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Meine Vision für 2026 – mehr gemeinsames Anpacken, mehr Innovationsfreude und mehr Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft

gemeinsames Anpacken, Innovationsfreude und mehr Vertrauen
Klaus Franken, Foto: Catella, https://www.catella.com/de/deutschland/project-management

Von Klaus Franken, CEO Catella Project Management

2026 wird ein entscheidendes Jahr für den Wohnungsbau in Deutschland. Die zentrale Frage lautet: Wie können wir bezahlbaren, nachhaltigen und zugleich rentablen Wohnraum schaffen – und zwar ohne auf staatliche Subventionen zu warten? Mit dem Cooperative Innovative Living Germany-Programm (CILG) haben wir im vergangenen Jahr gezeigt, dass genau das möglich ist, wenn wir etablierte Prozesse mutig hinterfragen. Jetzt geht es darum, diesen Ansatz bundesweit zu skalieren.

Der Markt hat sich neu sortiert: Qualität, Kapitalkraft, Verlässlichkeit und Innovationsfähigkeit bestimmen wieder das Tempo. Darauf baut CILG auf – mit verschlankten Planungsstrukturen, skalierten Bauprozessen und konsequent nachhaltigen Standards. Das Ziel für 2026 ist klar: Noch mehr Kommunen, Investoren und Partner für ein System zu gewinnen, das Baukosten senkt, Bauzeiten verkürzt und gleichzeitig den Nutzwert der Wohnungen erhöht. Denn nur wenn das Produkt stimmt, bleibt Wohnen bezahlbar – und Investments langfristig stabil.

Die Praxis liefert bereits starke Belege: Die Seestadt, das größte KlimaQuartier.NRW, zeigt, wie regenerative Energieversorgung Nebenkosten spürbar reduziert. Die Düssel-Terrassen, das zweitgrößte KlimaQuartier.NRW des Landes, demonstrieren, dass hohe Effizienzhaus-Standards und nutzerorientierte Mobilitätskonzepte nicht teuer, sondern wirtschaftlich sinnvoll sind. Und mit Projekten wie SILBerlin und der Umwandlung der ehemaligen Thyssen-Zentrale im Living Circle beweisen wir, welches Potenzial in innovativer Projektpartnerschaft und mutiger Bestandsentwicklung liegt.

Bis 2030 werden wir bundesweit mindestens 10.000 neue Wohneinheiten im Rahmen von CILG schaffen – in unterschiedlichsten Regionen und für alle Alters- und Einkommensgruppen. Entscheidend bleibt die grundlegende Denkweise: Nicht die kurzfristige Fertigstellung oder „der schnelle Exit“ zählt, sondern die Leistungsfähigkeit des Gebäudes über Jahrzehnte hinweg. Barrierefreie Grundrisse, bezahlbare Mobilität, niedrige Energiekosten und kompakte, klug möblierbare Wohnflächen sind keine Details, sondern die Basis für echte Bezahlbarkeit.

Was erhoffe ich mir für 2026? Noch mehr Mut zur Kooperation: zwischen Städten, Investoren, Bauwirtschaft und Finanzierern. Was fürchte ich? Dass wir in alte Routinen zurückfallen: zu viel Regulierung, zu wenig Entscheidungsfreude und wieder ein Fokus auf Forderungen an die Politik statt auf pragmatische Lösungen. Die Branche hat es selbst in der Hand – und CILG macht deutlich, dass Fortschritt möglich ist, wenn Prozesse gezielt aufgesetzt werden.

Mein Wunsch für das neue Jahr: mehr gemeinsames Anpacken, mehr Innovationsfreude und mehr Vertrauen in die eigene Gestaltungskraft – damit bezahlbarer Wohnraum in großem Volumen wieder Realität wird.

