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„Nachverdichtung ist ein absolutes Unwort“

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Gerlind Weber, emeritierte Professorin für Raumplanung, hielt im Rahmen der Wohnen- Plus-Freitag-Akademie einen Vortrag über Bodenverbrauch und Nachverdichtung. Oh pardon, falsches Wort. Es geht um Innenentwicklung. Ein Plädoyer.
WOJCIECH CZAJA

In Österreich verbrauchen wir täglich über elf Hektar Land. Das entspricht rund 15 Fußballfeldern. Wo sind denn all die Fußballplätze?

Vor allem im Straßen- und Siedlungsbau. Aber auch der Industrie- und Gewerbebau nimmt einen großen Teil ein. Zum einen haben wir heute viel mehr Logistikflächen als früher, zum anderen ist der klassische Industriebau – anders als zu Beginn der Industrialisierung – heute vor allem ebenerdig. Das frisst viele Hektar weg.

Weber

Ist das im internationalen Vergleich – pro Kopf gemessen – viel oder wenig?

Die Hagelversicherung hat sich das vor einigen Jahren im EUVergleich angeschaut. Und leider: Wir sind absoluter Spitzenreiter. Das ist ein ziemlich schlechtes Zeugnis für Österreich.

Weber

Ausgerechnet die Hagelversicherung?

Die Hagelsicherung hat an solchen Untersuchungen natürlich ein großes Eigeninteresse: Zum einen wird der Versicherungsgegenstand der Hagelversicherung – also die Landwirtschaftsflächen – durch die zunehmende Versiegelung immer kleiner, zum anderen wird das Gefahrenpotenzial mit der ebenso zunehmenden Klimakrise immer größer.

Weber

Das Ziel ist, den täglichen Flächenverbrauch ist Österreich auf 2,5 Hektar zu beschränken. Ist das realistisch?

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