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Mieter hatte die Flexschläuche selbst installiert und dabei einfach zu viel Kraft eingesetzt

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Der Mieter aus dem ersten Stock war nicht zu Hause, als in der Küche seiner Wohnung der Anschluss- Stutzen an einem der beiden Flexschläuche für die Spültischarmatur brach. Das Wasser lief in die Geschäftsräume im Erdgeschoss und weiter bis in den Keller. Durch eine Laboruntersuchung im IFS sollte die Schadenursache geklärt werden. Beim Ausbau brach auch der Anschluss-Stutzen des zweiten Schlauches. Beide wurden dem Institut zugeschickt.

Das zweite Bild zeigt den Blick auf die gereinigten Bruchflächen der beiden Stutzen. An dem schadenursächlichen hat sich das Messing rot verfärbt. Der Bruch ist bereits älter, und das Messing war dem Kontakt mit Wasser ausgesetzt. Dabei wurde es durch selektive Korrosion geschädigt. Die relativ frische Bruchfläche des anderen Stutzens hat die typisch gelbe Messingfarbe. Nur bei genauem Hinsehen, erkennt man innen bereits einen schmalen, rot verfärbten Ring. Während sich die Bruchflächen makroskopisch stark unterscheiden, ähneln sie sich auf mikroskopischer Ebene.

Die dritte Abbildung zeigt die Bruchfläche des ersten Stutzens in der 150-fachen und der 2400-fachen Vergrößerung, erstellt mit dem Rasterelektronenmikroskop des IFS-Labors in Kiel.

Dieser Blick in die Tiefe verrät zum einen, dass es keine Hohlräume im Messing gibt, die eine mangelhafte Qualität belegen würden. Zum anderen zeigt die Bruchfläche typische Strukturen von Spannungsrisskorrosion. Spannungsrisskorrosion – die zum Bruch des Stutzens geführt hat – kann bei einem solchen Bauteil durch zu harten Werkstoff oder zu geringe Wandstärke begründet sein, da beides erhöhte Zugspannungen im Messing verursacht…

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