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Jedes Jahr sprengt der Frost rund 120 000 Wasserleitungen. Viele werden zu spät entdeckt – Prävention hilft

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November. Die Tage werden kürzer, die Sonne hat nicht mehr die Kraft. Es ist Zeit für Winterreifen, weil plötzlich der Schnee sich auf den Straßen breitmachen kann. Ans Auto denken wir, aber wie steht es mit den Wasserleitungen rund ums Haus? Nun es ist für einen Wintercheck nicht zu spät. Denn es kann jeden treffen… Wir haben beim GDV und seinen Mitgliedern viele gute Tipps entdeckt, mit denen sich der einer oder andere Frostschaden leicht vermeiden lässt.

Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden entstehen jedes Jahr an den Gebäuden im Land. Das sind im Schnitt alle 30 Sekunden ein Leck, über 10 Prozent und mehr der Leitungswasserschäden entstehen durch Frost. Solche Schäden lassen sich mit einfachen Mitteln vermeiden:

  1. Das wirksamste Frostschutzmittel für Wasserrohre ist Wärme. Ausreichendes Beheizen der Installationen im Haus beugt Wasserschäden effektiv vor.
  2. Die Frostschutzstellung am Heizkörperventil schafft nur bedingt Sicherheit: Der so genannte Frostwächter sorgt lediglich dafür, dass der Heizkörper nicht einfriert. Rohre, die entfernt vom Heizkörper verlegt sind, werden nicht geschützt.
  3. Räume im Gebäude sollten immer ausreichend beheizt werden. Dazu das Ventil nie vollständig zudrehen. Vor allem unbeheizten und wenig genutzten Räumen wie Kellern, Vorrats- oder Abstellräumen, Gästezimmern und Gäste-WCs sollte besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.
  4. Auch in punkto Heizkosten ist eine konstante Raumtemperatur unter dem Strich häufig günstiger als das permanente Auf- und Abdrehen der Heizungsanlage.
  5. Leitungen im Außenbereich am besten entleeren und die Wasserzapfstellen absperren.

Wie entdeckt man den Frostschaden? Was tun, wenn es zu spät ist?

  • Wasserleitungen vorsichtig auftauen Ist eine Leitung eingefroren, gehen Sie behutsam vor: Tauen Sie die Leitung vorsichtig auf – zum Beispiel mit Föhn, Heizlüfter, Wärmflasche oder heißen Lappen. Am besten aber rufen Sie einen Fachmann.
  • Weg mit dem Bunsenbrenner. Niemals sollten Sie Leitungen mit offenem Feuer, Schwei߬brenner, Kerze, Infrarotstrahler oder Heißluftpistole enteisen – schließlich wollen Sie nicht noch zusätzlich einen Brandschaden.
  • Wasserzufuhr abstellen. Wenn Sie die Leitung auftauen, denken Sie daran, dass die Wasserzufuhr abgestellt ist. Ansonsten könnte aus dem Riss im Rohr plötzlich Wasser sprudeln und die Nässe Ihr Fundament beschädigen – oder Ihre Möbel.
  • Wasser auffangen. Wenn Wasser nach dem Auftauen durch ein Leck im Rohr ausfließt, seien Sie gerüstet. Sorgen Sie dafür, dass sich das Wasser nicht unkontrolliert verteilt und Wände oder Hausrat beschädigt. Räumen Sie Wertgegenstände beiseite. Stellen Sie auch den Strom ab. Nehmen Sie das Wasser auf und belüften Sie den Raum.

Weitere hilfreiche Tipps, wie Sie Ihr Haus im Winter vor Frostschäden schützen können.

Geplatzte Außenleitung

Trotz zunehmend kälteren Temperaturen wird gern vergessen, die Wasserzufuhr der Außenleitungen abzudrehen – beispielsweise für die Gartenbewässerung. Insbesondere bei plötzlichem Wintereinbruch kann es schnell passieren, dass eines der Wasserrohre zufriert und platzt…

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