Im vergangenen Jahr haben die Investitionen der Baugenossenschaft Familienheim Freiburg in Neubau und Bestand mit 14,5 Mio. Euro erneut einen Höchststand erreicht. Die Bilanzsumme des Unternehmens für 2025 betrug wie im Vorjahr rund 166 Mio. Euro, der Überschuss lag etwas unter dem Niveau des Vorjahres und betrug rund 2,8 Mio. Euro. Mit 56 Euro pro Quadratmeter sind die Gebäudeerhaltungsinvestitionen im Vergleich mit anderen Baugenossenschaften überdurchschnittlich hoch.
Die Familienheim Freiburg Baugenossenschaft hat auch im vergangenen Jahr viel Geld investiert, um den Mitgliedern weiterhin zeitgemäßen und vor allem bezahlbaren Wohnraum zu bieten. Dies wurde bei der Vorstellung des Geschäftsberichts für 2025 auf der Vertreterversammlung deutlich. Demnach wurde 2025 14,5 Mio. Euro in die Sanierung des Wohnungsbestands und den Neubau investiert und damit etwa so viel wie 2024.
Höher waren die Investitionen zuletzt 2015, als insgesamt rund 15 Mio. Euro investiert wurden. Das genossenschaftliche Gesamtvermögen zum Bilanzstichtag 31.12.2025 betrug 166,4 Mio. Euro und liegt damit auf dem Niveau des Vorjahres.
Die Eigenkapitalquote erhöhte sich erneut und zwar von 48,4 % auf 49,7 %. Eine hohe Eigenkapitalquote ist vorteilhaft, weil sie die finanzielle Stabilität und Unabhängigkeit eines Unternehmens erhöht. Insgesamt erwirtschaftete die Baugenossenschaft einen Jahresüberschuss von rund 2,8 Mio. Euro. Geplant war ein Ergebnis zwischen 2,7 Mio. und 2,8 Mio. Euro.
Ein Teil des Bilanzgewinns (0,36 Mio. Euro) wird an die 8.115 Mitglieder in Form einer Dividende ausgeschüttet. Das entspricht 4 % je Genossenschaftsanteil. Der weitaus größere Teil des Jahresüberschusses (2,4 Mio. Euro) wurde in die Rücklagen eingestellt.
Bilanzergebnisse im Geschäftsjahr 2025
- Bilanzsumme : 166,4 Mio. Euro (Vorjahr 166,3 Mio.)
- Anlagevermögen: 151,7 Mio. Euro (Vorjahr 148,2 Mio.)
- Eigenkapital: 82,8 Mio. Euro (Vorjahr 80,6 Mio.)
- Jahresüberschuss 2,8 Mio. Euro (Vorjahr 3,6 Mio.)
Nach Vorstellung der wohnungswirtschaftlichen Tätigkeiten und Bilanzergebnisse der Genossenschaft wurden Vorstand und Aufsichtsrat von der Vertreterversammlung für ihre Arbeit im Geschäftsjahr 2025 entlastet. Zudem beschloss die Vertreterversammlung die vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Dividendenausschüttung und wählte im Rahmen einer turnusmäßigen Wahl Dr. Ann Baumgartner und Martin Schrutka erneut in den Aufsichtsrat.
Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Christina Heß. Sie ist Ingenieurin für Versorgungstechnik bei der Bundesbau Baden-Württemberg und tritt die Nachfolge von Dr. Klaus Fuhrmann an, der zum 31.12.2025 auf eigenen Wunsch aus dem Gremium ausgeschieden war.
Neuer Vorstand stellt sich vor
Der Vertreterversammlung hat sich zudem der neue Vorstand der Genossenschaft vorgestellt, vorerst bestehend aus Alexander Ehrlacher und Georg Selinger. Ehrlacher hat den kaufmännischen Bereich von Christian Brokate übernommen, der zum Ende März 2026 aus persönlichen Gründen aus dem Unternehmen ausgeschieden ist.
Selinger wurde als nebenamtlicher Vorstand berufen und bringt die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für den Betrieb der genossenschaftlichen Spareinrichtung geforderten Qualifikationen mit.
Komplettiert wird der Vorstand ab dem 1. August 2026 mit Markus Scherrle. Er ist bereits seit November 2025 als Geschäftsführer im Familienheim tätig ist und wird im Vorstand den technischen Bereich verantworten, der bis zum 31. Januar 2026 in den Händen von Anja Dziolloß lag. Sie hatte die Genossenschaft ebenfalls aus persönlichen Gründen Anfang dieses Jahres verlassen.
Investitionen im Sanierung, Energieeffizienz und nachhaltige Energieversorgung
Um ihre Mitglieder mit Wohnraum in zeitgemäßem Standard zu versorgen, hat die Familienheim Freiburg 2025 12,0 Mio. Euro in die Instandhaltung und Modernisierung ihres Wohnungsbestands investiert. Damit fließen 65 % der eingenommenen Mieten wieder zurück in den Erhalt der Wohnungen. Bezogen auf die gesamte Wohnfläche entspricht das etwa 56 Euro pro Quadratmeter.
Das ist deutlich mehr als andere Baugenossenschaften vergleichbarer Größe in Baden-Württemberg ausgeben. Deren Gebäudeerhaltungsinvestitionen beliefen sich im Durchschnitt auf 48 Euro pro Quadratmeter. Dies illustriert, dass die Familienheim Freiburg ihrem genossenschaftlichen Auftrag überdurchschnittlich gut nachkommt.
