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16. Forum Wärmepumpe: Energetische Sanierung nicht Schuld an hohen Mieten – Branche trotz Lethargie der Politik ungebremst

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Am 7. und 8. November traf sich die „Wärmepumpen-Familie“ zum 16. Mal im Ellington Hotel zum alljährlichen Forum – mit mehr Besuchern denn je: Über 200 Branchenvertreter und Gäste aus Politik, Wissenschaft und Industrie wohnten den Vorträgen des zweitägigen Kongresses bei und nutzen die Gelegenheit zum angeregten Austausch.

Schirmherr Minister Peter Altmaier rückt in seinem Grußwort das Potential des Wärmesektors bei der Energiewende in den Fokus und betont, dass die Wärmepumpe für die Umsetzung einer CO2-armen Gestaltung der Wärme- und Kälteversorgung sowohl im Gebäude- als auch im Anlagenbereich einen wichtigen Beitrag leisten könne.

In Sachen CO2-Reduktion hinke Deutschland hinterher

In seiner Eröffnungsrede zieht der BWP-Vorstandsvorsitzende Paul Waning allerdings eine kritische Bilanz der Energiepolitik der desolaten Bundesregierung. Nicht einmal annähernd seien die Ziele des Koalitionsvertrages in Angriff genommen worden. Deutschland hinke seinen Zielvorgaben hinsichtlich der CO2-Reduktion und der Sanierungsquote im Gebäudebestand weiterhin hinterher. Neben förderpolitischen Anreizen müsse auch ein faires Energiepreisgefüge dazu beitragen, das große Potenzial der Wärmepumpe für die Energiewende zu erschließen: „Die durch Abgaben künstlich gesteigerten Betriebskosten von Wärmepumpen sind für den Endverbraucher nicht plausibel und blockieren die dringend notwendige Sanierungswelle im Wärmebereich“, warnt Paul Waning.

In Ihrem Grußwort betonte BEE-Präsidentin Simone Peter, dass es ohne Klimaschutz im Gebäudebereich langfristig keinen bezahlbaren Wohnraum gäbe. Zu den Highlights des ersten Veranstaltungstages gehörte der Beitrag von Thorsten Herdan (Abteilungsleiter BMWi), der den BMWI-Fahrplan für eine klimafreundliche Wärmeversorgung skizzierte und damit zur Podiumsdiskussion überleitete, in der es primär um die Ausgestaltung des Gebäudeenergiegesetzes ging und um die Möglichkeiten, erneuerbare Heizsysteme auch für den Modernisierungsbereich attraktiver zu machen. Unter der Moderation von Kerstin Vogt (Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik e.V.), beteiligten sich neben Herdan Prof. Dr. Martin Neumann (MdB FDP), Julia Verlinden (MdB Bündnis 90, Die Grünen), Dr. Jörg Lippert vom Verband der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen und Clemens Dereschkewitz (ait Deutschland) an der Diskussion. Fazit: Es müsse immer wieder betont werden, dass die energetische Sanierung nicht Schuld ist an hohen Miet- und Immobilienpreisen. Dennoch sei eine Steuererleichterung für Altbausanierung zwingend erforderlich, und es herrschte weitgehend Konsens darüber, dass der 2030-Klimafahrplan eingehalten werden könne, wenn die Politik zeitnah konkrete Ziele formuliere. Entscheidend sei aber Ehrlichkeit und Transparenz in der Kommunikation sowie ein ideologiefreier Dialog, um die Wärmewende nachhaltig voranzubringen.

Holger Thamm (Stiebel Eltron), Sprecher des Ressorts Politik präsentierte die BWP Branchenstudie 2018 mit dem Marktausblick bis 2050 in zwei Szenarien. Das progressive Szenario kommt auf mehr als acht Millionen Wärmepumpen bis 2050 und damit auf einen Marktanteil von ca. 47 Prozent. Die aktuelle AGORA Studie „Wert der Effizienz im Gebäudesektor in Zeiten der Sektorenkopplung“ rechnet mit 14 Millionen Wärmepumpen um die Klimaziele bis 2050 erreichen zu können, wie Dr. Gerd Rosenkranz von AGORA Energiewende im Anschluss darstellte.

Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW), verdeutlichte…

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