Start Blog Seite 10

Meine Vision für 2026 – Offene ERP-Lösung für die Wohnungswirtschaft

Offene ERP-Lösung für die Wohnungswirtschaft
Jens Starkjohann. Foto: https://www.ascavo.com/unsere-innovationen/

Von Jens Starkjohann, Vorstand ASCAVO AG

Die Wohnungswirtschaft bleibt in Bewegung und das gilt auch für den ERP-Markt. Schon 2025 hat sich gezeigt, dass viele Wohnungsunternehmen nach neuen Wegen suchen, um ihre IT-Landschaft unabhängiger aufzustellen und Risiken sowie Abhängigkeiten zu reduzieren. Wir rechnen damit, dass sich diese Bewegung 2026 fortsetzt.

Unser Ziel für 2026 ist es, die Wohnungswirtschaft weiterhin als unabhängiger Anbieter von ERP-Lösungen dabei zu unterstützen, mehr Eigenständigkeit zu gewinnen und eigene Wege abseits der etablierten Branchensysteme zu gehen.

Wir erhoffen uns, dass Wohnungsunternehmen die Chancen offener Systeme noch stärker nutzen. ASCAVO bietet Wohnungsunternehmen daher eine offene ERP-Lösung auf Basis von SAP S/4HANA an. Denn ein ERP-System auf Basis von SAP S/4HANA gibt ihnen die Freiheit, den Betreuungspartner bei Bedarf zu wechseln und einen beliebigen alternativen Anbieter zu suchen, der ebenfalls SAP S/4HANA bedienen kann. Gleichzeitig lassen sich zusätzliche, SAP-kompatible Lösungen unkompliziert integrieren. Dadurch entsteht ein starkes Ökosystem, das mit den Anforderungen mitwächst. 

Gerade diese freie Integrierbarkeit ist heute besonders wichtig, da Prozesse zunehmend über System- und Unternehmensgrenzen hinweg digitalisiert werden. Im Idealfall entsteht ein durchgängig digitalisierter Prozess unter Einbindung aller Beteiligten: Ein Schaden wird per Mieter-App gemeldet, in SAP S/4HANA automatisch verarbeitet, an den Handwerksbetrieb übermittelt und nach Rückmeldung geprüft und bezahlt. Damit diese Potenziale voll ausgeschöpft werden können, braucht es Offenheit und Flexibilität in der Systemlandschaft. Denn geschlossene Systeme und feste Abhängigkeiten können die digitale Weiterentwicklung unnötig erschweren.

Deshalb setzt unser wohnungswirtschaftliches Systemtemplate ASCAVO.VESTA konsequent auf den SAP-Standard, sodass unsere Kunden ihr System auch unabhängig von ASCAVO weiter betreiben und ausbauen können. Dabei entscheiden Wohnungsunternehmen selbst, welche ergänzenden Lösungen sie anbinden möchten.

Mit dieser Philosophie wünschen wir der Wohnungswirtschaft für 2026 viel Erfolg, Freiheit und Unabhängigkeit bei der Digitalisierung ihrer Prozesse.

Jens Starkjohann

Anzeige

Denkmal Stuttgarter Opernhaus – 30 Architekturbüros im Wettbewerb für Sanierung – Ende 2026 wird entschieden

Denkmal Stuttgarter Opernhaus - Wettbewerb für Sanierung
Christoph Niethammer. Foto: https://www.prowst.de/

Von Christoph Niethammer, Geschäftsführer ProWST

2026 markiert einen wichtigen Meilenstein für eines der bedeutendsten Kulturprojekte Deutschlands: die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Opernhauses in Stuttgart. Die Württembergischen Staatstheater gehören zu den herausragenden Kultureinrichtungen des Landes. Oper und Ballett genießen internationale Anerkennung, jedes Jahr kommen hunderttausende Besucherinnen und Besucher nach Stuttgart.

Diese Qualität zu sichern und zugleich die baulichen Voraussetzungen für den zukünftigen Spielbetrieb des größten Dreispartenhauses der Welt zu schaffen, ist unsere Verantwortung.

