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Für die Wohnortwahl ist guter ÖPNV entscheidend – Fahrrad pur ist kein Allheilmittel – Ganzheitliche Verkehrskonzepte sind gefragt

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Pendeln ist für die Menschen der Region Stuttgart Alltag. Eine gute Verkehrsanbindung ist daher ein entscheidendes Kriterium für die Wahl des Wohnorts. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Kantar TNS-Umfrage in Stuttgart und Umgebung im Auftrag von Wüstenrot.

Für Arbeitnehmer in Stuttgart und Umgebung ist das Pendeln Normalität. 51 Prozent der Befragten halten eine Anfahrtszeit zur Arbeitsstätte von bis zu 30 Minuten für zumutbar, über ein Viertel sogar von bis zu 45 Minuten. Klar ist damit aber auch: Eine gute Verkehrsanbindung ist ein entscheidendes Kriterium für die Wahl des Wohnorts. Für jeweils eine deutliche Mehrheit der Befragten sind eine gute Infrastruktur für öffentliche Verkehrsmittel, eine schnelle Anbindung an Schnellstraße oder Autobahn sowie attraktive Fußund Radwege relevant.

Guter Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel wichtig

Besonders der ÖPNV steht dabei im Zentrum des Interesses: Eine gute S- oder U-Bahn-Anbindung ist rund acht von zehn Menschen zwischen 14 und 64 Jahren wichtig. Selbst unter den Senioren ab 65 sind es noch knapp sieben von zehn Befragten. 86 Prozent der Menschen zwischen 40 und 64 Jahren erwarten von ihrem Wohnort gute Fuß- und Fahrradwege. Auffällig ist zudem, dass der Wunsch nach guter Anbindung an Schnellstraßen oder Autobahnen für junge Menschen an Bedeutung verliert. Bei den Befragten zwischen 14 und 39 Jahren ist dies mit 56 Prozent nur einer knappen Mehrheit wichtig. Zwischen 40 und 64 Jahren steigt dieser Wert bereits auf 63 Prozent, während der gute Zugang zu Schnellstraßen für 72 Prozent der Senioren wichtig ist.

Auto verliert unter jungen Menschen an Bedeutung

Bisher ist das Auto die klare Erstwahl für die individuelle Fortbewegung: 61 Prozent der Befragten nennen den Pkw zuerst, wenn es um hauptsächlich genutzte Verkehrsmittel geht. Dabei zeigen sich je nach Alter deutliche Unterschiede. Während unter den 14- bis 39-Jährigen nur knapp die Hälfte das Auto als Hauptverkehrsmittel nennt, sind es unter den Menschen zwischen 40 und 64 Jahren 70 Prozent. Bei den jungen Menschen nutzen zudem fast 40 Prozent der Befragten primär öffentliche Verkehrsmittel, bei den 40- bis 64-Jährigen hingegen nur neun Prozent.

„Hier scheint es einen Generationenwandel zu geben. Bei jungen Leuten nimmt die Bedeutung für das eigene Auto offensichtlich ab. Wenn Städte und Gemeinden diese als Einwohner halten oder gewinnen wollen, braucht es verstärkte Investitionen in eine gute ÖPNV-Infrastruktur“, bewertet Bernd Hertweck, Vorstandsvorsitzender der Wüstenrot Bausparkasse AG, das Thema Wohnen mit Blick auf die Verkehrspolitik.

Viele Menschen würden gerne verstärkt ÖPNV nutzen

Naturgemäß zeigen sich darüber hinaus Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Wohnorten. In Stuttgart nutzt beispielsweise ein Drittel der Befragten primär die S- oder U-Bahn, in Ludwigsburg sind es noch zwölf Prozent…

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