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Norderstedts Stadtvertretung bleibt bei starrer 50-Prozent-Quote: Verbände beendet Gespräche über ein Bündnis für das Wohnen

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Die Wohnungswirtschaft hat am Mittwoch die Gespräche über ein Bündnis für das Wohnen in Norderstedt für beendet erklärt. Beide Verbände haben in einem gemeinsamen Schreiben Oberbürgermeisterin Roeder über diesen Schritt informiert.

Keine Geschäftsgrundlage für vertrauensvolle Verhandlungen auf Augenhöhe

„Grund ist der mehrheitliche Beschluss der Stadtvertreterversammlung vom Dienstagabend, wonach künftig bei Wohnungsbauprojekten auf öffentlichen Grundstücken mindestens die Hälfte der Wohnungen nach den Richtlinien des geförderten Wohnungsbaus zu errichten ist“, erklärten Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), und Dr. Verena Herfort, Geschäftsführerin des BFW Landesverband Nord, am Mittwoch. „Mit dieser nicht abgestimmten und einseitigen Entscheidung eines der Partner gibt es keine Geschäftsgrundlage für vertrauensvolle Verhandlungen auf Augenhöhe mehr. So ergeben weitere Gespräche keinen Sinn. Wir arbeiten nur dort engagiert und zielorientiert mit, wo wir auch gewollt sind.“

Ohne wirtschaftlichen Sachverstand und ohne fachliche Beratung

„Politiker, die glauben, ohne wirtschaftlichen Sachverstand und ohne fachliche Beratung auszukommen, müssen ihren Weg allein weitergehen“, heißt es in der Erklärung von Breitner und Herfort weiter. „Die Arbeit in einem Bündnis für das Wohnen kann nicht unter der Vorgabe von politischen Ideologien erfolgreich sein. Notwendig sind stattdessen Pragmatismus, Augenmaß und Lösungen, die in der Realität des Wohnungsbaus auch wirklich umsetzbar sind. Wer die Ideologen in den eigenen Reihen zufriedenstellen will, kann nicht zugleich Partner verantwortungsvoller Politik sein.“

Pauschale Vorgaben erschweren den Wohnungsbau massiv

„Wir stehen zu unserer sozialen Verantwortung und nehmen die Bedürfnisse der Stadt sehr ernst“, erklärten Breitner und Herfort weiter. „Allerdings führt eine starre 50-Prozent-Quote dazu, dass viele Wohnungsbauprojekte angesichts hoher Grundstückspreise und dramatisch gestiegener Baukosten nicht mehr umgesetzt werden können…

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