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Wie werden die nächsten Jahre? Chancen und Risiken aus der Sicht der Wohnungsunternehmen – Große Online-Befragung – Die ersten Ergebnisse

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In den vergangenen Monaten wurde eine zweiteilige Online-Befragung durchgeführt. Nun liegt die Auswertung vor und bietet wertvolle Einblicke in die Herausforderungen sowie Bedürfnisse von Wohnungsunternehmen.

Online Befragung der Wohnungswirtschaft – Folge 1

Insgesamt wurden in den beiden Teilen der Online-Befragung rund 350 Fragebögen vollständig oder teil-weise ausgefüllt. Von den Teilnehmern der zweiten Befragung gaben 40 an, auch am ersten Teil der Befragung teilgenommen zu haben. Damit haben insgesamt 310 Unternehmen an der Befragung teilgenommen. Die Initiatoren der Befragung, Matthias Günther, Kay P. Stolp und Gerd Warda, bedanken sich bei allen Teilnehmenden für ihre Antworten.

Die Ergebnisse erlauben nicht nur Einblicke in aktuelle und für die Zukunft erwartete Problemlagen, sondern lieferten insbesondere bei den offenen Fragen auch Ansätze für Problemlösungen. Die Befragung zeigt zudem ein differenziertes und teils durchaus selbstkritisches Bild der Wohnungswirtschaft. In der heutigen ersten Vorstellung von Ergebnissen der Befragung konzentrieren wir uns auf die Themen Nachfrageentwicklung, ökonomische Möglichkeiten und Grenzen der Nachfrager und die erwarteten Wirkungen eines bundesweiten Mietendeckels, wie es für Berlin ja bereits gilt.

Wohnungsnachfrageentwicklung der vergangenen fünf Jahre

Es wurde zunächst um eine Einschätzung der Nachfrageentwicklung in den vergangenen fünf Jahren durch „alleinstehende Rentner“, „Rentnerpaare“, „Familien“, „junge Paare“ und „Single-Haushalte“ (ohne Rentner) gebeten. Das Ergebnis zeigt Abbildung 1.

Abbildung 1 Bisherige Wohnungsnachfrageentwicklung nach Mietergruppen

Die Befragten konstatierten einen besonders starken Anstieg der Nachfrage bei Singles. Insgesamt gaben fast drei Viertel der Befragten eine gestiegene Nachfrage an (53 Prozent sahen eine gestiegene, 20,7 Prozent sogar eine stark gestiegene Nachfrage). An zweiter Stelle steht die Mietergruppe der alleinstehen-den Rentner. Hier verzeichneten 48 Prozent der befragten Immobilienunternehmen eine gestiegene und 14 Prozent eine stark gestiegene Nachfrage.

Auch Rentnerpaare schauen sich nach Angaben der Befragten vermehrt nach neuem Wohnraum um: Knapp 43 Prozent registrierten einen Nachfrageanstieg in dieser Gruppe, wobei nur 3,4  Prozent einen starken Anstieg sahen. Ähnlich fiel die Nachfrageentwicklung bei jungen Paaren und Familien aus. Jeweils knapp 44 Prozent der Befragten gaben eine gestiegene Nachfrage an. Bei jungen Paaren gaben allerdings über die Hälfte der Befragten eine gleich gebliebene Nachfrage an; hier dürften sich die bereits in vielen Regionen sinkenden Zahlen in der Altersgruppe der „18 bis unter 25-Jährigen“ auswirken.

Insgesamt spiegeln die Ergebnisse die demographische und sozioökonomische Entwicklung der jüngeren Vergangenheit. Die starke Zuwanderung ließ die Wohnungsnachfrage in nahezu allen Segmenten steigen, wobei es starke regionale Unterschiede gab und wirtschaftsschwache Regionen nach den starken Zuwanderungen um 2015 recht schnell wieder Bevölkerungsverluste mit entsprechenden Wirkungen auf die Nachfrage aufwiesen.

Dass in einer alternden Gesellschaft – die Altersgruppe 65plus ist die einzige, von der wir sicher wissen, dass deren Personenzahl weiter steigen wird – die Nachfrage der Rentner steigt, war zu erwarten…

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