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Erd-Wärmepumpe dezentral – Heizung und Warmwasser für 30 Euro pro Monat

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Der Wohnungsbau in Deutschland boomt. Jahr für Jahr werden in Deutschland mehr als 300.000 neue Wohnungen gebaut. Ihre Heizungen müssen den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und den Förderrichtlinien der KfW gerecht werden, also möglichst energieeffizient und um-weltschonend arbeiten. Die Wohnungswirtschaft setzt dabei zunehmend auf Wärmepumpen. „Es gibt keine wirtschaftlichere Lösung als die Wärmepumpe“, sagt Vladimir Tsintsiper. „Vom Klimaschutz ganz zu schweigen.“ Der Kundenbetreuer, Berater und Wohnungswirtschafts-Experte beim Wärme-pumpenhersteller alpha innotec aus dem fränkischen Kasendorf weiß, wovon er spricht. Schließlich konzipiert und berechnet er Heizsysteme, vor allem für Mehrfamilienhäuser, seit vielen Jahren. Und hat dabei auch den Überblick über mögliche Alternativen.

„Laut EnEV müssen Sie heute den Primärenergiebedarf eines Neubaus zu mindestens 50 Prozent mit er-neuerbaren Energien decken. Da tut man sich mit anderen Heiztechnologien wie einem Blockheizkraft-werk, Solarthermie oder einer Heizung auf Basis fossiler Energieträger wie Gas oder Öl schwer – oder es ist ganz unmöglich.“ So sei etwa ein Blockheizkraftwerk sowohl in der Investition wie in den Betriebskosten deutlich teurer als eine Wärmepumpe, erklärt Tsintsiper. Und gerade bei dichter Bebauung wie sie für Mehrfamilienhäuser in Ballungsgebieten üblich ist, fehlt meist der Platz für ausreichend Solarthermie- oder Photovoltaik-Module. „Wobei mit Photovoltaik allein noch keine Heizung realisierbar ist, sie kann lediglich als Stromlieferant dienen, zum Beispiel für Beleuchtung oder den Betrieb einer Wärmepumpe.“

50 Prozent erneuerbare Energien

Doch auch ohne PV-Unterstützung ist es ein Leichtes, mit einer Wärmepumpe auf einen Anteil von weit über 50 Prozent erneuerbaren Energien zu kommen. So macht zum Beispiel eine mit Erdwärme arbeitende Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom bis zu fünf Kilowattstunden Heizenergie, mitunter sogar noch mehr. Mehr Klimaschutz geht kaum.

Erdwärmepumpen, auch als Sole/Wasser-Geräte bekannt, zählen zu den effizientesten Wärmepumpen. Dies vor allem, weil sie anders als Luft/Wasser-Wärmepumpen die gleichbleibende Temperatur im Erdreich nut-zen – in Mitteleuropa je nach Region 8° bis 10° Celsius. Außerdem arbeiten sie geräuschlos und sind in Sa-chen Betriebskosten kaum zu schlagen.

Neue Gebäude mit Wärmepumpen auszustatten, lohne sich heute doppelt, so Vladimir Tsintsiper: „Man ist energetisch auf der sicheren Seite und bekommt darüber hinaus erhebliche staatliche Fördergelder.“ Denn die EnEV verbindet die Effizienz der Heizanlage mit den Wärmeverlusten im und am Gebäude. Daraus er-gibt sich der gesamte Energiebedarf. Kurz: Je effizienter die Heizung arbeitet, desto geringer ist der Aufwand für die Wärmedämmung.

Wesentliche Größe für die Berechnung des Energiebedarfs ist der sogenannte Primärenergiefaktor (PEF). Der PEF jedes Energieträgers (Kohle, Öl, Gas, Holz, Strom etc.) wird vom Gesetzgeber festgelegt. Er ist das Maß für den Energiebedarf in der gesamten Umwandlungskette. Im Falle von Strom gehört dazu beispiels-weise der Abbau von Kohle, deren Transport zum Kraftwerk und die Verstromung bis hin zur Verteilung der elektrischen Energie an den Endverbraucher. Wer die Anforderungen der EnEV erreichen und KfW-Förder-mittel bekommen will, muss einen möglichst niedrigen PEF anstreben.

Erneuerbare senken Primärenergiefaktor für Strom

Für Strom ist dieser Wert in der EnEV bereits dreimal in den vergangenen Jahren nach unten korrigiert worden – von ursprünglich 3,0 auf inzwischen 1,8. Die letzte Absenkung des PEF für Strom trat am 1. Januar 2016 in Kraft. Grund ist der ständig steigende Anteil erneuerbarer Energien am Strommix in Deutschland.

Dass die Wärmepumpe andere Heizsysteme in Sachen Primärenergiebedarf in der Regel weit hinter sich lässt, liegt an ihrem Wirkprinzip: Sie nutzt je nach Modell und Rahmenbedingungen bis zu 80 Prozent Umweltenergie (PEF 0,0) und zwischen 20 und 25 Prozent Strom (PEF 1,8) als Energiequelle. Damit liegen Primärenergiebedarf beziehungsweise PEF für die Gesamtanlage unschlagbar niedrig. Vladimir Tsintsiper: „Üblicherweise erreichen wir Anlagenaufwandszahlen – sie beziffern den Primärenergiebedarf – zwischen 0,35 und 0,5. Das ist derzeit mit keinem anderen System machbar.“

Erdwärme als stabiler Energielieferant

Wegen ihrer hohen Effizienz und ihres lautlosen Betriebs setzen Bauträger aus der Wohnungswirtschaft heute gerade in dicht bebauten Gebieten gerne Erdwärmepumpen ein, berichtet der Heizungsexperte. Die dafür benötigte Sole aus dem Erdreich…

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