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Steirischer Wohnbau im Dialog

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Der steirische Wohnbau gelangte in den 1980er Jahren zu internationaler Bekanntheit. Die Tradition des Diskurses mit Experten und der Bevölkerung wurde nun neu aufgegriffen und zeigt erste visionäre Ansätze für das Wohnen.
ANDREA JANY

Der Begriff „Grazer Schule“ subsummierte eine experimentelle, innovative Architektur, welche bis heute weltweit in den Ausbildungsstätten gelehrt wird. Der Wohnbau dieser Zeit erhielt starke Impulse durch die zeitgleiche Diskursplattform „Modell Steiermark“. Konzipiert als Thinktank, welcher in 14 Arbeitskreisen das steirische Leben neu auszurichten versuchte.

Ein Arbeitskreis unter der Leitung von Hermann Schaller und dem Beisitz von Wolfdieter Dreibholz beschäftigte sich mit dem Wohnbau, wobei 28 Projekte mit neuen Konzepten des Wohnens und der Nachbarschaft zur Umsetzung kamen. Die Öffentlichkeit wurde in diesen praktischen Diskurs mit vielfältigen Formaten wie Ausstellungen und Diskussionen sowie einer Enquete miteinbezogen.

Nach 30 Jahren greift der Wohnbaudialog.Steiermark diese steirische Tradition wieder auf und gründet eine neue Schnittstelle zwischen den Entscheidungsträgern, Wissenschaft, Bauwirtschaft und den Nutzern. Die Dialogplattform informiert über spezifische Fachthemen, evaluiert aktuelle Trends und entwickelt zukunftsfähige Wohnkonzepte.

Als regionale Anlaufstelle zum Thema Wohnen in der Steiermark versucht sie einen dauerhaften Lernprozess zwischen den vielfältigen AkteurInnen zu initiieren. Dabei wird das Thema Wohnen ganzheitlich gedacht, sowohl der Neubau als auch der Bestand finden in den übergreifenden Überlegungen ihre Berücksichtigung.

Der Diskurs findet über öffentliche Podiumsdiskussionen und Workshops zu spezifischen Themenkreisen statt. Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen werden über Publikationen verbreitet.

Nachhaltiges Wohnen

Als Vorlage und Ausgangspunkt der Auftaktveranstaltung im April diente das 30-jährige Jubiläum der HDA-Ausstellung „Anders Wohnen: Mitplanen-Mitbauen-Mitbestimmen“ und die Modell Steiermark Enquete „Schritt für Schritt – Erneuerungsstrategien im Wohnbau“. Dabei wurden ehemalige und gegenwärtige Initiativen, Ideen, Gruppen und Projekte präsentiert.

Der anschließende Stakeholder-Workshop im November setzte sich unter dem Motto „Stadtgrün im Grazer Geschoßwohnbau“ mit den Folgen des Klimawandels im städtischen Wohnbau auseinander. In den Impulsreferaten von Vera Enzi von grünstattgrau und Thomas Lampesberger, Stadt Graz, wurden theoretische Hintergründe sowie internationale und lokale Projekte vorgestellt.

In Folge konnten an vier Thementischen unterschiedliche Perspektiven zu Umsetzungsvarianten, sozialer Nachhaltigkeit, laufendem Betrieb und strukturellen Steirischer Wohnbau im Dialog Der steirische Wohnbau gelangte in den 1980er Jahren zu internationaler Bekanntheit. Die Tradition des Diskurses mit Experten und der Bevölkerung wurde nun neu aufgegriffen und zeigt erste visionäre Ansätze für das Wohnen.

Rahmenbedingungen von Gebäudebegrünungen diskutiert…

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