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„Keine Ausreden mehr“: Der bdia setzt starken Impuls für die Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

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Mit der hybriden Veranstaltung bdia impuls. hello again am 21. Oktober 2021 in Frankfurt am Main rückte der bund deutscher innenarchitekten Hessen die Themen Innenarchitektur in der Kreislaufwirtschaft und damit auch das Bauen im Bestand in den Fokus. „Als Innenarchitekt*innen fühlen wir eine Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen. Wenn nicht wir jetzt damit beginnen nachhaltig zu bauen, wer und wann dann?“, begrüßte Monika Slomski als Vorsitzende des bdia Landesverband Hessen und Gastgeberin das Publikum.

In seiner Key Note stellte Prof. Dirk Hebel eindrücklich dar, welche Schlüsselrolle der Gebäudesektor im Kontext von Klima- und Ressourcenschutz spielt. „Müll ist ein Designfehler“, sagte der Spezialist für Nachhaltiges Bauen am Karlsruher Institut für Technologie KIT. Im Projekt UMAR (Urban Mining and Recycling) im Forschungsgebäude NEST in der Schweiz setzte Hebel zusammen mit dem Forscher Felix Heisel und dem Bauingenieur Werner Sobek auf Sekundärmaterialien, um den Wert von Baustoffen zu zeigen, die wir bislang abreißen, wegschmeißen oder vernichten. Seine Forderung an die Innenarchitekt* innen: „Es gibt keine Ausreden mehr.“

„Wenn wir nachhaltig und kreislauffähig bauen, haben wir einen Vorteil“, erklärte Tina Kammer, Architektin und Nachhaltigkeitsexpertin – und betonte damit nicht nur die Notwendigkeit, sondern auch Chancen. „Wenn wir materialgesunde Produkte einsetzen, ist gleichzeitig das Raumklima immer einen Schritt weiter.“ Mit Interior Park beraten Tina Kammer und Andrea Herold nicht nur nachhaltige Bauprojekte, sondern bauen auch selbst. So stellte sie ihr Projekt Schlosserhof sowie eine Galerie vor, beides Sanierungen in Stuttgart. Ihre Forderung: „Die Verantwortung nicht wegschieben. Wir müssen mit den anderen reden und gemeinsam an den Zielen arbeiten.“

Kreislauffähiges Bauen: multidimensionaler Ansatz

In der anschließenden Diskussion kamen Dominik Campanella, Mitgründer der zirkulären Materiaplattformen restado und Concular, und bdia Vizepräsidentin Irene Maier mit auf die Bühne. Zentrale Fragen waren: Wie kann die Innenarchitektur kreislauffähiges Bauen umsetzen? Und welche Chancen ergeben sich aus dieser Notwendigkeit? „Es darf keine festgeschriebenen Rezepte für die nachhaltige Transformation geben“, so Dirk Hebel. Das Experiment sei Teil dieses Prozess.

Tina Kammer gab zu bedenken: „Wenn wir diese Lösungen nicht selbst entwickeln, machen es halt andere.“ Alle waren sich einig, dass Deutschland Vorreiter werden könne in Sachen Kreislaufwirtschaft – wenn jede*r mitmache. Dominik Campanella unterstrich die Bedeutung der digitalen Tools wie digitale Materialpässe oder digitale Plattformen für Sekundärmaterialien…

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