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Liebe Leserin, lieber Leser! Nachhaltig, bezahlbar bauen und wohnen ist möglich, wenn Politik jetzt handelt

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Es gibt immer wieder Meldungen, die Mut machen. Ja, es wird gebaut. Ja, es ist auch bezahlbar. Hier zwei Beispiele: In Berlin feiert die Stadt und Land Richtfest für das erste Typenhaus aus standardisierten Planungsmodulen. Hier ist es modulares Mauerwerk mit Stahlbeton Fertig- und Halbfertigteilen. Ein Prototyp noch, aber eines ist schon klar: Mit 6,50 Euro pro Quadratmeter Einstiegskaltmiete ist die Wohnung bezahlbar. (Mehr Seite 24)

In Kempten im Allgäu ist bezahlbares Wohnen genauso knapp, wie in Berlin oder sonst wo. Hier hat die BSGAllgäu, Bau- und Siedlungsgenossenschaft eG einen Architekten beauftragt. Gebaut wurde in monolithischer Bauweise mit Ziegelmauerwerk. Die Miete liegt zwischen 4,50 und 7,00 Euro pro Quadratmeter. (Mehr Seite 4)

So wie in Kempten und Berlin wird Land auf, Land ab gebaut, werden Häuser fertiggestellt, können Mieter einziehen. Das ist gut. Dass die Mieten bezahlbar bleiben, liegt an der Kreativität der Entscheider in den nachhaltig vermietenden Wohnungsunternehmen. Sie stehen täglich der bremsenden Baubürokratie gegenüber, suchen händeringend im Wettbewerb mit Investoren für Luxuswohnungen nach günstigem Bauland und nach Architekten, Planern und Handwerkern, die ihre Bauwünsche nach Stand der Technik ohne Bauschäden auch umsetzen. Wie sich der Fachkräftemangel auf der Baustelle auswirkt, zeigt die IFB-Studie Analyse der Entwicklung der Bauschäden und der Bauschadenkosten – Update 2018. Hier wird deutlich, wie teuer uns allen ein „weiter so“ kommen kann. (mehr Seite 22)

Wenn wir hier bezahlbare Wohnungen vermelden, heißt es nicht, dass Politik sich zurücklehnen darf. Die Hürden sind noch nicht beseitigt. Die Gebäude, die heute fertiggestellt werden, sind Planungen, die bis zu 10 Jahre zurückliegen. Alles was jetzt mit Sicht in die Zukunft an Wohnungen fehlt, und noch gebaut werden soll, ist kaum für die zukünftigen Mieter bezahlbar, wenn Politik nicht jetzt aktiv wird.

Noch mal zum Mitschreiben:

Bezahlbares Bauland, sozialverträgliche Erbpachtverträge, Lösungen bei Fachkräftemangel in allen Bereichen, Abbau der Hürden in der Baubürokratie – dies gilt für den Neubau und bei der Modernisierung.

Hierfür brauchen wir jetzt Entscheidungen!

Dabei ist es wichtig, dass die Ministerien Bau, Umwelt und Recht und auch die Länder sich gemeinsam über die Probleme beugen, gemeinsam nach Lösungen suchen.

November 2018. Ein neues Technik-Heft wartet auf Sie. Klicken Sie mal rein.
Ihr Gerd Warda

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