Klaus Franken

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Meine Vision für 2026 – Die beste Sanierung passiert im laufenden Betrieb

Die beste Sanierung passiert im laufenden Betrieb
Dr. Dirk Then, CEO der noventic group. Foto: https://noventic.com/

Von Dr. Dirk Then, CEO der noventic group

Ich blicke auf 2026 nicht als ferne Zukunft, sondern als Arbeitsauftrag für heute. Wohnungsunternehmen stehen unter hohem wirtschaftlichem und regulatorischem Druck. Viele Großprojekte sind aktuell wirtschaftlich nicht machbar. Deshalb müssen wir dort ansetzen, wo Wirkung ohne Baustelle entsteht: im laufenden Betrieb.

Meine These: Bevor wir über große Investitionen und neue Technik entscheiden, brauchen wir harte Betriebsdaten, die zeigen, was das Gebäude tatsächlich braucht. Nur so kann jeder investierte Euro maximale Wirkung entfalten.

Ein zentraler Hebel liegt in der Wärmeversorgung. Rund 70–80 Prozent der gebäudebezogenen Emissionen entstehen hier – genauso wie ein Großteil der Verbrauchskosten. Dämmung und Heizungstausch bleiben wichtig, sind jedoch teuer und amortisieren sich langsam. Digitale, geringinvestive Lösungen wirken hingegen sofort: Sie machen den Bestand transparent, steuern bedarfsgerecht und heben Effizienzpotenziale ohne aufwändige bauliche Eingriffe.

Woran ich das festmache? Wir entwickeln digitale Lösungen, die unseren Kunden Transparenz schaffen, Effizienzpotenziale sichtbar machen und damit Entscheidungen erleichtern. Auf dieser Basis entsteht ein lernendes System, das Fehlfunktionen frühzeitig erkennt, Abweichungen sichtbar macht und den Betrieb kontinuierlich optimiert.

Mein Angebot an die Branche: Wir schaffen die Datenbasis für faktenbasierte Entscheidungen – heute im Betrieb, morgen für Investitionen. Weg von Annahmen und Sicherheitszuschlägen, hin zu messbarer Effizienz und klarer Priorisierung. So wird Transformation planbar, Schritt für Schritt.

Was mir Sorge bereitet, ist die anhaltende regulatorische Unsicherheit. Investitionen brauchen Verlässlichkeit, Innovation braucht Orientierung. Mein Appell an die Politik: Setzen Sie klare Leitplanken und Planungssicherheit – dann liefert die Branche.

Mein Wunsch für 2026 ist deshalb: mehr Vertrauen in digitale, datenbasierte Ansätze und der gemeinsame Wille, das Machbare jetzt umzusetzen. Wenn wir den Betrieb digital meistern, sinken Verbräuche, steigen Entscheidungsqualität und Wohnsicherheit. So wird der Gebäudebestand effizienter – nicht irgendwann, sondern ab heute.

Dr. Dirk Then

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Wir gehen optimistisch und selbstbewusst in die Zukunft!

Wir gehen optimistisch und selbstbewusst in die Zukunft!
Christoph Hugenberg, Foto: Roto / https://www.roto-frank.com/de/dst/german-made

Von Christoph Hugenberg, Alleinvorstand der Roto Frank Holding AG

Es hat sich früh abgezeichnet, dass im neuen Jahr bekannte Herausforderungen auf uns warten. Unstete oder stagnierende Märkte, weltpolitische Geschehnisse – Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben. Worauf wir allerdings Einfluss haben, ist, wie wir mit diesen Gegebenheiten umgehen.

Als Unternehmensgruppe haben wir hierzu eine klare Haltung: Wir gehen optimistisch und selbstbewusst in die Zukunft, die wir im Sinne unserer Kunden gestalten. Dafür analysieren wir auch 2026 genau, was sie brauchen und was wir tun können, um sie beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen leiten wir die entsprechenden Maßnahmen ab und entwickeln uns, unsere Lösungen und unsere Prozesse konsequent weiter.

Aus Management-Sicht ist dies eine der zentralen Aufgaben für alle Roto Divisionen: Es gilt mehr denn je, Abläufe und Prozesse zu verbessern. Das begeistert zum einen unsere Kunden, die von mehr Geschwindigkeit, größerer Flexibilität oder auf andere Weise profitieren. Zum anderen ist es für das Unternehmen selbst entscheidend, um Kosten zu kontrollieren, weiterhin wirtschaftlich verantwortungsvoll zu agieren und die eigene finanzielle Stärke wahren zu können.