In diesem Jahr geht der Architekturwettbewerb für die Sanierung, Modernisierung und bauliche Erweiterung des denkmalgeschützten Opernhauses in die erste Runde. 30 renommierte Architekturbüros aus aller Welt erarbeiten bis April ihre Entwürfe. Nach einer ersten Preisgerichtssitzung im Mai 2026 wird das Teilnehmerfeld für die zweite Bearbeitungsphase reduziert. Ende des Jahres kürt das hochrangig besetzte Preisgericht die Siegerentwürfe.

Gesucht wird ein zeitloser und zugleich anpassungsfähiger Entwurf, der das historische Littmann-Ensemble zukunftsfähig macht und stärker mit dem angrenzenden Stadtraum verbindet. Angesichts der Entwicklung der öffentlichen Finanzen hat die Wirtschaftlichkeit dabei höchste Priorität. Realistische Kostenplanung, laufende Kostenverfolgung und die konsequente Identifikation von Einsparpotenzialen begleiten das Projekt daher über die gesamte Laufzeit.

Mit dem Wettbewerb legen wir 2026 die planerische und fachliche Grundlage für die nächste Phase der Umsetzung – architektonisch, funktional und finanziell. Auf diesen Schritt freue ich mich besonders, weil er Klarheit schafft und den weiteren Weg verlässlich vorbereitet. Parallel dazu treiben wir die weiteren Teilprojekte voran: den Neubau der Werkstätten sowie den Interimsstandort, der den Spielbetrieb für Oper und Ballett während der rund zehnjährigen Sanierungszeit des Opernhauses sicherstellen soll.

Begleitet wird das Gesamtvorhaben von einer Fragestellung, die bundesweit relevant ist: Wie lassen sich Kulturbauten wirtschaftlich verantwortungsvoll sanieren und erhalten? Viele Opern-, Theater- und Konzerthäuser in Deutschland stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Gestiegene Baukosten treffen auf angespannte Haushaltslagen. Umso wichtiger sind transparente Verfahren, belastbare Zahlen und klare Steuerungsinstrumente.

Was ich mir für 2026 erhoffe, ist vor allem Kontinuität in den Rahmenbedingungen und Verlässlichkeit bei den Entscheidungsprozessen. Wirtschaftlichkeit ist dabei keine Einschränkung, sondern vielmehr die Voraussetzung dafür, kulturelle Großprojekte tragfähig umzusetzen. Gelingt dieser Ausgleich, kann dieses Jahrhundertprojekt auch über Stuttgart hinaus Vorbildcharakter haben.

Mit den besten Wünschen für das neue Jahr

Christoph Niethammer

Anzeige

Meine Vision für 2026 – Die digitale Dekarbonisierung im Gebäudebestand geht endgültig in den Regelbetrieb über

Die digitale Dekarbonisierung im Gebäudebestand
Christopher von Gumppenberg. Foto: https://kugu.de/energy-suite

Von Christopher von Gumppenberg, Geschäftsführer KUGU Home GmbH

2026 wird für mich das Jahr, in dem digitale Dekarbonisierung im Gebäudebestand endgültig vom Pilotstatus in den Regelbetrieb übergeht. Wir stehen an einem Punkt, an dem die technischen Möglichkeiten vorhanden sind – jetzt geht es darum, sie flächendeckend, einfach und wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Für KUGU bedeutet 2026 vor allem: Wirkung skalieren. Wir haben die Pilotphase bei vielen Kunden erfolgreich durchlaufen und kommen nun in den Rollout. Unser Fokus liegt darauf, Heizungsanlagen intelligent zu optimieren, Energieverbräuche transparent zu machen und so die Grundlage für messbare CO₂-Reduktion im Bestand zu schaffen – ohne umfangreiche bauliche Eingriffe und ohne Komfortverluste für die Bewohnerinnen und Bewohner. Konkret investieren wir in die Weiterentwicklung unserer Energy Suite, in ein praxisnahes Nutzerportal und in eine noch engere Verzahnung von Energiemanagement und Abrechnung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf der Erweiterung unserer Lösungen im Bereich moderner multivalenter Heizsysteme und der Sektorenkopplung. Die Zukunft des Gebäudebestands liegt nicht in eigenständigen Systemen, sondern im intelligenten Zusammenspiel von Wärme- und Stromanwendungen. Wärmepumpen, Photovoltaik und dynamische Stromtarife müssen digital orchestriert werden, damit sie netzverträglich, stabil und wirtschaftlich betrieben werden können. Dafür entwickeln wir datenbasierte Steuerungslogiken, die Wärme- und Stromsysteme zusammenführen, Lastspitzen reduzieren und Flexibilitäten gezielt nutzbar machen.

