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Strompreise klettern 2020 auf Rekordniveau – Jetzt Kosten gerechter verteilen!

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Laut Bundesnetzagentur wird die EEG-Umlage im kommenden Jahr um rund 5,5 Prozent steigen. Verbraucherportale gehen davon aus, dass auch die Netzentgelte erneut steigen werden. Die Bundesregierung sollte jetzt das Klimagesetz nutzen und die Kosten gerechter verteilen.

Strom in Bremen am günstigsten – Hamburg bezahlt die höchsten Preise

In Bremen zahlt ein Musterhaushalt mit drei bis vier Personen für einen Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden (kWh) 1.109 Euro. Damit ist Bremen das mit Abstand günstigste Bundesland. In Hamburg zahlen Verbraucher im Durchschnitt 1.257 Euro und damit die höchsten Strompreise in ganz Deutschland. Vergleichsweise teuer ist Strom auch in Schleswig-Holstein (1.241 Euro) und Berlin (1.220 Euro).

Die EEG-Umlage steigt 2020 nach Angaben der Bundesnetzagentur auf 6,756 Cent. Diesen Preis müssen die Privathaushalte und die Klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) zahlen. Viele Großunternehmen sind dagegen von der EEG-Umlage befreit. Auch die Netzentgelte tragen vor allem Privathaushalte und KMU, während industrielle und andere Vielverbraucher auch hier von Befreiungen profitieren. Privathaushalte finanzieren also mit ihren Stromkosten die Subventionen für Unternehmen.

Kleine Haushalte sind übermäßig belastet

„Wir sind seit Jahren der Auffassung, dass Subventionen aus Steuermitteln finanziert werden sollten, denn jetzt sind die Kosten der Energiewende nicht fair verteilt“, so Margrit Hintz, stellvertretender Vorstand der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. „In den letzten Jahren beobachten wir außerdem, dass die Netzbetreiber und Stromanbieter vor allem die Grundkosten erhöhen.“ Dies führt zu einer überproportionalen Belastung von kleinen Haushalten und solchen mit einem geringen Stromverbrauch.

Somit subventionieren auch Geringverdiener, ALG-II-Empfänger und Verbraucher mit einer geringen Rente die Unternehmen mit hohem Stromverbrauch. Laut Agora Energiewende haben insbesondere Kleinverbraucher „tendenziell mit steigenden Netzentgelten zu kämpfen.“ (Quelle: Netzentgelte 2019: Zeit für Reformen, April 2019). Die Netzentgelte machen für Verbraucher inzwischen rund ein Drittel der Stromkosten aus.

Schleswig-Holstein ist besonders betroffen

Besonders belastet sind Verbraucherinnen in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Denn die Netzentgelte steigen vor allem auf Verteilnetzebene, also dort, wo erneuerbare Energien eingespeist werden. Dort werden sie auf eine relativ kleine Bevölkerung verteilt…

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