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Planen Bauen Wohnen Innovationen Ausgabe 3-2018

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Trends im Wohnungsbau: Mit großer Sorgfalt und Spürsinn für Zukünftiges, Neues, Ungewöhnliches oder auch einfach Erwähnenswertes tragen wir für Sie die aktuellen Trends zusammen – im Zentrum stehen natürlich Themen wie leistbare Wohnkonzepte oder auch innovative Leistungen und Konzepte.
GISELA GARY

1. Hochhaus mit Naturbezug
ÖVW, Wien

Das Architekturbüro AllesWirdGut konnte den vom Österreichischen Volkswohnungswerk ausgeschriebenen Wettbewerb für ein Wohnhochhaus am Nordbahnhof für sich entscheiden. Durch geschickte Anordnung und Formung ist das Gebäude mit rund 340 Wohneinheiten größer als es aussieht. Es ergibt sich eine abwechslungsreiche, schlanke Form, die raumbildend wirkt und das Hochhaus mit Stadt und angrenzendem Park verbindet. Baubeginn ist Herbst 2019, die Fertigstellung ist für Herbst 2021 geplant. Das Projekt ist das erste Hochhaus des städtebaulichen Leitbildes Nordbahnhof, es wird leistbares und gefördertes Wohnen geben. Als zentraler Treffpunkt fungiert das Parkcafé am Portico. Das Erdgeschoß ist die Naht zur Stadt und belebt beide Seiten, Straße und Park. Gewerbe, Dienstleistung, Gastronomie sind nach außen hin bzw. an den Ecken und Enden der Baukörper situiert. Die Abstufungen des Baukörpers ermöglichen eine Kaskade von Terrassen und Gärten, belebte Flächen auf den Dächern, die den Naturbezug des Konzepts sichtbar machen.

2. Wohnen im Brändlepark
Vogewosi, Bregenz

In Bregenz errichtete die Vogewosi auf dem ehemaligen Unfallkrankenhaus-Areal Böckle eine Wohnanlage mit 62 Wohneinheiten. Die fünf Gebäude stehen nun mitten in einem kleinen, öffentlichen Park. Einst stand neben dem Krankenhaus eine Villa mit Garten. Unter der Bedingung, dass der Brändlepark als Grünraum erhalten und öffentlich zugänglich gemacht wird, schenkte die Besitzerin die Fläche der Stadt. Die Architekten Fink Thurnher erkannten den Wert dieser Grünfläche und planten die Bebauung so, dass der Park zentral erhalten blieb. Drei der Wohnhäuser wurden von der Vogewosi entwickelt, die zwei anderen Gebäude von privaten Bauträgern. Die Vogewosi bietet Miet- und Mietkauf wie auch betreutes Wohnen im größten Haus mit 30 Einheiten. Damit erfüllt das neue Quartier das Ziel des Landes Vorarlberg, ein verstärktes Augenmerk auf soziale Durchmischung zu legen. Das Erdgeschoß steht der gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Die Stiftung Liebenau bietet verschiedene Aktivitäten (Bewegungsprogramme, Strick-Nachmittage und vieles mehr) an.

3. Modernisierung am Bindermichl
WAG, Linz

Die WAG hat ein Pilotprojekt in Linz-Bindermichl gestartet. Die historische Wohnanlage rund um einen großen Innenhof mit 154 bestehenden Wohnungen wird saniert und durch Anbauten auf der Hofseite ergänzt. 52 neue Kleinwohnungen kommen durch den Ausbau des Dachgeschosses hinzu – ein Pilotprojekt umfaßt sechs Mietwohnungen mit Dachterrassen. Die Bestandsmieter erhalten Loggien und komplett barrierefreie Zugänge durch den Anbau von Liften. Wolfgang Schön, Vorsitzender der Geschäftsführung WAG, freut sich vor allem darüber, dass gelungen ist, zusätzlichen Wohnraum durch die Dachgeschossausbauten zu schaffen, „ohne zusätzlichem Baulandverbrauch“. Ebenso konnten die grünen Innenhöfe erhalten werden. Auch die städtebauliche Gesamtentwicklung Linz-Oed zählt zu den aktuellen Projekten der WAG, beim Forum Oed setzt der Bauträger auf Nachverdichtung – unten einkaufen, oben wohnen.

4. Temporäres Wohnen
Siedlungsunion, Wien

Zwei Projekte aus dem von der Stadt Wien initiierten Sofortprogramm für ein kostengünstiges, temporäres Wohnen wurden vor wenigen Wochen übergeben: der Wohnbau Podhagskygasse in Wien 22 wie auch Home21 in Floridsdorf. Beide Projekte wurden in Systemund Leichtbauweise errichtet.

Die Siedlungsunion baute nach Plänen der Sigs Bauplanung den Wohnbau in der Podhagskygasse aus Holz-Modulbauweise. Das Projekt besteht aus sieben Gebäuden, die versetzt zueinander aufgestellt sind, mit insgesamt 100 geförderten Mietwohnungen für temporäres Wohnen. Die fußläufige Erschließung verläuft mittig über das Grundstück. Die einzelnen Gebäude werden durch offene Stiegenhäuser und Laubengänge zwischen den Gebäuden erschlossen. Es gibt keine Aufzüge bei den Stiegen, das Nachrüsten mit einem Lift ist aber jederzeit ohne Umbaumaßnahmen möglich. Aufgrund der modularen Bauweise werden die Wohnungen mittels Elektro-Einzelheizungen und Infrarotpaneelen beheizt. Die Miete beträgt 6,83 Euro pro Quadratmeter, es sind keine Eigenmittel notwendig, drei Monatsmieten sind als Kaution zu hinterlegen…

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