Was mich optimistisch stimmt, ist die wachsende Offenheit der Wohnungswirtschaft für datenbasierte Lösungen. Immer mehr Entscheider erkennen: Dekarbonisierung ist kein abstraktes Klimaziel, sondern eine operative Aufgabe mit klaren wirtschaftlichen Effekten. Unsere digitalen Lösungen ermöglichen heute Einsparungen von im Schnitt über 20 Prozent. Dieses Potenzial 2026 konsequent zu heben, ist eine enorme Chance für die gesamte Branche.

Gleichzeitig sehe ich auch Risiken: Uneinheitliche regulatorische Vorgaben, fehlende Investitionssicherheit und zu komplexe Prozesse können den Fortschritt bremsen. Meine größte Sorge ist dabei nicht ein Mangel an Technologie, sondern ein Mangel an Umsetzungskraft. Wenn wir uns in Detailvorgaben verlieren, statt pragmatisch zu handeln, verlieren wir wertvolle Zeit.

Mein Ziel für 2026 ist daher klar: Digitalisierung so einfach, verlässlich und wirksam zu machen, dass sie zum selbstverständlichen Werkzeug der Wohnungswirtschaft wird. Das ist unser Anspruch bei KUGU. Dekarbonisierung muss vom Sonderprojekt zum Teil des täglichen Betriebs werden.

Mein Wunsch für das neue Jahr: mehr Mut zur Umsetzung, mehr Vertrauen in digitale Lösungen und mehr gemeinsame Verantwortung für den Gebäudebestand.
Christopher von Gumppenberg

Anzeige

Profi 1

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet,…

Profi-Zugang Membership Required

You must be a Profi-Zugang member to access this content.

Join Now

Already a member? Hier einloggen
Anzeige

Free 2

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Anzeige

Free 1

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.

Anzeige

Basis 2

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet,…

Basis-Zugang Membership Required

You must be a Basis-Zugang member to access this content.

Join Now

Already a member? Hier einloggen
Anzeige

Basis 1

Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet,…

Basis-Zugang Membership Required

You must be a Basis-Zugang member to access this content.

Join Now

Already a member? Hier einloggen
Anzeige

Gewobag Berlin – Preisgekrönte Abwärme-Lösung für das Pallasseum offiziell in Betrieb genommen

Gewobag Berlin - Preisgekrönte Abwärme-Lösung für Pallasseum
Das Pallasseum, ein denkmalgeschützter Wohnkomplex der 1970er Jahre mit 500 Wohnungen in Berlin-Schöneberg wird mit Abwärme von einem Rechenzentrum beheizt. Dieses Projekt beweist eindrucksvoll, dass Denkmalschutz, soziale Verantwortung und Klimaziele vereinbar sind. (c) Gunnar Klack

Am 2. Dezember 2025, feierten Gewobag, GASAG-Gruppe und die PASM Power and Solution GmbH, ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, den Start der neuen, innovativen Heizversorgung des Pallasseums mittels Rechenzentrumsabwärme.

Das bereits 2024 mit dem RealGreen Award ausgezeichnete Konzept nutzt die Abwärme eines benachbarten Rechenzentrums der Deutschen Telekom. Es beweist, dass die klimafreundliche Modernisierung von denkmalgeschützten Bestandsbauten auch sozialverträglich – ohne Mehrkosten für die Mieter – möglich ist.

Klimaschutz im Bestand ist möglich ohne die Bewohnerinnen und Bewohner finanziell zu überlasten.

Die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden, insbesondere von Bauten unter Denkmalschutz, gilt als eine der größten Hürden der Wärmewende. Eine Dämmung der Fassade ist oft unmöglich. Das Pallasseum, ein denkmalgeschützter Wohnkomplex der 1970er Jahre, stand genau vor dieser Herausforderung.

Die Inbetriebnahme der Abwärmelösung war daher ein starkes Signal für ganz Berlin: Klimaschutz im Bestand ist möglich, ohne die Gebäudehülle anzufassen und ohne die Bewohnerinnen und Bewohner finanziell zu überlasten.

