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„Die Vielfalt hat mich beeindruckt“

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„Wohnraum für alle“ – unter diesem Titel suchte der große Jubiläumswettbewerb des Verbands Wohnbaugenossenschaften Schweiz vorbildliche gemeinnützige Projekte. Jurymitglied Doris Sfar verrät Details über die Auswahl und die Highlights.
LIZA PAPAZOGLOU
Redakteurin vom Magazin „wohnen“,
Partner von WohnenPlus in der Schweiz

Als Vertreterin des Bundesamts für Wohnungswesen haben Sie den Jubiläumswettbewerb von Anfang an begleitet, und Sie waren auch Jurymitglied. Was hat Sie an diesen Aufgaben gereizt?

„Überhaupt in einer Jury mitzuwirken – für mich war es das erste Mal. Spannend fand ich, wie man so einen Prozess gemeinsam mit ganz verschiedenen Leuten aufzieht, da konnte ich viel lernen. Vor allem aber war es hochinteressant, sich mit einem bunten Ideenstrauß aus dem gemeinnützigen Bereich intensiv auseinanderzusetzen.“

Doris Sfar

Hatten Sie irgendwelche Erwartungen?

„Nein. Nur die Befürchtung, dass nur Projekte aus großen Städten und genossenschaftlichen Hotspots wie Zürich teilnehmen. Zum Glück hat sich das nicht bewahrheitet. Es gab zwar die erwarteten regionalen Schwerpunkte, aber tolle Eingaben fast aus der ganzen Schweiz.“

Doris Sfar

Außer einer Verbandsvertreterin waren alle Jurymitglieder externe Fachleute. Was brachte diese Außensicht?

„Eine große Bereicherung. Es war gut, dass die Jury bezüglich Hintergrund und regionaler Herkunft breit zusammengesetzt war und Personen umfasste, die nicht direkt im Genossenschaftsumfeld aktiv sind. Rahel Marti zum Beispiel von der Architekturzeitschrift Hochparterre, selbst Architektin, hat das genossenschaftliche Bauen durchaus kritisch hinterfragt. Das tut solchen Diskussionen gut, solange es konstruktiv bleibt.“

Doris Sfar

Am Wettbewerb haben 58 Projekte teilgenommen. Was hat Sie am meisten beeindruckt?

„Die große Vielfalt der eingereichten Dossiers. Sie gehen in ganz verschiedene Richtungen, vom kleinen ländlichen Beitrag bis zur großen urbanen Siedlung, von ungewöhnlichen Partnerschaften bis zu neuen Finanzierungs- und Austauschgefäßen. Diese Breite ist schon beeindruckend und wohl ein Alleinstellungsmerkmal der Genossenschaftsbranche.“

Doris Sfar

Können Sie kurz umreißen, wie der Auswahlprozess erfolgte?

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