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Der Heizungskeller im EBZ-Neubau ist digital, damit „Wärmepumpe und Co“ den Komfort- und Energieansprüchen der Nutzer gerecht wird

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Während sich die IT-Branche mit immer neuen Technologien weiterentwickelt und ihre Leistungsfähigkeit in nur wenigen Jahren immer wieder verdoppelt, hat es die Wohnungswirtschaft etwas leichter. Hier wird bei der Planung, beim Bau und im Betrieb eher in Dekaden gedacht, als in Quartalen. Und dennoch: Auch die Digitalisierung wird um die Wohnungswirtschaft keinen Bogen machen. Doch wie bringt man beides nachhaltig und zukunftssicher zusammen?

Das Europäische Zentrum der Immobilien- und Wohnungswirtschaft (EBZ) in Bochum will es genau wissen und hat den im Sommer 2018 frisch eröffneten Erweiterungsbau als „Reallabor“ konzipiert, in dem Neuentwicklungen implementiert, getestet und erforscht werden sollen.

Das kontinuierliche Wachstum des EBZ machte einen Erweiterungsbau notwendig. Hervorgegangen aus dem 1957 gegründeten Ausbildungswerk der Wohnungswirtschaft zog die Einrichtung 1997 aus dem Ratinger Stadtteil Hösel in die Ruhrmetropole. Mit dem Umzug wuchs das Bildungsangebot und spätestens seit der Gründung der EBZ Business School vor zehn Jahren auch der Bedarf nach einer Erweiterung. Das EBZ baute aber nicht einfach nur ein neues Gebäude, sondern verknüpfte den Neubau mit der Erforschung künftiger Herausforderungen der Branche – allen voran die Digitalisierung.

Nur knapp 16 Monate dauerte die Fertigstellung des Gebäudes. Jetzt geht es an die Details. Ein erstes Projekt im „Innovation Lab“ des EBZ ist der „Smarte Heizungskeller“. Im Fokus steht dabei die effiziente Wärmeerzeugung und -verteilung im Gebäude. Es kommen zwei Gaswärmepumpen für die Wärme- und Kälteversorgung sowie ein Spitzenlast-Brennwertkessel für die Wärmeerzeugung zum Einsatz. Für die Regelungstechnik und die Gebäudeautomation werden konsequent moderne IT-Architekturen eingesetzt.

Als Projektpartner beteiligt sind unter anderen die innogy als Wärme- und Energielieferant sowie ihre 100-prozentige Tochter Lemonbeat, die mit ihrer modernen IT-Technologie für die datentechnische Integration aller Zähler und Anlagen im Heizungskeller zuständig ist.

Die 2015 gegründete Lemonbeat hat eine Lösung für nachhaltiges Immobilienmanagement entwickelt, die mithilfe flexibel einsetzbarer Funktechnologien beliebige „Dinge“ miteinander sprechen lässt. In diesem Fall also alle Zähler und Geräte, die in einem Heizungskeller eingesetzt werden. Im EBZ Heizungskeller sammelt die Lemonbeat Technologie beispielsweise die Zustandsdaten aller installierten Zähler und Geräte ein und bietet dem Betreiber der Immobilie die Möglichkeit zur zentralen Fernabfrage oder gar Steuerung der Anlagen. All das wird auf Basis etablierter Internet-Technologien ermöglicht. Damit ist die Zukunftsfähigkeit, eine wichtige Frage in einer Branche, in der man Jahre im Voraus planen können muss, gewährleistet.

Effizienteres Gebäudemanagement als Nachrüstlösung

Doch um die Technologie einsetzen zu können, ist kein Neubau vonnöten. Die Laufzeiten vieler bereits heute verbauter Anlagen im Wohnungsbestand haben lange Produktlebenszyklen. Ein vorzeitiger Austausch wäre wenig wirtschaftlich. Stattdessen können die bestehenden Schnittstellen genutzt werden, um die eingesetzte Technik fit für die Zukunft und damit für das Internet der Dinge zu machen. Ein Beispiel ist das bei Heizungsanlagen oder Wärmemengenzählern verbreitete Modbus Protokoll. Wo es früher notwendig war, trotz einheitlichem Protokoll für mindestens jeden Anlagentyp, oft sogar jede einzelne Softwareversion des Anlagentyps, eigene Adapter und Firmwarestände herzustellen, ist dies nun meistens mit einer Hard- und Softwareversion realisierbar…

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