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Agilität: Start-ups machen es vor, aber wird die Arbeitswelt nicht differenzierter? Arash Houshmand gibt Anregungen zum Nachdenken

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Wir müssen agiler werden, heißt es. In einer insbesondere durch neue Technologien sich schneller verändernden Gesellschaft und Wirtschaft ist an dieser Aussage sicher etwas Wahres dran. Doch ist agiles Arbeiten – ungeachtet der Unternehmensart – wirklich der Schlüssel zum Erfolg? Arash Houshmand, in der Aareon Gruppe verantwortlich für den Venture-Bereich Ampolon Ventures, spricht über den Trend zu Agilität und flexiblem Management.

Agile Methoden sind in aller Munde. Sie sorgen in Unternehmen für Wendigkeit und Flexibilität. Flache Hierarchien, mehr Eigenverantwortung, starke Kollaboration und ausgeprägte Lösungs- und Nutzerorientierung zählen zu zentralen Merkmalen. Im Idealfall führt das bei den Mitarbeitern auch zu einer höheren Identifikation mit der eigenen Arbeit und steigert die Motivation. Start-ups verzeichnen mit agilen Methoden und ihrer starken Nutzer- und Lösungsorientierung schnell Erfolge, aber auch sogenannte etablierte Unternehmen setzen die neuen Methoden ein.

Strukturen und klare Verantwortlichkeiten

Doch wenn oftmals Eigenverantwortung und kreativer Freiraum eine Rolle für die Mitarbeiterzufriedenheit – und damit für die Arbeitgeberattraktivität – spielen, passt das Prinzip der Agilität nicht zu jeder Position. Gerade große Unternehmen brauchen in der Regel Strukturen und klare Verantwortlichkeiten. Aber auch hier gewinnt die Kollaboration über Ressorts hinweg – durchaus im Sinne einer Matrixorganisation wie beispielsweise in Projektorganisationen – immer mehr an Bedeutung. Denn so lassen sich Synergien effektiv nutzen. Letztlich schließen sich Agilität und zunächst einmal „klassisch“ aufgestellte Unternehmen einander nicht aus.

Nicht zwangsläufig „alles oder nichts“

Es muss nicht zwangsläufig „alles oder nichts“ heißen. Beide Prinzipien liefern Impulse, aus denen Unternehmen schöpfen können. In der Praxis nennt man das „hybrides Management“ – ein flexibles Organisationsmodell, in dem agiles und etabliertes Management je nach Bedarf koexistieren. Das kann bedeuten, eine klassische Entscheidungsebene zu bewahren, während Mitarbeiter und Leiter auf operativer Ebene nach agilen Methoden agieren. Es kann aber auch heißen, sich einfach von der Flexibilität junger Unternehmen inspirieren zu lassen und kleine Impulse für die Unternehmenskultur aufzugreifen, wie zum Beispiel kreativitätsfördernde Bereiche oder Tischkicker zur kurzzeitigen Bewegung. Ebenfalls ist es für große Unternehmen möglich, eine eigene Start-up-Organisation zu gründen…

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