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Vorhang auf für die IBA!

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Nach sechs Jahren intensiver Arbeit eröffnet die IBA_Wien 2022 feierlich ihre Schlusspräsentation mit einem reichhaltigen Programm in der ganzen Stadt.
MAIK NOVOTNY

Genau am längsten Tag des Jahres wird ein sechsjähriger Marathon das Zielband passieren und in seine feierliche Finalrunde einbiegen. Pünktlich zum Höhepunkt des Jahres wird die IBA_ Wien 2022 Neues soziales Wohnen ihre Schlusspräsentation eröffnen, begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm in der ganzen Stadt. In der großen Ausstellungshalle am Nordwestbahnhof versammeln sich die stolz mit Stempel und Urkunde ausgezeichneten IBA-Quartiere, IBA-Projekte und IBA-Kandidaten – rund drei Viertel davon sind bereits fertiggestellt.

Konzipiert ist die Ausstellung sowohl für das Fachpublikum als auch für die Öffentlichkeit, dabei wurde besonderes Augenmerk auf Quartier und Umfeld gelegt, denn die Bauausstellung soll mehr sein als eine Parade isolierter Einzelobjekte. Das Wohnen, das hat sich in der intensiven IBA-Arbeit seit 2016 gezeigt, ist eng verwoben mit der Stadt und ihrer Entwicklung.

„In den sieben Jahren seit Erstellung des Programms hat sich viel getan“, resümiert IBA-Koordinator Kurt Hofstetter im Rückblick. „Ganz zu Beginn wurde von manchen kritisiert, dass wir nur das abwickeln, was sowieso in der Pipeline ist. Diesen Eindruck haben wir früh schon korrigiert und genau geschaut, wo wir hinwollen, was sinnvoll ist und welche Schwerpunkte wichtig sind. Dann haben wir Akteure und Projekte ins Boot geholt, die zu diesen Schwerpunkt-Themen konkret etwas beitragen konnten.“

Programmatische Grundlage der Arbeit war das IBA-Memorandum von 2017, als fachlich fundierter Resonanzraum diente der IBA-Beirat, der auch bei der Schlusspräsentation präsent sein wird. Über die regelmäßigen IBATalks wurden die Schwerpunkt-Themen öffentlich platziert und diskutiert, wodurch sich zahlreiche Partnerschaften und Kooperationen ergaben.

„Auf der Basis von Beirat und Memorandum wurden drei Programmschienen identifiziert“, erklärt Hofstetter. „Erstens über das Memorandum Reaktionen einzuholen, zweitens über Calls und Beteiligung an Ausschreibung, Jury und Nachbetreuung von Bauträgerwettbewerben Qualitäten zu unterstützen und drittens bei guten Projekten, auf die wir aufmerksam geworden sind, aktiv auf die Akteure zuzugehen. Das war beispielsweise bei der Biotope City oder beim Vivihouse der Fall.“ Auch international streckte die IBA ihre Fühler aus und war im fachlichen Austausch.

Die sieben Partnerstädte von Dublin bis Vancouver werden sich ebenfalls in der Ausstellung präsentieren, im September wird ein Symposium mit ihnen stattfinden. „Der Anlass für dieses Netzwerk war, dass die Wohnungskrisen die ganze Welt betreffen“, sagt Hofstetter. „Es genügt also nicht, einfach nur Wien ins Rampenlicht zu stellen, sondern es gilt auch, zu schauen, welche Lösungen woanders erarbeitet werden und auch die EU-Ebene im Blick zu haben.“

Breite Resonanz

Die Schlusspräsentation ist nicht das erste Mal, dass die IBA vor den Vorhang tritt. Schon 2019 wurde mit der Programmschiene „IBA vor Ort“ mit Infoveranstaltungen in den Quartieren der Stand der Dinge präsentiert, 2020 erfuhr die Zwischenpräsentation im Sophienspital (West) breite Resonanz. Danach ging es im IBA-Team in die heiße Schlussphase, mit einer Bestandsaufnahme und vor allem Qualitätsgesprächen mit allen Projekten…

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