützungsangebote
Mit der Neuauflage der „Respekt gemeinsam sicher“-Tour, einem neuen Grätzl-Zentrum und zahlreichen Einzugsbegleitungen stärkt das Nachbarschaftsservice wohnpartner das Miteinander im Gemeindebau.
www.wohnpartner-wien.at


EU-Kommissar Jørgensen
Im Mittelpunkt des Treffens von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig mit Dan Jørgensen, EU-Kommissar für Energie und Wohnungswesen, stand der neue europäische Plan für leistbares Wohnen, der von der Europäischen Kommission erarbeitet und jüngst im Europäischen Parlament vorgelegt und diskutiert wurde. „Allein schon die Schaffung dieses Ressorts zeigt, welche Priorität das Thema mittlerweile auf europäischer Ebene hat“, so Ludwig.


Fassadenkunst
Der ÖSW Konzern setzt mit einer Fassadenkunst-Reihe ein sichtbares Zeichen für gesellschaftlich relevante Themen: Insgesamt acht Wohnbauten in Wien werden von Künstler:innen gestaltet, um den urbanen Raum nicht nur optisch zu bereichern, sondern auch inhaltlich zu beleben. Mit dem Kunstwerk „Vektorgotik“ am ÖSW Wohnhaus in der Esterházygasse 2 in Wien wurde nun das zweite Projekt dieser Reihe in Kooperation mit Kunst im öffentlichen Raum Wien realisiert.


Wohnungslosigkeit beenden
Der Bawo-Policy-Talk stand unter dem Motto „Wohnungslosigkeit kann heimgehen!“. 20.500 Menschen, dazu eine hohe Dunkelziffer, sind obdach- oder wohnungslos. 40 Prozent der armutsgefährdeten Haushalte zahlen über 40 Prozent ihres geringen Einkommens an Wohnkosten, die regelmäßig stärker als Einkommen ansteigen. „Die Abschaffung von Wohnungslosigkeit ist eine gesellschaftliche Verpflichtung“, betonte Christoph Reinprecht, außerordentlicher Universitätsprofessor für Soziologie an der Universität Wien. Breite Zustimmung erhielt Reinprecht von Sozialministerin Korinna Schumann, die versprach, sich noch stärker für die Bekämpfung der Wohnungslosigkeit einzusetzen. Fazit: Die Wohnbauförderung muss unbedingt zweckgebunden sein. Der gemeinnützige Wohnbau sorgt für ein flächendeckendes Angebot an dauerhaft leistbaren Mietwohnungen. Er muss darum oberste Priorität haben.
Karrieresprung ins Ministerium
Martin Orner ist der Leiter der neu geschaffenen Abteilung 9, Wohnstrategie in der Sektion I im Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport. Die Abteilung übernimmt künftig eine koordinierende Rolle im Bereich Wohnen im Ressort von Vize Wohnminister Andreas Babler und soll den eingeschlagenen Kurs hin zu leistbarem und qualitativ hochwertigem Wohnen weiter verstärken. Zu den zentralen Projekten der neuen Abteilung zählen unter anderem Maßnahmen zur Stärkung des sozialen Wohnbaus, der Ausbau der Finanzierungsinstrumente, auch auf europäischer Ebene, sowie die Entwicklung eines Bonus-Malus-Systems für thermische Sanierungen.


Baubeginn für Kurbadstraße
Bis Herbst 2028 entsteht auf einem seit den 70er-Jahren baulandgewidmeten, aufgeschlossenen Grundstück zwischen Kurbadstraße und Kurpark ein gemischt genutztes Quartier mit hoher städtebaulicher, sozialer und ökologischer Qualität, das dringend benötigten leistbaren Wohnraum schafft. Mehr als zwei Drittel der insgesamt rund 600 Wohnungen wird gefördert errichtet. Das Quartier wird zu 100 Prozent mit nachhaltiger Energie versorgt.
Rund 80 Prozent der Heizleistung wird mit Abwärme der benachbarten Therme Wien erzielt. Der Rest stammt aus der Fernwärmeversorgung der Stadt Wien bzw. von Wärmepumpen. Gebaut wird von Gewog, at home Immobilien, Gesiba, Wigeba, Gartenheim sowie WBV-GPA.


Leistbar und nachhaltig
Nach zwei Jahren Bauzeit fand im ÖSW-Wohnprojekt B.R.I.O., geplant von Plov Architekten, mit seinen 175 geförderten Wohnungen im Quartier Neues Landgut die Wohnungsübergabe statt. Gleichzeitig wurde eine umfangreiche Kunstinstallation des Wiener Künstlers Golif eröffnet. Der Holz-Hybrid-Modul-Wohnbau wird mit Erdwärme über Bauteilaktivierung geheizt und gekühlt – leistbar und nachhaltig.