Neben dem Erhalt der Substanz muss die Genossenschaft verstärkt auch die Verbesserung der Energieeffizienz und nachhaltige Energieversorgung ihrer Gebäude in den Blick nehmen. Denn bis 2045 muss der Gebäudebestand in Deutschland gemäß dem nationalen Klimaschutzziel klimaneutral sein, also über eine Energieversorgung verfügen, die kein CO2 mehr ausstößt.
Die Familienheim hat für ihren Wohnungsbestand in den vergangenen Jahren deshalb eine Klimastrategie erarbeitet, die in den nächsten Jahren verfeinert werden soll. Im Jahr 2025 wurde bei der Investitionsplanung für die nächsten Jahre in besonderem Maße darauf geachtet, dass Maßnahmen umgesetzt werden, die die Genossenschaft dem Null-Emissionsziel näherbringen.
In Neubauprojekte hat die Familienheim Freiburg im Berichtsjahr 2,5 Mio. Euro investiert. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Kosten für den Kauf eines Grundstücks in Umkirch. Das gesamte Investitionsvolumen für Neubau und Sanierungen im Geschäftsjahr 2025 betrug somit 14,5 Mio. Euro. Die Investitionen der Baugenossenschaft in den vergangenen fünf Jahren (2021 – 2025) in den Wohnungsbestand und Neubau lagen bei insgesamt 64,0 Mio. Euro.
Durchschnittliche Kaltmiete deutlich unter dem aktuellen Mietspiegel
Die durchschnittliche Kaltmiete der Familienheim Freiburg lag 2025 bei 7,61 Euro pro Quadratmeter (gegenüber 7,48 Euro/m2 im Jahr 2024) und damit erneut deutlich unter dem Wert des Freiburger Mietspiegels, der für 2025/2026 eine ortsübliche Vergleichsmiete von 10,81 Euro pro Quadratmeter angibt.

Aufgrund der kostenintensiven Herausforderungen, die sich insbesondere aus der Klimaschutzgesetzgebung ergeben, wird die Familienheim in diesem Jahr allerdings zu Mieterhöhungen gezwungen sein, die den Abstand zur Freiburger Vergleichsmiete etwas reduzieren werden. Insgesamt verwaltete die Familienheim Freiburg zum 31. Dezember 2025 einen Immobilienbestand von 2.756 Wohnungen, 37 gewerblichen Einheiten sowie 2.066 Garagen und Stellplätze.
Knapp 44 Mio. Euro in der Spareinrichtung
Auch 2025 war eine Seitwärtsbewegung der Kapitalmarktzinsen zu beobachten. Durch die Kombination aus einer weiterhin attraktiven Verzinsung der Spareinlagen und der hohen Sicherheit der Geldanlage war das Interesse am Sparen bei der Familienheim auch 2025 ungebrochen. Zwar reduzierte sich die Anzahl der Sparkonten leicht von 7.193 zu Beginn des Geschäftsjahres auf 7.132 zum 31. Dezember 2025.
Die Summe der Spareinlagen allerdings erhöhte sich im gleichen Zeitraum um rund 0,8 Mio. Euro auf jetzt 43,9 Mio. Euro. Abgesichert sind die Gelder zum einen durch den zukunftsfähigen Wohnungsbestand der Genossenschaft und zum anderen durch die „Selbsthilfeeinrichtung zur Sicherung von Spareinlagen des Bundesverbands der Wohnungsund Immobilienwirtschaft“.
Die Mitgliederzahl hat sich im Geschäftsjahr 2025 auf 8.115 (Vorjahr 8.180) verringert.
Der Mitgliederrückgang ist das Ergebnis einer reduzierten Mitgliederaufnahme. Damit will die Genossenschaft ein ausgewogeneres Verhältnis von Wohnungsbestand und Mitgliederzahl erreichen. Die Nachfrage nach Wohnungen der Familienheim war auch im vergangenen Jahr hoch. Vermietungsschwierigkeiten bzw. strukturelle Leerstände bestanden dementsprechend nicht.
Familienheim Freiburg Baugenossenschaft eG
Familienheim Freiburg wurde am 23. Januar 1930 gegründet, um durch den gemeinnützigen Wohnungsbau die damals herrschende Wohnungsnot einzudämmen. Von Anfang an war und ist die wichtigste Aufgabe der Genossenschaft, die Mitglieder mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen.
Aktuell zählt Familienheim Freiburg 8.115 Mitglieder, besitzt 2.756 Wohnungen und führt seit knapp 60 Jahren eine eigene Spareinrichtung. Rund 90 Prozent der Wohnungen der Genossenschaft befinden sich in Freiburg.
Als eigenständiges und unabhängiges Unternehmen ist Familienheim Freiburg verpflichtet, wirtschaftlich zu handeln. Aber auch soziale und ökologische Aspekte prägen das Handeln der Genossenschaft. Deshalb investiert das Unternehmen kontinuierlich in den zeitgemäßen Erhalt seiner Wohnungen, höhere Energiestandards und ein angenehmes Wohnumfeld. So kann auch nachfolgenden Generationen eine gesicherte und attraktive Wohnzukunft geboten werden. Durch Investitionen in Modernisierungen sowie zukunftsfähigen Neubau wird das Vermögen aller Mitglieder erhalten. Weitere Infos unter www.familienheim-freiburg.de.
Quelle: Baugenossenschaft Familienheim Freiburg eG www.familienheim-freiburg.de