In den vergangenen Jahren haben wir mit unserem kundennutzenorientierten „Spielsystem“ bereits viel erreicht und werden damit auch weiterhin neue Kunden und Marktanteile gewinnen. Zusätzlich ist anorganisches Wachstum geplant: Wir beobachten verstärkt die Märkte in Hinblick auf gute Akquisitionsmöglichkeiten, die unser Portfolio sinnvoll erweitern und mit dem wir uns noch breiter positionieren. 

Für all das braucht es die richtigen Menschen, die Entscheidungen treffen, Teams weiterentwickeln und Roto voranbringen möchten – und die dafür auch Unwägbarkeiten mit Begeisterung begegnen. Wir sind hier ebenfalls stark aufgestellt und freuen uns darauf, für unsere Kunden unser Bestes zu geben.

Diese Freude am Anpacken ist auch mein Wunsch für Sie!

Ihr
Christoph Hugenberg

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2026 – Grenzen verschwimmen, neue Partnerschaften sind Gebot der Stunde

2026 - Grenzen verschwimmen, neue Partnerschaften
Hartmut Michels. Foto: DEUMESS / Andreas Friese https://deumess.de/umkreissuche/

Von Hartmut Michels, Vorstand DEUMESS e.V.

Die Messdienstbranche ist in Bewegung. Mehr noch: Alle Akteure rund um die Analyse und Steuerung von Immobilien mit Hilfe von Daten sind in Bewegung. Das Schöne ist: Anders als beim Silvesterfeuerwerk bewegen sich die einzelnen Funken nicht voneinander weg, sondern aufeinander zu. Wo bis vor einigen Jahren noch Strom hier und Wasser und Wärme dort stand, der eine in der Wohnung und der andere am Haus unterwegs war, fließt nun alles zusammen. Es geht um die integrierte Betrachtung kompletter Gebäude über alle Energieträger, Gewerke und technischen Ansätze hinweg. Das kann keiner allein.

Grenzen verschwimmen darum, neue Partnerschaften sind nicht nur möglich, sondern das Gebot der Stunde. Gerade für mittelständische und kleine Player eröffnet das neue Chancen. Sie werden sich 2026 und den kommenden Jahren gemeinsam zu einem neuen Ökosystem entwickeln und sich über Partnerschaften und gemeinsame Kundenprojekte völlig neue Märkte erschließen.

Das bedeutet mehr Konkurrenz in der klassischen Messdienstleistung und mehr Chancen für Wachstum in neuen Bereichen. Beides tut der Branche gut.

Für mich als Vorstand des DEUMESS e.V., der über 220 kleine und mittelständische Messdienstleister sowie Wohnungs- und Energieunternehmen vertritt, ist das eine großartige Zukunftsperspektive. Sie wird allen Beteiligten völlig neue Möglichkeiten bieten – umso mehr, wenn sie sich dieses neue Feld mit Hilfe von KI erschließen und so die eigenen Abläufe sowie die Services für Vermieter und Bewohner noch einfacher, schneller und besser machen.

Wir als Verband wollen dabei für unsere Mitglieder und ihre Partner eine maßgebliche Rolle spielen. Dazu gehört, dass wir unser Schulungsangebot 2026 erneut weiter ausbauen, um gerade Themen wie „KI“, aber auch „Geschäftsentwicklung“ zu stärken. Unser Fachkongress im Mai wird unter dem Motto „Messwesen neu denken: Daten. Schnittstellen. Partner“ eine Plattform bieten, um sich über eben diese Zukunftsthemen zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen.

Und last but not least arbeiten wir für 2026 selbst an einem KI-Angebot, mit dem unsere Mitglieder ihr Geschäft stetig weiter optimieren können. Wir helfen damit gerade auch kleineren Unternehmen. Sie hätten nicht die Ressourcen für eine komplett eigenständige Transformation, leisten aber im Feld Tag für Tag hervorragende Arbeit für ihre Kunden.

