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Smarter Heizungskeller für energieeffizienten Gebäudebetrieb. Prof. Dr. Viktor Grinewitschus und Andre Beblek erklären, warum es wichtig ist.

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Es ist bekannt, dass ein wesentlicher Schlüssel für den energieeffizienten Gebäudebetrieb in der optimierten Betriebsführung und der Assistenz des Nutzers beim energieeffizienten Verhalten liegt. Wie groß ist das Potenzial in der Praxis und wie lässt sich dieses erschließen? Um diese Frage zu beantworten, ist es unabdingbar, eine hohe Transparenz über den Gebäudestatus und die Arbeitsweise der darin vorhandenen Technik zu bekommen.

Klassische Gebäudeautomationssysteme bieten hier keine allzu umfangreiche Unterstützung. So lässt sich der Verlauf verschiedener Parameter (Temperaturen, Verbräuche) als Trendkurven visualisieren, insbesondere bei komplexen Anlagen reicht dies jedoch nicht aus. Die Interpretation der Trendkurven erfordert umfangreiches Spezialwissen über die Zusammenhänge im Gebäude und in der Betriebsführung.

Nutzer benötigen ein zeitnahes Feedback über die Wirkung ihres Verhaltens, haben aber im Normalfall keinen Zugriff auf die Gebäudeleittechnik. Daher befindet sich die klassische Gebäudeleittechnik in einem Dilemma. Einerseits werden dringend intelligentere Konzepte benötigt, um umfangreiche Effizienzpotenziale zu heben. Andererseits ist der aktuelle Planungs- und Bauprozess nicht wirklich geeignet, solche, vor allem informationstechnische Innovationen, einzufordern. Es gibt immer noch einen logischen Bruch zwischen der Planung und der Realisierung im Prozess. Um diesen zu überwinden, ist eine mutige, enge Zusammenarbeit zwischen den Anwendern, Bauherren, Nutzern und nicht zuletzt den Anbietern von Produkten unabdingbar, die sich stärker an den Möglichkeiten als an einer vermeintlichen Risikobegrenzung orientiert. Die aktuelle Vorgehensweise bringt nur einfache Standardfunktionen mit einem geringen Innovationsgrad hervor und fokussiert auf die gute Abgrenzung der Leistungen zwischen Planern und ausführenden Firmen, wo ein integraler Gesamtansatz hin zum Gebäude als optimiertes Gesamtsystem notwendig ist.

Es braucht einen Paradigmenwechsel

In Ausschreibungen wird gefordert, dass für die verschiedenen Produkte viele Vergleichsangebote möglich sein müssen, was wiederum die Gleichmachung von Produkten fördert, ohne dass die Vorteile einer Standardisierung auf der Ebene übergeordneter Funktionen wirklich gehoben werden. Das Ergebnis sind funktionale Inseln mit einer Vielfalt von lokalen Funktionen, die sich auf der Systemebene für die Optimierung nicht oder nur mit sehr großem Aufwand nutzen lassen. Wirklich innovative Funktionskonzepte für Gebäude gedeihen unter diesen Umständen nur schwer. Es braucht einen Paradigmenwechsel, der die Möglichkeiten der Informationstechnik im Gebäude viel stärker in den Fokus rückt.

Der Prozess der Gebäudeplanung und vor allem die Umsetzung der Planung muss dem notwendigen hohen Software-Anteil in Gebäuden Rechnung tragen. Dabei muss dem geschickten Design der Gebäudefunktionen eine ebenso große Aufmerksamkeit gewidmet werden wie heute der Auswahl von Komponenten. Ungeklärt sind im konventionellen Entwurfsprozess: Wer erstellt die Testprogramme, mit denen die konkreten Funktionen der implementierten Software überprüft werden können? Gibt es zukünftig einfach zu bedienende Diagnoseprogramme, um auch schwer zu erkennende Fehler oder Ineffizienzen schnell zu identifizieren und abzustellen?

Der EBZ-Neubau

Am EBZ und an der EBZ Business School ist man davon überzeugt, dass die Informationstechnik zukünftig die Betriebsführung von Gebäuden auf eine völlig neue Grundlage stellen wird. Die datentechnische Integration als Grundvoraussetzung ermöglicht einen gut abgestimmten Betrieb einzelner Anlagenteile, der sich an den Anforderungen der aktuellen Gebäudenutzung orientiert. Der Facility Manager erhält eine hohe Transparenz über die Gebäudeperformance, die permanente Diagnose erlaubt eine schnelle Reaktion, wenn diese durch einen Defekt von Komponenten sinkt. Hierzu müssen die Informationen schnell aufbereitet und in einer gut zu interpretierenden Form zur Verfügung gestellt werden…

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