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Prävention von Feuchtigkeits- und Wasserschäden aus Sicht der Wohnungswirtschaft von Siegfried Rehberg und Helmut Asche

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In der Immobilienwirtschaft führt die Beseitigung von Schäden, die durch Einwirkung von Wasser und Feuchtigkeit entstehen, zu erheblichen Kosten und beeinträchtigt die Nutzung der Immobilien. Ursächlich sind meist die mängelbehaftete Planung und Ausführung von Bau- und Instandsetzungsarbeiten aber auch die unzureichende Instandhaltung von technischen Installationen. Die klimawandelbedingten erhöhten Beanspruchungen der Gebäude durch Starkregen, Sturm und Überschwemmungen steigern das Schadenpotenzial.

Nicht angepasstes Nutzerverhalten kann insbesondere bei nicht ausreichender Lüftung von Wohnungen zu vermeidbaren Schimmelschäden führen. Die Kosten der Schadenbeseitigung müssen in der Regel die Immobilieneigentümer tragen. Nur im Falle von versicherten Gebäudeschäden werden die Versicherer belastet. Sie beschäftigen sich bereits seit Jahren mit Ursachen und Prophylaxe. Ihre Erfahrungen wollen sie der Initiative Schadenprävention zugänglich machen, um den immer stärker steigenden Kosten aus Leitungswasserschäden entgegenwirken.

Immer mehr Bauschäden

Die anerkannten Regeln der Bautechnik und das immer weiter ausufernde Verordnungs- und Normenwesen sollen einen „Schadenfreien Hochbau“ sicherstellen. Doch die Schäden werden nicht weniger und die Kosten zu ihrer Beseitigung steigen! Die Vorschläge der Bauschadenberichte der Bundesregierung – zuletzt wurde der 3. Bericht im Jahr 1995 veröffentlicht – haben auch ein Vierteljahrhundert später nicht ihre Bedeutung verloren. Der aktuelle Bauschadenbericht 2018 des Bauherrenschutzbundes führt aus, dass die Anzahl der Bauschäden beim Neubau um 89 Prozent zugenommen hat und die Schadenkosten sich nahezu verdoppelt haben – auf durchschnittlich knapp 84.000 Euro. Besonders mangelbehaftet seien Dächer, Decken, Fußböden und Wände sowie die Haustechnik.

Eindringende Feuchtigkeit, die nicht vorschriftsmäßige Ausführung, Maßfehler, Risse und falsche Abdichtung führen zu den vorherrschenden Schadensbildern. Ursache sei vor allem die unzureichende Qualifikation von Planern, Ausführenden und Überwachern sowie Termindruck und Fachkräftemangel.

Die zugelassenen Baustoffe und –systeme für Rohbau und Ausbau sollen immer mehr Funktionen gleichzeitig übernehmen und in ihrer Handhabung einfacher werden. Ihre Verwendung beinhaltet steigende Qualifikationsanforderungen. Bauen wird durch höhere gesetzliche Anforderungen und komplexere Bauteile immer komplizierter. Dadurch steigt auch die Fehleranfälligkeit bei der Planung und Bauausführung.

Auf die sich verstärkenden Naturereignisse Starkregen und Überschwemmungen sind die bestehenden Gebäude zum Teil nicht vorbereitet. Vorhandene Schwachstellen, z.B. beim Ausbau von Dachgeschossen oder dem Anschluss von Balkonen, sowie unzureichende Entwässerungen, können zu weiteren Schäden führen. Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel werden zudem erforderlich!

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