Umso wichtiger ist, dass es ein klares regulatives Umfeld und einen offenen Markt gibt. Dazu müssen offene Fragen schnell und in Abstimmung mit Experten aus dem Feld geklärt werden. Die aktuellen Unsicherheiten, wie etwa rund um das GEG und die EPBD, das offene Thema der Kundenanlage beim Mieterstrom oder die Idee, grundzuständige Messstellenbetreiber zu Lasten von wettbewerblichen zu benachteiligen, sind Gift für Innovation und Wettbewerb. Zudem muss Konsens bleiben: Einen klimaneutralen Gebäudebestand kann es nicht ohne energieeffizienten Immobilienbetrieb geben.

Ich wünsche mir darum für 2026 von den aktiven Akteuren, sei es in der Branche, der Politik oder in anderen Verbänden, dass wir die Möglichkeiten weiterer Digitalisierung und darauf aufsetzend KI sowie von Partnerschaften auch über Branchengrenzen hinweg noch intensiver nutzen. Dafür brauchen wir Unternehmerwillen, ein wenig Mut und vor allem einen sicheren rechtlichen Rahmen, der Innovation unterstützt.

Hartmut Michels

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Herausforderung Wärmewende – es sind viele Lösungen da, auch für den Bestand.

Wärmewende: viele Lösungen da, auch für den Bestand
Dror Peled, Deputy Division Manager und General Manager Marketing & Export Sales bei Mitsubishi Electric, Living Environment Systems, Foto:Mitsubishi Electric https://www.mitsubishi-les.com/de-de/

Von Dror Peled, Deputy Division Manager und General Manager Marketing & Export Sales bei Mitsubishi Electric, Living Environment Systems

Der Blick ins Jahr 2026 stimmt uns sehr zuversichtlich. Schließlich haben vor allem die Entwicklungen der vergangenen Monate klar gezeigt: Als zukunftsweisende Lösung ist die Wärmepumpe nicht nur im Neubau angekommen. Mehr und mehr etabliert sie sich auch in Bestandsgebäuden als zuverlässiger Wegbereiter für die Wärmewende. Ein Trend, den wir aktiv unterstützen und den wir mit der Entwicklung unterschiedlichster Lösungen weiter forcieren möchten.

Ein Beispiel hierfür ist die externe, GEG-konforme Wärmepumpen-Heizzentrale, mit der wir eine schnelle und effiziente Lösung für die serielle Sanierung im Mehrfamilienhaus-Bestand auf den Weg gebracht haben. Das Containermodul, in dem die Kaskade vollständig vorkonfiguriert ist, wird anschlussfertig geliefert, was die Arbeiten vor Ort erheblich verkürzt und vereinfacht. Gerade in Gebäuden, in denen Heiz- bzw. Technikräume fehlen, stellt die Heizzentrale eine ideale Lösung für eine Zentralisierung der Heizung dar. 

Soll hingegen die dezentrale Versorgung der Wohnungen bestehen bleiben, sind die Luft/Luft-Wärmepumpen unserer M-Serie eine optimale Wahl. Im letzten Jahr konnten wir zum Beispiel eine Wohnungswirtschaft aus Düsseldorf erfolgreich dabei unterstützen, zahlreiche Wohnungen umzurüsten und sie fit für die Zukunft zu machen. 

Darüber hinaus haben wir mit verschiedenen Großwärmepumpen auch Lösungen für die Wärmeversorgung ganzer Quartiere im Programm. In Künzelsau beispielsweise versorgen vier reversible Großwärmepumpen vom Typ MEHP-iS mit einer Gesamtleistung von 320 kW mehrere Wohnblocks zuverlässig mit Wärme und Trinkwarmwasser. Was die Systeme besonders auszeichnet, ist ihre 100%-ige Nutzung Erneuerbarer Energien.

Dank neuer Modelle unserer City Multi VRF-Systeme, die wir in diesem Jahr auf den Markt bringen werden, können wir eine noch breitere Lösungsvielfalt für nahezu jeden Bedarf anbieten. Dabei sorgt die überarbeitete Konstruktion sowie neu entwickelte Bauteile wie der Wärmeübertrager für noch mehr Effizienz.

