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Die Prozesse und Vorgaben. So macht es die BUWOG in Berlin, erklärt Jörn-Ole Heyn, Abteilungsleiter Construction Excellence bei der BUWOG Bauträger GmbH

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Bezahlbares und nachhaltiges Bauen ist mehr als nur „Stein auf Stein“. Wer für seinen Bestand baut, sollte schadenpräventiv planen, gleiches gilt für den Bau von Eigentumswohnung. Warum? Nun, Mieter und Käufer sind zufrieden und glücklich. Bestandhalter und Investoren erfreuen sich am Imageund Kompetenzgewinn. Schadenpräventiv bauen bedeutet auch im Lebenszyklus der Immobilie Minderung der Folgeschäden.

Fragt man auf den Baustellen nach: Was macht häufig Problem? Einhellige Antwort: Wasserschäden! Für Forum Leitungswasser Alles rund um die Leckage-Prävention, beantwortet Jörn-Ole Heyn, Abteilungsleiter Construction Excellence bei der BUWOG Bauträger GmbH, einige Fragen zu Leitungswasserschäden und Schadenprävention.

Herr Heyn, welche Rolle spielt die Schadenprävention bei den wasserführenden Leitungen? Zum Beispiel im Bad oder Küche?

Die Schadenprävention hat für die BUWOG eine sehr hohe Priorität, sowohl im Neubau von Eigentumswohnungen als auch im Neubau von Mietwohnungen, die wir in fast allen Wohnquartieren ebenfalls anteilig errichten. In der Praxis stellen eintretende Wasserschäden ein hohes Kostenrisiko und nicht zuletzt auch ein Imagerisiko dar, so dass es dringend gilt, diese durch geeignete Schadenprävention zu vermeiden. Grundsätzlich gelingt dies durch sachgerechte Planung, präzise Ausführung und baubegleitende interne und externe Kontrollen durch Spezialist:innen. Teilweise arbeiten wir auch baubegleitend mit dem TÜV zusammen, was eine zusätzliche Kontrolle darstellt und die Sicherheit in Bezug auf die perfekte Ausführung erhöht.

Eine interessante Perspektive bietet auch der Modulbau mit seinem verstärkten Einsatz etwa von vorgefertigten Badzellen oder Badmodulen. Hier ist häufig ein besseres Qualitätsmanagement in der werkseitigen Produktion möglich, bedingt durch bessere Montagebedingungen in der geschützten Werkhalle. Das kann durchaus ein Vorteil sein gegenüber der Montage auf der ungeschützten Baustelle.

Jörn-Ole Heyn

Welche Materialvorgaben geben Sie den Planern und den ausführenden Handwerkern an die Hand?

Bei einer Development-Pipeline von derzeit rund 15.000 Wohnungen in Bau und in Planung kann natürlich eine Schadenprävention nicht ohne klare Materialvorgaben auskommen, welche den Planern und den ausführenden Gewerken verbindlich mitgegeben werden. Diese Materialvorgaben basieren auf der jahrelangen Erfahrung der BUWOG und einem stetigen Austausch auch mit Fachunternehmen sowie natürlich unserem zentralen Einkauf im Hinblick auf technische Innovationen und Verfügbarkeit neuer oder verbesserter Lösungen. Bei den Materialvorgaben sehen wir konkret bei den Trinkwasserleitungen, also bei Warmwasser und Kaltwasser, die Steiger in Edelstahl vor, da dies besonders dauerhaft ist und keine Korrosion erzeugt. Relevant ist auch bei Heizungsanlagen: Bei Stahlrohren bildet sich im Zusammenhang von Sauerstoff und Wasser Magnetit, welcher die Filter der Wasseranlage zusetzen oder verschlammen kann. Dies verhindern wir durch Einbau eines Magnetit-Abscheiders…

Jörn-Ole Heyn
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