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Von der Fallstudie zur neuen Gewohnheit: Alles über das zirkuläre Bauen

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Das Bauen mit wiederverwendeten Bauteilen ist derzeit eines der meistbeachteten Phänomene der europäischen Architekturdiskussion. Bauelemente, die noch jahrzehntelang halten und nicht zerstört, sondern für neue Bauten wiederverwendet werden. Dieses sogenannte zirkuläre Bauen bringt aber auch viele Fragen mit sich – von technischen und energetischen bis hin zu rechtlichen Aspekten.

Eine aktuelle Publikation stellt das zirkuläre Bauen am Beispiel des Pilotprojektes „K.118“ in Winterthur, dem bislang größten Gebäude der Schweiz, das mehrheitlich aus wiederverwendeten Bauteilen besteht, umfassend dar.

„Bauteile wiederverwenden“ – so einschlägig wie kurz und prägnant lautet der Titel einer umfangreichen Publikation, herausgegeben vom Baubüro in situ (Zürich/Basel) und dem Department Architektur, Gestaltung und Bauingenieurwesen der Zürcher Hochschule der Angewandten Wissenschaften (ZHAW). Der Band ist erst einmal, so viel sei vorweg gesagt, eine Überforderung, im konstruktiven Sinne. Er leistet zugleich vieles, ist Gründungs- und Entwicklungsgeschichte von in situ und versucht, über das Einzelbeispiel hinaus allgemeingültig in das zirkuläre Bauen einzuführen.

Dass das am Ende auch gelingt, liegt zum einen an der klugen Konzeption, die unterschiedliche Inhalte konsequent mit unterschiedlichen Textformaten behandelt: Vom wissenschaftlichen Essay über Gespräche bis zur Projektdokumentation. Zum anderen trägt die Buchgestaltung von Annina Schepping und Ludovic Balland wesentlich dazu bei, dass wir uns auch visuell schnell orientieren können. Akribisch aufbereitete Daten, die in eine klare Tabellen- und Zeichensprache übersetzt werden, dazu aufschlussreiche Architekturzeichnungen und ein mehrschichtiges internes Verweissystem ziehen tief hinein in das Buch.

Die Wiederentdeckung der Bauteillagerplätze

Am Beginn des Buches steht die vergessene Geschichte der Bauteillagerplätze und Altstoffhändler, die weitgehend aus dem Baugeschehen verschwunden waren. Lange Jahre zielten Bauteilbörsen und Bergehöfe vor allem auf den Denkmalbereich ab…

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