Viele Lösungen sind da und aus der Baukrise könnte ein Aufbruch werden – entscheidend dafür sind jedoch entschlossene politische Entscheidungen, ein deutlicher Abbau der Bürokratie und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Wir fordern entsprechendes Handeln seitens der Politik und freuen uns darauf, mit all unseren Ideen und Innovationen die Wärmewende weiter nach vorne zu bringen.

Doch zuvor wünschen wir Ihnen, dass Sie ebenso zuversichtlich das neue Jahr begrüßen können und viele positive Ereignisse auf Sie warten.

Dror Peled

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Verhaltene Stabilisierung 2026 könnte in einen echten Aufschwung münden, wenn…

Stabilisierung 2026 könnte in einen Aufschwung münden, wenn…
Thomas Zahlmann. Foto: Hanno Mertin, whs, https://www.whs-wuestenrot.de/

Von Thomas Zahlmann, Geschäftsführer der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS)

Die vergangenen Jahre, geprägt von geopolitischen und wirtschaftlichen Krisen, stark gestiegenen Zinsen und Baukosten sowie sinkenden Exit-Preisen, haben den Immobilienmarkt deutlich belastet. Dennoch hoffen wir, dass sich die bislang verhaltene Stabilisierung 2026 in einen echten Aufschwung verwandelt.

Viele Projektentwicklungstransformationen hin zu marktfähigen und wirtschaftlichen Konzepten sind abgeschlossen. 2026 steht daher im Zeichen neuer Baubeginne – getragen von der Erwartung, dass die Nachfrage nach kompakten, nachhaltigen Wohnimmobilien weiter zunimmt.

Ob der „Bauturbo“ dabei tatsächlich eine flächendeckende und durchgreifende Wirkung entfalten kann, sehen wir jedoch skeptisch. Projektentwicklungen sollten weiterhin auf soliden Grundlagen statt auf Förderkulissen oder Hoffnung basieren.

Alles Gute für das neue Jahr,

Thomas Zahlmann

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Meine Vision für 2026 – Offene ERP-Lösung für die Wohnungswirtschaft

Offene ERP-Lösung für die Wohnungswirtschaft
Jens Starkjohann. Foto: https://www.ascavo.com/unsere-innovationen/

Von Jens Starkjohann, Vorstand ASCAVO AG

Die Wohnungswirtschaft bleibt in Bewegung und das gilt auch für den ERP-Markt. Schon 2025 hat sich gezeigt, dass viele Wohnungsunternehmen nach neuen Wegen suchen, um ihre IT-Landschaft unabhängiger aufzustellen und Risiken sowie Abhängigkeiten zu reduzieren. Wir rechnen damit, dass sich diese Bewegung 2026 fortsetzt.

Unser Ziel für 2026 ist es, die Wohnungswirtschaft weiterhin als unabhängiger Anbieter von ERP-Lösungen dabei zu unterstützen, mehr Eigenständigkeit zu gewinnen und eigene Wege abseits der etablierten Branchensysteme zu gehen.

Wir erhoffen uns, dass Wohnungsunternehmen die Chancen offener Systeme noch stärker nutzen. ASCAVO bietet Wohnungsunternehmen daher eine offene ERP-Lösung auf Basis von SAP S/4HANA an. Denn ein ERP-System auf Basis von SAP S/4HANA gibt ihnen die Freiheit, den Betreuungspartner bei Bedarf zu wechseln und einen beliebigen alternativen Anbieter zu suchen, der ebenfalls SAP S/4HANA bedienen kann. Gleichzeitig lassen sich zusätzliche, SAP-kompatible Lösungen unkompliziert integrieren. Dadurch entsteht ein starkes Ökosystem, das mit den Anforderungen mitwächst. 

Gerade diese freie Integrierbarkeit ist heute besonders wichtig, da Prozesse zunehmend über System- und Unternehmensgrenzen hinweg digitalisiert werden. Im Idealfall entsteht ein durchgängig digitalisierter Prozess unter Einbindung aller Beteiligten: Ein Schaden wird per Mieter-App gemeldet, in SAP S/4HANA automatisch verarbeitet, an den Handwerksbetrieb übermittelt und nach Rückmeldung geprüft und bezahlt. Damit diese Potenziale voll ausgeschöpft werden können, braucht es Offenheit und Flexibilität in der Systemlandschaft. Denn geschlossene Systeme und feste Abhängigkeiten können die digitale Weiterentwicklung unnötig erschweren.