Paradebeispiel für urbane Synergien

Im Beisein von Dr. Jochen Lang von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Gewobag-Vorstand Markus Terboven und GASAG-Vorstand Matthias Trunk wurde die Anlage heute symbolisch gestartet. Das von GASAG Solution Plus entwickelte Konzept wurde in Zusammenarbeit mit der PASM erarbeitet und gilt als Paradebeispiel für urbane Synergien sowie die Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG).

Rechenzentrum und Wärmepumpe

Das technische Prinzip ist ebenso effizient wie intelligent: Die Niedertemperatur-Abwärme (unter 30°C) wird in dem Rechenzentrum mit einer leistungsstarken Wasser-Wasser-Wärmepumpe auf eine Temperatur von 70 bis 75°C angehoben und über eine 140 Meter lange Nahwärmetrasse in die Heizzentrale des Pallasseums geleitet.

Dort werden rund 500 Wohnungen zuverlässig mit der Abwärme versorgt. Ein moderner Gaskessel sichert lediglich die Spitzenlasten ab. Auf diese Weise sollen künftig rund 65 Prozent des jährlichen Wärmebedarfs gedeckt werden. Das Konzept überzeugte die Fachwelt bereits vor seiner Fertigstellung und gewann 2024 den RealGreen Award in der Kategorie „Sozialverträgliche Dekarbonisierung“.

Win-Win-Situation für das Klima, die Mieter und den Digitalstandort Berlin. .V.l.n.r. Matthias Trunk, Markus Terboven, Dr. Jochen Lang (c) GASAG

Wärmewende im Bestand

„Berlin hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt, und die Wärmewende im Bestand ist dabei die größte Herausforderung. Das Projekt Pallasseum ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie dieser Wandel gelingen kann“, erklärt Dr. Jochen Lang, Leiter der Abteilung Wohnen und Stadterneuerung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.

„Es zeigt, dass Klimaschutz, Denkmalschutz und sozialverträgliches Wohnen vereinbar sind. Die Partnerschaft von Gewobag, GASAG und Telekom ist ein starkes Signal für die ganze Stadt.“

Denkmalschutz, soziale Verantwortung und Klimaziele sind vereinbar

„Heute ist ein guter Tag für die Mieterinnen und Mieter im Pallasseum und ein wichtiger Tag für den Klimaschutz in Berlin. Wir halten Wort: Wir modernisieren unseren Bestand, ohne die Menschen finanziell zu überfordern“, so Markus Terboven, Kaufmännischer Vorstand der Gewobag.

„Dieses Projekt beweist eindrucksvoll, dass Denkmalschutz, soziale Verantwortung und Klimaziele vereinbar sind, wenn innovative Partner wie die Gewobag. Deutsche Telekom und die GASAG Solution Plus zusammenarbeiten.“

Serverabwärme intelligent in bestehende Systeme einbinden

„Die Wärmewende wird nicht nur im Neubau entschieden, sondern vor allem im Bestand. Das Pallasseum zeigt eindrucksvoll, wie wir ungenutzte Energiequellen wie Serverabwärme intelligent in bestehende Systeme einbinden können.“, sagt Matthias Trunk, Vertriebsvorstand der GASAG.

„Wir in der GASAG-Gruppe sind stolz darauf, dieses preisgekrönte Konzept von der ersten Idee bis zur heutigen Inbetriebnahme erfolgreich umgesetzt zu haben und damit einen echten Beitrag zur Dekarbonisierung Berlins zu leisten.“

Win-Win-Situation für das Klima, die Mieter und den Digitalstandort Berlin.

„Für die Telekom und die PASM als hundertprozentiges Tochterunternehmen ist die Energieeffizienz unserer systemkritischen Infrastruktur ein zentrales Thema. Daher machen wir an immer mehr Standorten die Abwärme aus Rechenzentren nutzbar“, ergänzte Christopher Mathea, Head of Technology Development PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH.

„Hier im Rechenzentrum der Telekom verwandeln wir ein Nebenprodukt unseres Betriebs in eine wertvolle Ressource für die Nachbarschaft. Das ist eine echte Win-Win-Situation für das Klima, die Mieter und den Digitalstandort Berlin.“

Das Projekt Pallasseum wird damit zu einem wichtigen und nun realisierten Vorbild für die Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) und die Dekarbonisierung von Bestandsgebäuden in der gesamten Bundesrepublik.

