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Blockrandsanierung und Aufstockung – das ist ein wichtiges Thema für die Ertüchtigung der bestehenden Stadt. Doch nicht immer geht das Programm so reibungslos über die Bühne wie etwa vor einigen Jahren im atmosphärischen Heller-Park in Favoriten. Zwei Forschungsprojekte in Wien wollen Ergebnisse und Handlungsanweisungen für die Zukunft liefern.
WOJCIECH CZAJA

Der süße Duft des Karamells, so will es zumindest die Nase wissen, liegt noch vage in der Favoritner Luft. Da, wo früher Tag und Nacht Bonbons hergestellt wurden, befindet sich ein neues Wohnviertel mit einer Gesamtfläche von rund 44.000 Quadratmetern. Die alten charakteristischen Backsteinbauten der Heller-Fabrik, die hier einst zuckersüße Wiener Geschichte schrieb, wurden behutsam saniert und sind nun ein integraler Bestandteil des neuen Ensembles, das aus mehreren Bauteilen von Albert Wimmer, Querkraft Architekten, Lautner & Kirisits sowie Hermann & Valentiny besteht.

Das Angebot umfasst 74 geförderte Mietwohnungen mit Kaufoption, 16 geförderte Mietwohnungen mit Superförderung, 112 geförderte Eigentumswohnungen sowie einige freifinanzierte Eigentumswohnungen im Dachgeschoß. Auf so manchen Fassaden wie beispielsweise auf jener in den Bauteilen D und E, dienten die alten, cremefarben eingefassten Klinkerziegel als chromatische Inspirationsquelle. Architekt Albert Wimmer mischte die erdigen Farben mit einigen knallgelben Impulsen zu einem großen Fassadenspiel aus verschachtelt ineinandergreifenden Faserzement- Platten zusammen. Ergänzt wird die Anlage von einer Lichtinstallation des Wiener Künstlers Friedrich Biedermann.

Komplexe Sanierung
Ortswechsel. Nicht nur im gründerzeitlichen Wien wird die Stadt nachverdichtet, blockrandsaniert und aufgestockt, sondern auch an der Peripherie. In der Hauffgasse in Wien-Simmering wird seit 2017 eine Wohnhausanlage mit insgesamt 486 Wohnungen in Schuss gebracht. Die Sanierung ist komplex: „Einerseits wurde die bestehende Wohnhausanlage thermisch saniert, barrierefrei gemacht und auf den privaten Außenräumen wie etwa Loggien und Balkonen um durchschnittlich 20 Zentimeter Tiefe auf ein komfortables, multifunktionales Maß erweitert“, erklärt Werner Rebernig, Architekt und Geschäftsführer der mit dem Projekt betrauten Gesellschaft für Stadt- und Dorferneuerung. „Zu diesem Zweck haben wir die bestehenden Stahlbetonbrüstungen entfernt und durch eine Stahlkonstruktion mit mattiertem Glasgeländer ersetzt.“

Andererseits werden die Häuser derzeit um zweigeschoßige Dachbauten in Leichtbauweise aufgestockt. Auf diese Weise entstanden rund 5.600 Quadratmeter Nutzfläche mit insgesamt 79 neuen Wohnungen. „Damit dies bau- und feuerpolizeilich möglich ist“, so Rebernig, der zuletzt auch eine Wohnhausanlage der BWS an der Spittelauer Lände sowie den Goethehof der Gemeinde Wien aufstockte, „mussten die bestehenden Aufzüge verlängert und die Stiegenhäuser brandschutztechnisch ertüchtigt werden.“ Ergänzt wird das Projekt von einer PV-Anlage auf dem Dach (280 Quadratmeter, 56 kW Peak) sowie einem Mobilitätskonzept mit insgesamt fünf Elektroautos, das von wohnbund:consult begleitet wird. Das Angebot wird gut angenommen und ist oft ausgebucht. Schon jetzt, erklärt Werner Auer, Bereichsleiter Sanierung beim Wohnfonds Wien, lege jedes einzelne Fahrzeug 2.000 bis 3.000 Kilometer pro Monat zurück.

Zehn Wochen lang war der Aufzug außer Betrieb, erinnert sich ein Bewohner. Seine Mietwohnung befindet sich oben im 10. Stock. „Aber dafür“, erklärt Michael Castellitz, Abteilungsleiter Sanierung und Revitalisierung beim gemeinnützigen Wohnbauträger BWS, „haben wir den Bewohnern in dieser Zeit einige Hilfestellungen angeboten.“…

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