Deshalb setzt unser wohnungswirtschaftliches Systemtemplate ASCAVO.VESTA konsequent auf den SAP-Standard, sodass unsere Kunden ihr System auch unabhängig von ASCAVO weiter betreiben und ausbauen können. Dabei entscheiden Wohnungsunternehmen selbst, welche ergänzenden Lösungen sie anbinden möchten.

Mit dieser Philosophie wünschen wir der Wohnungswirtschaft für 2026 viel Erfolg, Freiheit und Unabhängigkeit bei der Digitalisierung ihrer Prozesse.

Jens Starkjohann

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Denkmal Stuttgarter Opernhaus – 30 Architekturbüros im Wettbewerb für Sanierung – Ende 2026 wird entschieden

Denkmal Stuttgarter Opernhaus - Wettbewerb für Sanierung
Christoph Niethammer. Foto: https://www.prowst.de/

Von Christoph Niethammer, Geschäftsführer ProWST

2026 markiert einen wichtigen Meilenstein für eines der bedeutendsten Kulturprojekte Deutschlands: die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung des Opernhauses in Stuttgart. Die Württembergischen Staatstheater gehören zu den herausragenden Kultureinrichtungen des Landes. Oper und Ballett genießen internationale Anerkennung, jedes Jahr kommen hunderttausende Besucherinnen und Besucher nach Stuttgart.

Diese Qualität zu sichern und zugleich die baulichen Voraussetzungen für den zukünftigen Spielbetrieb des größten Dreispartenhauses der Welt zu schaffen, ist unsere Verantwortung.

In diesem Jahr geht der Architekturwettbewerb für die Sanierung, Modernisierung und bauliche Erweiterung des denkmalgeschützten Opernhauses in die erste Runde. 30 renommierte Architekturbüros aus aller Welt erarbeiten bis April ihre Entwürfe. Nach einer ersten Preisgerichtssitzung im Mai 2026 wird das Teilnehmerfeld für die zweite Bearbeitungsphase reduziert. Ende des Jahres kürt das hochrangig besetzte Preisgericht die Siegerentwürfe.

Gesucht wird ein zeitloser und zugleich anpassungsfähiger Entwurf, der das historische Littmann-Ensemble zukunftsfähig macht und stärker mit dem angrenzenden Stadtraum verbindet. Angesichts der Entwicklung der öffentlichen Finanzen hat die Wirtschaftlichkeit dabei höchste Priorität. Realistische Kostenplanung, laufende Kostenverfolgung und die konsequente Identifikation von Einsparpotenzialen begleiten das Projekt daher über die gesamte Laufzeit.

Mit dem Wettbewerb legen wir 2026 die planerische und fachliche Grundlage für die nächste Phase der Umsetzung – architektonisch, funktional und finanziell. Auf diesen Schritt freue ich mich besonders, weil er Klarheit schafft und den weiteren Weg verlässlich vorbereitet. Parallel dazu treiben wir die weiteren Teilprojekte voran: den Neubau der Werkstätten sowie den Interimsstandort, der den Spielbetrieb für Oper und Ballett während der rund zehnjährigen Sanierungszeit des Opernhauses sicherstellen soll.

Begleitet wird das Gesamtvorhaben von einer Fragestellung, die bundesweit relevant ist: Wie lassen sich Kulturbauten wirtschaftlich verantwortungsvoll sanieren und erhalten? Viele Opern-, Theater- und Konzerthäuser in Deutschland stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Gestiegene Baukosten treffen auf angespannte Haushaltslagen. Umso wichtiger sind transparente Verfahren, belastbare Zahlen und klare Steuerungsinstrumente.