Quelle: Gewobag


Die Gewobag gehört mit über 74.000 Wohnungen und mehr als 130.000 MieterInnen zu den größten Immobilienunternehmen der Hauptstadt und bundesweit. Bis 2030 will das landeseigene Wohnungsbauunternehmen seinen Bestand durch Neubau um rund 10.000 Wohnungen erweitern. www.gewobag.de

Die PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Wir fungieren als der Energieversorger für den Telekom Konzern in Deutschland und gewährleisten die Verfügbarkeit kritischer Infrastrukturen. Unser Fokus liegt auf einem nachhaltigen Engagement im Ausbau regenerativer Energien. Als Full-ServiceEnergielieferant übernehmen wir sämtliche Dienstleistungen rund um die Beschaffung, Bereitstellung und Lieferung von Energie sowie energiebasierten Produkten für die Deutsche Telekom AG in Deutschland. www.pasm.de/

Die GASAG Solution Plus, ein Unternehmen der GASAG-Gruppe, hat sich der grünen Wärme-, Kälte- und Energieversorgung verschrieben. Der Energiedienstleister entwickelt mit seinen Kunden maßgeschneiderte Pläne, um ihren individuellen Weg in eine fossilfreie Zukunft jetzt schon zu gehen. Die GASAG Solution Plus ist Profi in Sachen Energiekonzepte: sie plant und realisiert verlässlich und termingerecht und hält langfristig Versorgungsversprechen. www.gasag-solution.de.

Anzeige

Wärmewende mit Verstand – drei Erfolgsrezepte und ein Appell an die Politik

Gerd Warda, Foto: krimiwa

Liebe Leserinnen, lieber Leser.

Die Wärmewende ist eine der zentralen Stellschrauben auf dem Weg zur Klimaneutralität. Sie erfordert innovative technische Lösungen, soziale Verantwortung und vor allem politische Verlässlichkeit. Drei Beispiele aus der Praxis zeigen, wie unterschiedlich die Wege sein können – und doch ein gemeinsames Ziel verfolgen: bezahlbaren, klimafreundlichen Wohnraum in der Fläche möglich zu machen.

1. Denkmal in Berlin trifft Datenzentrum: Das Pallasseum als Vorbild für klimafreundliche Sanierung im Bestand

Wenn ein denkmalgeschützter Betonriese aus den 1970er-Jahren zu einem Symbol für Klimaschutz wird, dann darf man zurecht von einem Meilenstein sprechen. Im Berliner Pallasseum gelingt genau das: Die Wohnanlage mit rund 500 Einheiten wird künftig zu 65 % mit der Abwärme eines benachbarten Rechenzentrums beheizt – ohne Eingriffe in die Gebäudehülle und ohne Mieterhöhungen.

Das technische Prinzip ist ebenso einfach wie bestechend: Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe hebt die Abwärme des Rechenzentrums auf 70 bis 75 °C an – ausreichend für eine klassische Heizungsanlage. Über eine Nahwärmetrasse gelangt die Wärme direkt ins Quartier. Nur in Spitzenzeiten springt ein Gaskessel ein.

Was dieses Projekt so besonders macht:

Denkmalgerecht: Keine Fassadendämmung notwendig. // Sozialverträglich: Keine Belastung für die Mieterschaft. // Kooperativ: Öffentliche Wohnungswirtschaft, Telekom und Energieversorger ziehen an einem Strang.

Markus Terboven von der Gewobag bringt es auf den Punkt: „Dieses Projekt beweist eindrucksvoll, dass Denkmalschutz, soziale Verantwortung und Klimaziele vereinbar sind.“

2. Standardisierung ist der Schlüssel: Wärmepumpen im Mehrfamilienbestand

Während Wärmepumpen im Neubau bereits Standard sind, bleibt ihr Einsatz im Bestandsbau – insbesondere im verdichteten Mehrfamilienhaussegment – eine Herausforderung. Das Land Nordrhein-Westfalen geht hier proaktiv voran und hat mit der „WärmepumpenChallenge.MFH“ zukunftsweisende Konzepte ausgezeichnet.

Die Erkenntnis:

Standardisierbare, skalierbare Lösungen sind möglich – auch bei begrenztem Platz, hohen Vorlauftemperaturen oder dezentralen Bestandsanlagen. Die ausgezeichneten Konzepte aus Köln, Düsseldorf und Werdohl liefern praxisnahe Antworten auf diese Komplexität.

