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Die Quadratur des Kreises

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Klimaschutz ist eine wichtige Sache. Doch wie werden wir den geforderten Zielen gerecht, ohne dabei auf immer strengere Vorschriften und auf die hohe Tugend des leistbaren Wohnens zu verzichten? Und wessen Verantwortung ist es, das alles unter einen realistischen Hut zu bringen? Zwei Positionen.
WOJCIECH CZAJA

Pro

Robert Lechner
„Die Gemeinnützigen waren solange besser als alle anderen unterwegs, solange die Wohnbauförderung eine klare Lenkung hin zum Klimaschutz hatte. Geht dieses Ziel verloren, dann werden wir viele schon erreicht geglaubten Erfolge verlieren.“

Die weltweiten Folgen des Klimawandels sind exorbitant, auch in Österreich. Die unbequeme Wahrheit: Wenn wir nicht aufhören, Ressourcen und fossile Energie zu verschwenden, ist die Sache bald gelaufen. Bei den Pensionen wird immer vom Generationenvertrag gesprochen, beim Klimaschutz ist dieser gar nicht erst vorhanden. Da regiert das Motto: Hinter mir die Sintflut! Die Folgegenerationen werden auf uns zu Recht sauer sein.

Hitzeperioden, für die Landwirtschaft bedrohliche Dürre, Stürme und Überschwemmungen, Artensterben und unglaubliche Kosten fürs simple Überleben will man von niemanden mit Anlauf verordnet bekommen. Genau das tun wir aber. Und wir können keine einzige gesellschaftliche Gruppe aus der Verantwortung ziehen. Weder Politik und Verwaltung, noch Wirtschaft und Bevölkerung. Der Beweis dafür: Das dritte Jahr in Folge steigen in Österreich die Treibhausgasemissionen. Im Weiterkommen für den Klimaschutz staut es an allen Ecken und Enden. Im Bereich des Wohnbaus hapert es an widersprüchlichen, kontraproduktiven Zielvorgaben…

contra

Alexandra Schalegg, Christian Jeitler
„Die Anforderungen an den gemeinnützigen Wohnbau sind hoch: Klimaschutz, ökologischer Fußabdruck, Energieautonomie 2050, Baugesetz, Bautechnikverordnung, Neubaubauförderungsrichtlinien und zudem noch Leistbarkeit für alle.“

Die Alpenländische, Geschäftsstelle Feldkirch, war die erste, die ab 1998 kontrollierte Gebäudelüftungen und später auch die erste Passivhausanlage errichtet haben. Wir bemühen uns, unsere Objekte so zu errichten, dass diese klima:aktiv zertifiziert werden können. Derzeit betreiben wir zusammen mit dem Energieinstitut Vorarlberg ein Wohnbauforschungsprojekt, bei dem verschiedene Gebäudehüllen und Haustechnik-Varianten unter Berücksichtigung der damit verbundenen Lebenszykluskosten untersucht werden. Zudem sind wir in ein Forschungsprojekt unter dem Titel „Low cost nZEB“ involviert.

Doch auch wir müssen immer wieder Rückschläge hinnehmen, die selten im technischen als vielmehr im wirtschaftlichen Bereich zu finden sind. Überbordende, in kurzen Abständen überarbeitete Normen, strenge OIB-Richtlinien und das enge Korsett von wechselnden Neubauförderungs-Richtlinien erschweren unsere Arbeit zunehmend. Neben der bekannt schwierigen Akquisition tauglicher Baugrundstücke ist die aktuell sehr hohe Auslastung der baugewerblichen Anbieter der derzeit größte Kostentreiber in unserer Region – die Preise explodieren…

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