Was ich mir für 2026 erhoffe, ist vor allem Kontinuität in den Rahmenbedingungen und Verlässlichkeit bei den Entscheidungsprozessen. Wirtschaftlichkeit ist dabei keine Einschränkung, sondern vielmehr die Voraussetzung dafür, kulturelle Großprojekte tragfähig umzusetzen. Gelingt dieser Ausgleich, kann dieses Jahrhundertprojekt auch über Stuttgart hinaus Vorbildcharakter haben.

Mit den besten Wünschen für das neue Jahr

Christoph Niethammer

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Meine Vision für 2026 – Die digitale Dekarbonisierung im Gebäudebestand geht endgültig in den Regelbetrieb über

Die digitale Dekarbonisierung im Gebäudebestand
Christopher von Gumppenberg. Foto: https://kugu.de/energy-suite

Von Christopher von Gumppenberg, Geschäftsführer KUGU Home GmbH

2026 wird für mich das Jahr, in dem digitale Dekarbonisierung im Gebäudebestand endgültig vom Pilotstatus in den Regelbetrieb übergeht. Wir stehen an einem Punkt, an dem die technischen Möglichkeiten vorhanden sind – jetzt geht es darum, sie flächendeckend, einfach und wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Für KUGU bedeutet 2026 vor allem: Wirkung skalieren. Wir haben die Pilotphase bei vielen Kunden erfolgreich durchlaufen und kommen nun in den Rollout. Unser Fokus liegt darauf, Heizungsanlagen intelligent zu optimieren, Energieverbräuche transparent zu machen und so die Grundlage für messbare CO₂-Reduktion im Bestand zu schaffen – ohne umfangreiche bauliche Eingriffe und ohne Komfortverluste für die Bewohnerinnen und Bewohner. Konkret investieren wir in die Weiterentwicklung unserer Energy Suite, in ein praxisnahes Nutzerportal und in eine noch engere Verzahnung von Energiemanagement und Abrechnung.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch auf der Erweiterung unserer Lösungen im Bereich moderner multivalenter Heizsysteme und der Sektorenkopplung. Die Zukunft des Gebäudebestands liegt nicht in eigenständigen Systemen, sondern im intelligenten Zusammenspiel von Wärme- und Stromanwendungen. Wärmepumpen, Photovoltaik und dynamische Stromtarife müssen digital orchestriert werden, damit sie netzverträglich, stabil und wirtschaftlich betrieben werden können. Dafür entwickeln wir datenbasierte Steuerungslogiken, die Wärme- und Stromsysteme zusammenführen, Lastspitzen reduzieren und Flexibilitäten gezielt nutzbar machen.

Was mich optimistisch stimmt, ist die wachsende Offenheit der Wohnungswirtschaft für datenbasierte Lösungen. Immer mehr Entscheider erkennen: Dekarbonisierung ist kein abstraktes Klimaziel, sondern eine operative Aufgabe mit klaren wirtschaftlichen Effekten. Unsere digitalen Lösungen ermöglichen heute Einsparungen von im Schnitt über 20 Prozent. Dieses Potenzial 2026 konsequent zu heben, ist eine enorme Chance für die gesamte Branche.

Gleichzeitig sehe ich auch Risiken: Uneinheitliche regulatorische Vorgaben, fehlende Investitionssicherheit und zu komplexe Prozesse können den Fortschritt bremsen. Meine größte Sorge ist dabei nicht ein Mangel an Technologie, sondern ein Mangel an Umsetzungskraft. Wenn wir uns in Detailvorgaben verlieren, statt pragmatisch zu handeln, verlieren wir wertvolle Zeit.

Mein Ziel für 2026 ist daher klar: Digitalisierung so einfach, verlässlich und wirksam zu machen, dass sie zum selbstverständlichen Werkzeug der Wohnungswirtschaft wird. Das ist unser Anspruch bei KUGU. Dekarbonisierung muss vom Sonderprojekt zum Teil des täglichen Betriebs werden.

Mein Wunsch für das neue Jahr: mehr Mut zur Umsetzung, mehr Vertrauen in digitale Lösungen und mehr gemeinsame Verantwortung für den Gebäudebestand.
Christopher von Gumppenberg

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