Dr. Katharina Schubert (NRW.Energy4Climate): „Wir wollen der Wärmewende in Mehrfamilienhäusern einen Schub geben. Mit den Gewinnerkonzepten zeigen wir, wie Wärmepumpen auch unter anspruchsvollen Bedingungen funktionieren können.“

Die vorgestellten Lösungen stehen für mehr als nur technische Machbarkeit. Sie zeigen, wie durch clevere Planung und Kooperation serielle Lösungen entstehen können, die das enorme Potenzial des Bestandsbaus endlich heben – und somit der Wärmewende in Deutschlands größten Wohnungsmärkten den nötigen Schwung geben.

Appell: Politische Planbarkeit statt Verschiebungen – Vertrauen in den rechtlichen Rahmen schaffen

Doch all die guten Ideen und technischen Lösungen benötigen einen verlässlichen politischen Rahmen. Der Vorschlag der Ministerpräsidentenkonferenz, die Umsetzung der EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) um zwei Jahre zu verschieben, ist daher ein fatales Signal.

Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) warnt zu Recht: „Verbraucher und Branche haben einen Anspruch auf einen rechtssicheren und stabilen Handlungsrahmen“, so BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel.

Zweifel an der EPBD zu säen, gefährdet Investitionen, verzögert dringend notwendige Transformationen und untergräbt die Glaubwürdigkeit der Politik in puncto Klimaschutz. Wer in Wärmepumpenlösungen oder innovative Energieinfrastruktur investiert, braucht Planungssicherheit. Ein Rückzieher auf europäischer Ebene wäre nicht nur symbolisch problematisch – er würde auch praktisch bremsen, was bereits heute funktioniert.

3 Themenwechsel: Architektur mit Weitblick – Kindgerechtes Wohnen als Entwurfsaufgabe

Im Rahmen des renommierten Alvar-Aalto-Preis Bremen stand in diesem Jahr das Thema „Kinderräume im urbanen Wohnumfeld“ im Fokus. Unter dem Titel „Wohnen statt Parken“ suchte die GEWOBA gemeinsam mit der Hochschule Bremen nach kreativen Ideen für die Umgestaltung eines ehemaligen Parkplatzes in Bremen Horn-Lehe – hin zu einem kindgerechten Wohnort.

Aus 40 Einreichungen überzeugte ein Entwurf besonders: Architekturstudentin Ekatarina Ponamorevan gewinnt mit ihrem Beitrag „Weitblick durch den Alltag“ die Jury.

Was ihren Entwurf auszeichnet:

Transformation eines Parkplatzes in lebendigen, kindgerechten Stadtraum. // Durchdachte Grundrisse, nachhaltige Materialien, intelligente Erschließung. // Fokus auf Rückzugsorte und Bewegungsräume für Kinder. // Integration in den städtebaulichen Kontext mit hoher Aufenthaltsqualität.

Senatsbaudirektorin Prof. Dr. Iris Reuther lobt: „Eine herausragende Arbeit […], die vor allem mit dem Erschließungssystem das Thema ‚Die Räume der Kinder‘ in den Fokus rückt.“

Mit diesem Entwurf zeigt sich: Stadtentwicklung mit dem Blick aufs Kind ist nicht nur sozialpolitisch geboten, sondern auch architektonisch und städtebaulich eine Bereicherung. Die Arbeit von Ekatarina Ponamorevan steht exemplarisch für eine neue Generation von Architektinnen und Architekten, die den Wandel der Städte mitgestalten – inklusiv, nachhaltig und zukunftsorientiert.

Die Wärmewende gelingt, wenn wir gute Ideen nicht ausbremsen, sondern skalieren. Wenn Politik Verlässlichkeit schafft. Und wenn der soziale wie der architektonische Blick auf den Menschen im Mittelpunkt bleibt – von der Großlösung im Bestand bis zum kindgerechten Wohnquartier. Die jeweilige Langfassung finden Sie in dieser Ausgabe.

Dezember 2025, Wohnungswirtschaft heute., Ausgabe Nummer 207, mit neuen Inhalten.

Klicken Sie mal rein.
Bleiben Sie zuversichtlich und nachhaltig.

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Adventszeit und ein frohes Weihnachtsfest.
Ihr Gerd Warda und das Wohnungswirtschaft heute-Team

Anzeige