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Von der Steinzeit bis ins Weltall – und dann? Künstliche Intelligenz als neuer Treiber von Innovation und Kreativität

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Die technologische Entwicklung der Menschheit ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Ob Gutenberg, Benz oder Röntgen: Auch deutsche Erfinder veränderten die Welt. Chris Boos ist ebenfalls ein Vorausdenker. Er gilt als Hidden Champion des digitalen Zeitalters und ist Mitglied im Digitalrat der Bundesregierung. Bereits mit Anfang 20 gründete er Arago, hierzulande eines der führenden Unternehmen für künstliche Intelligenz und spezialisiert auf die digitale Transformation.

Wie weit sind wir bei der künstlichen Intelligenz (KI) in der Forschung und Entwicklung, speziell in Deutschland und Europa? Was von dem grundsätzlich Denkbaren könnte aus Ihrer Sicht mittelfristig Realität werden? Sehen Sie da insbesondere in Bezug auf die Immobilienwirtschaft neue Entwicklungen?

In der Forschung ist weder Deutschland noch Europa im Hintertreffen. Auch wenn insbesondere China, aber auch die USA mehr Patente anmelden oder Papers schreiben, so sind doch fast alle Grundlagenerkenntnisse aus europäischer Feder. Bei der Entwicklung wird es schon schlechter. Denn die Unternehmen, die KI-Werkzeuge entwickeln, sind hier im frühen Investmentstadium noch gut vertreten – später dann gibt es fast keine mehr, weil schnell verkauft werden muss, da diese Deep-Tech-Unternehmen der europäischen Idee von sofort Umsatz und sofort profitabel nicht gewachsen sind.

Ganz schlecht sieht es mit der Anwendung aus. Wir sind so gut in unseren industrialisierten Prozessen, dass wir KI immer nur als Optimierung des Status quo nutzen und uns bei den fundamentalen Veränderungen auf Piloten oder Prototypen beschränken. Aber bei der Anwendung von KI wird der wirkliche Vorteil erwirtschaftet – wenn wir hier nicht besser werden, hilft uns die ganze Forschungsbrillanz leider nichts.

Chris Boos

Wie lassen sich Kreativität und Innovationskraft konkret durch Technologie fördern?

Das kann man wirklich kurz und bündig beantworten: dadurch, dass die Technologie die nicht kreativen oder innovativen Arbeiten wirklich alle erledigt und den Menschen dadurch mehr Zeit und Freiraum gegeben wird. Dabei entsteht die Zeit quasi automatisch, wenn die Maschinen etwas, was bisher ein Mensch tut, automatisch erledigen. Der Freiraum entsteht nur dann, wenn wir den Menschen, deren Kreativität nun zur Verfügung steht, auch einen Job geben, um diese anzuwenden, und nicht einfach die Effizienz kurzfristig einstreichen.

Chris Boos

Sind Sie auch privat jemand, der die neusten technischen Errungenschaften haben möchte, oder beschränkt es sich auf Ihr Arbeitsumfeld? …

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