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Wachstum ostdeutscher Großstädte – Stabiler Trend oder nur ein potemkinsches Dorf? Teil 1

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Nach Jahren flächenhaften Bevölkerungsrückgangs in vielen ostdeutschen Kreisen ist gegenwärtig vor allem in den Großstädten Ostdeutschlands ein deutlicher Anstieg der Einwohnerzahl festzustellen. So wuchs die Einwohnerzahl zwischen 2011 und 2014 in allen zehn ostdeutschen Großstädten über 100.000 Einwohner, wobei die größten prozentualen Zugewinne auf Leipzig (+6,8%), Berlin (+4,3%) und Potsdam (+4,1%) entfielen.

Moderate Bevölkerungsgewinne waren auch in den zuvor durch große Bevölkerungsverluste charakterisierten Städten Chemnitz und Rostock zu verzeichnen (jeweils +1,2%). Diese kurzfristig positive Entwicklung wird von den zuständigen städtischen Stellen in Verwaltung und Planung gegenwärtig geradezu begeistert aufgegriffen und zum langfristigen Trend erklärt. So korrigierte die Stadtverwaltung Chemnitz ihre langfristige Bevölkerungsprognose deutlich nach oben und rechnet nun mit einem Anstieg der Einwohnerzahl von rund 249.000 Personen auf dann rund 265.000 Personen bis 2025, ein Anstieg um 6,4% [Freie Presse (2016)]. Die Stadt Rostock rechnet in der aktuellen Bevölkerungsprognose bis 2035 mit einem noch stärkeren Einwohnerzuwachs von 12,1% auf dann rund 230.000 Personen [Hansestadt Rostock (2016)]. Und die Stadt Leipzig sieht sich laut aktueller Bevölkerungsvorausschätzung bereits in 15 Jahren bei rund 720.000 Einwohnern, ein Anstieg um stattliche 27% [Stadt Leipzig (2016)].

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