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1,1 Millionen Leitungswasserschäden an Wohngebäuden. Warum ist das ein Thema für Immobilienunternehmen, Herr Rehberg, Herr Asche?

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Nach einer intensiven Diskussion mit Vertretern der Wohnungswirtschaft sowie Experten der Versicherungswirtschaft und des Handwerks konnte auf Anregung und unter Leitung der AVW Unternehmensgruppe ein Leitfaden zur Vermeidung von Leitungswasserschäden entwickelt werden.

Er spiegelt die mehrjährigen Erfahrungen zu diesem Themenkomplex, die jeder der Akteure in der Vergangenheit gemacht hat. Der Leitfaden kann der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft helfen, einen Beitrag zur Entlastung der Bewirtschaftungskosten zu leisten, aber auch unnötigen Umwelt- und Nutzerbelastungen vorzubeugen.

Eine Einführung von Dipl.-Ing. Siegfried Rehberg, Dipl.-Ing./Dipl.-Kfm. Helmut Asche.

Als wir im Jahr 2017 von der AVW Unternehmensgruppe angesprochen wurden, das FORUM LEITUNGSWASSER zu entwickeln, hatte für uns das Thema „Leitungswasserschäden“ nur eine untergeordnete Bedeutung. Leitungswasserschäden sind immer noch ein Thema aus dem Versicherungsbereich, das die Aufgaben der Technischen Abteilungen in den Wohnungsunternehmen kaum tangiert.

Auch unter den Aspekten Instandhaltungsfragen, Verkehrssicherungspflichten, Energieeinsparung und Betriebskosten werden Leitungswasserschäden nicht vorrangig behandelt. “Handlungsdruck“ ist in der Wohnungswirtschaft kaum zu spüren, die Instandhaltungs-Budgets der Technischen Abteilungen sind ja in der Regel durch die Kostenübernahmen der Versicherungen „geschützt“.

1,1 Millionen Schäden im Jahr 2018, für die Versicherer fast 3 Milliarden Euro zahlten

Seit Jahren verursacht Leitungswasser die meisten Schäden an Wohngebäuden – und die insgesamt teuersten. Schon seit 2011 geht der Trend bei Leitungswasserschäden immer wieder klar nach oben, wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft er-mittelt hat.

Leitungswasserschäden haben innerhalb der Gebäudeversicherung mit mehr als der Hälfte den größten Anteil. Die hohe Anzahl von 1,1 Millionen Schäden, für die im Jahr 2018 die Versicherer fast 3 Milliarden Euro zahlen mussten, bedeutet auch eine Komfortminderung für mehr als 1 Million Mieter und Eigenheimnutzer.

Es stellen sich aber für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Fragen: Wie viel dieser Schäden könnten vermieden werden? Wann werden die Versicherer die Prämien erhöhen oder ganze Gebäude nicht mehr versichern?

Die Versicherer beschäftigten sich seit mehr als 10 Jahren in Arbeitsgruppen und erstellten Richtlinien und Informationsmaterialien mit den Möglichkeiten zur Minderung der Kosten von Leitungswasserschäden. Sie haben es bisher kaum geschafft, die eigentlichen Akteure zu erreichen.

Deshalb muss der Dialog und die Kooperation zwischen Versicherungs- u. Wohnungswirtschaft gefördert werden. Die AVW hat mit dem Forum Leitungswasser Akteure aus Wohnungsunternehmen, Sachverständige und die Versicherungswirtschaft zusammengebracht und ein neues Netzwerk geknüpft.

Hier eine gemeinsame Sprache zu finden, direkt und ergebnisoffen zu diskutieren, war die Herausforderung. In der von uns geleiteten Reihe von Workshops wurde vorhandenes Wissen der Versicherer für die Wohnungswirtschaft erschlossen.

Workshop-Reihe des FORUM LEITUNGSWASSER

Die Workshops bilden eine hervorragende Plattform für den Erfahrungsaustausch wie auch den Wissenstransfer. Den „Profit“ aus weniger Leitungswasserschäden kann man vielleicht so skizzieren: störungsarme Nutzung der Mietwohnung, zufriedene Mieterschaft, kein erhöhter interner Verwaltungsaufwand aus der Schadensregulierung, geringere Kosten im Wohnungsunternehmen…

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