Digitaler Mieter:innenalltag mit Mehrwert

Wien-Süd vernetzt die Bewohner:innen mit quartiersübergreifenden Gemeinschaftsräume, dem „Digitalen Hausmeister“-Service, Sicherheit und Gemeinschaft.

Digitale Tools sind im Wohnbau längst mehr als ein Nice-to-have – sie entscheiden darüber, wie komfortabel, sicher und inklusiv der Alltag für Mieterinnen und Mieter ist. Die gemeinnützige Genossenschaft Wien- Süd nützt Digitalisierung dabei gezielt als Werkzeug, um eines ihrer zentralen Anliegen zu stärken: gemeinschaftlich nutzbare Räume, die über das einzelne Haus hinauswirken und Nachbarschaft im Quartier ermöglichen.

Seit mehr als einem Jahrzehnt denkt Wien-Süd Gemeinschaft nicht nur haus-, sondern quartiersübergreifend – vom partizipativen „Wiesen Dialog“ im Stadtteil In der Wiesen Süd über die Biotope City Wienerberg bis zur Wohnhausanlage Berresgasse 7 in Wien-Donaustadt. Dort stehen heute neun übergeordnete Quartiersräume zur Verfügung, die allen Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers offenstehen. Ihre Funktionen reichen von Bibliothek, Gemeinschaftsküche und Begegnungsräumen über Musikund Proberäume bis hin zu Co-Working- Angeboten – bewusst so vielfältig angelegt, dass unterschiedliche Altersgruppen, Lebensmodelle und Interessen zusammenfinden können.

Damit diese Räume im Alltag tatsächlich genutzt werden, setzt Wien- Süd auf ein zentrales digitales Reservierungs- und Informationssystem. Was früher an der Tür der Hausverwaltung organisiert wurde, ist heute transparent, niederschwellig und rund um die Uhr zugänglich.

Auslastung und Bedarf

Der „Digitale Hausmeister“ bündelt Informationen, Buchungen und Kommunikation – abrufbar über Touchscreens in den Eingangsbereichen ebenso wie über PC oder Smartphone. Ein elektronisches Zutrittssystem stellt sicher, dass gemeinschaftlich genutzte Räume ausschließlich berechtigten Nutzer:innen offenstehen, während die Verwaltung wertvolle Erkenntnisse über Auslastung und Bedarf gewinnt.

Digitalisierung ist dabei kein Ersatz für analoge Begegnung, sondern ihre Voraussetzung. Je einfacher Räume auffindbar, buchbar und zugänglich sind, desto intensiver werden sie genutzt – und desto stärker entwickelt sich das Wohnhaus zum lebendigen Quartier. Gerade in gemischt strukturierten Immobilien mit Miet-, Smart- und Eigentumswohnungen leisten quartiersübergreifende Gemeinschaftsräume einen wichtigen Beitrag zur sozialen Durchmischung und zum Miteinander über Haus- und Bauträgergrenzen hinweg.

Mehr als nur Wohnen

So wird Digitalisierung zum verbindenden Element zwischen leistbarem Wohnraum und zeitgemäßen Serviceerwartungen – ohne den sozialen Auftrag aus den Augen zu verlieren. Oder wie es Christof Anderle, Obmannstellvertreter von Wien-Süd, formuliert: „Wohnen bedeutet nicht nur die Bereitstellung von vier Wänden. Es geht darum, dass Mieterinnen und Mieter sich wohlfühlen und echte Nachbarschaft entstehen kann. Quartiersübergreifende Gemeinschaftsräume und digitale Services wie der ‚Digitale Hausmeister‘ sind dafür Werkzeuge – sie geben dem Zusammenleben Struktur und schaffen Freiraum für das Wesentliche: gutes Wohnen und gelebte Nachbarschaft.“

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