Fachwissen bleibt in der Arbeitswelt unverzichtbar. Gleichzeitig verändern technologische und gesellschaftliche Entwicklungen, welche Kompetenzen im Berufsalltag gefragt sind. Umso wichtiger wird die Fähigkeit, sich auf Neues einzulassen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Genau dafür schaffen die Lerninseln Nord und Ost einen besonderen Raum.
Neue Branchenkolleginnen und -kollegen kennenlernen, sich Herausforderungen stellen und den gewohnten Ausbildungsalltag hinter sich lassen – diese Erfahrung machten auch in diesem Sommer jeweils rund 20 Auszubildende aus nord- und ostdeutschen Wohnungsunternehmen auf den Inseln Juist und Schwanenwerder.
Beide Lerninseln verbinden praxisorientierte und methodische Weiterbildung mit persönlicher Entwicklung. Die Teilnehmenden arbeiten an aktuellen Fragestellungen der Wohnungswirtschaft, trainieren ihre Präsentationsfähigkeit und erleben was möglich wird, wenn sie sich auf neue Situationen einlassen.
Lernen braucht Freiraum
Der Abstand zum Arbeitsalltag ist ein wichtiger Teil des Konzepts. Auf der Insel haben die Auszubildenden Zeit, sich intensiv mit den verschiedenen Aufgaben auseinanderzusetzen, miteinander zu diskutieren, Ideen weiterzuentwickeln oder auch mal zu verwerfen. Dabei entsteht in wenigen Tagen eine Dynamik, die auch die Coachingteams und Referierenden vor Ort immer wieder beeindruckt.

„Die Lerninsel schafft einen geschützten Rahmen, in dem junge Menschen ausprobieren, Verantwortung übernehmen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln können. Genau diese Erfahrungen bleiben weit über die Woche hinaus“, sagt Carsten Wiese, Head of Strategic Relationships bei Aareon, der die Lerninsel Nord auf Juist bereits seit vielen Jahren begleitet.
Eine Erfahrung, die Kathrin Riemenschneider, Gebietsleiterin Regionalvertrieb Ost/Süd bei Aareon, von der Lerninsel Ost auf Schwanenwerder teilt: „Mich begeistert besonders, wie schnell aus einer Gruppe mit durchaus unterschiedlichen Persönlichkeiten ein echtes Miteinander entsteht. Im Austausch entwickeln sich neue Perspektiven – nicht nur für die Teilnehmenden, sondern auch für uns als Begleitende.“
Zukunftsthemen gemeinsam gestalten
In Workshops und Projektarbeiten beschäftigen sich die Auszubildenden mit aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Wohnungswirtschaft. Auf der Lerninsel Juist spielte 2026 erneut der Einsatz künstlicher Intelligenz eine wesentliche Rolle. Wo kann KI im Arbeitsalltag unterstützen? Wo schafft sie konkreten Mehrwert? Was verändert sich dadurch für Mitarbeitende? Und welche Grenzen und Rahmenbedingungen gilt es zu berücksichtigen?
Auf der Lerninsel Schwanenwerder stand die Frage im Mittelpunkt, wie sich ein bestehendes Gebäude nachhaltig, flexibel und zukunftsfähig weiterentwickeln lässt. Die Teams erarbeiteten unterschiedliche Nutzungskonzepte und setzten sich dabei mit Klimaanpassung, neuen Wohn- und Arbeitsformen sowie wirtschaftlichen und sozialen Aspekten auseinander.
Mut, Vertrauen und Teamgeist
Dass persönliche Entwicklung nicht im Seminarraum endet, gehört zum besonderen Charakter der Lerninseln. Auf Juist wechseln die Teilnehmenden vom Workshop in den Segelflugkurs. Auf Schwanenwerder geht es nach der Theorie zum Segeln auf dem Wannsee. Was zunächst nach einem Freizeitprogramm klingt, folgt demselben Prinzip wie die fachliche Arbeit: Neues ausprobieren, Unsicherheit aushalten, Verantwortung übernehmen und als Team funktionieren.
Beim Segelfliegen bekommt das eine sehr konkrete Dimension. Wer sich in ein Flugzeug setzt und unter Anleitung verantwortungsvolle Aufgaben übernimmt, verlässt vertrautes Terrain und erweitert seine Perspektive.
Auf Schwanenwerder heißt es unter dem Motto „Gemeinsam über Wasser halten“ Leinen los. Nach einer theoretischen Einführung erleben die Teilnehmenden beim Segeln unmittelbar, wie wichtig Vertrauen, Einsatzbereitschaft, Kommunikation und Zusammenspiel sind. Den Abschluss bildet eine Regatta auf dem Wannsee.

Was in einer Woche wachsen kann
Große Spannung auch bei der Abschlussveranstaltung: Auf beiden Lerninseln präsentieren die Auszubildenden stolz vor Führungskräften sowie Vertreterinnen und Vertretern ihrer Unternehmen, was sie in den Tagen zuvor im Team erarbeitet haben. Viele nehmen aus dieser Woche etwas mit, das weit über einzelne Methoden oder Workshopinhalte hinausgeht: die Erfahrung, dass sie mehr können, als sie sich zuvor vielleicht selbst zugetraut haben.
Eine Teilnehmerin brachte die besondere Wirkung der Lerninsel auf den Punkt: „Diese Woche hat mir einmal mehr gezeigt, dass persönliches Wachstum dort beginnt, wo die Komfortzone endet.“

Aareon engagiert sich seit vielen Jahren für beide Lerninseln.
Die Lerninsel Nord auf Juist ist ein gemeinsames Projekt von Aareon Deutschland, dem Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) und dem vdw Niedersachsen Bremen. Die Lerninsel Ost auf Schwanenwerder wird von der BBA – Akademie der Immobilienwirtschaft ausgerichtet und von Aareon sowie dem BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, dem Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG) und dem Verband Thüringer Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vtw) unterstützt.
Für die Lerninseln 2027 stehen die Termine bereits fest: Die Lerninsel Nord auf Juist findet vom 17. bis 24. Juli 2027 statt, die Lerninsel Ost auf Schwanenwerder vom 1. bis 6. August 2027. Die Bewerbungsfristen werden von den Veranstaltern noch bekannt gegeben.
Quelle: Aareon / Stefanie Meik

