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Knapp 900 Euro für den Smart-Meter-Einbau: Verbraucherzentrale klagt erfolgreich gegen unangemessene Preise

Smart-Meter-Einbau: Verbraucherzentrale klagt erfolgreich
Foto: Landgericht Halle

Das Landgericht Halle in Sachsen-Anhalt hat der Mitteldeutschen Netzgesellschaft (Mitnetz Strom) untersagt, für den gewünschten Einbau eines intelligenten Messsystems (Smart Meter) überhöhte Preise von bis zu 884 Euro von Kund:innen zu verlangen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte die Preise als völlig unangemessen kritisiert und gegen den Messstellenbetreiber geklagt.

Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands: „Wer sich freiwillig für einen Smart Meter entscheidet, darf nicht mit überhöhten und völlig unangemessenen Preisen für den Einbau konfrontiert werden. Das Urteil sendet ein klares Signal an die Branche, für den gewünschten Einbau der Geräte ausschließlich angemessene Preise abzurufen.“

Einbaupreis lag um ein Vielfaches über dem gesetzlich angemessenen

Seit Januar 2025 können Verbraucher:innen auf eigenen Wunsch ihren Stromzähler gegen einen Smart Meter austauschen lassen – gegen ein Entgelt. Das Gerät kann für Verbraucher:innen wichtig werden, die eine Photovoltaik-Anlage haben, mit einer Wärmepumpe heizen und/oder einen dynamischen Stromtarif nutzen wollen.

Für den Einbau der Geräte auf Kundenwunsch darf der sogenannte grundzuständige Messstellenbetreiber (in der Regel der Netzbetreiber vor Ort) ein angemessenes Entgelt verlangen. So sieht es das Messstellenbetriebsgesetz vor.

Die Mitteldeutsche Netzgesellschaft verstieß jedoch nach Auffassung der Verbraucherzentrale gegen das Gesetz, indem sie unangemessen hohe Preise forderte: Laut Preisblatt des Anbieters sollte ein gewünschter Smart-Meter-Einbau im Januar 2025 883,86 Euro kosten, wenn der Stromverbrauch im Jahr bei unter 3.000 Kilowattstunden liegt. Haushalte mit einem Jahresverbrauch zwischen 3.000 und 6.000 Kilowattstunden sollten 643,86 Euro an den Anbieter bezahlen.

Zu diesem Zeitpunkt galt für grundzuständige Messstellenbetreiber wie Mitnetz Strom, dass bei einem Einbau auf Kundenwunsch lediglich ein Betrag in Höhe von bis zu 30 Euro gesetzlich als angemessen vermutet wurde.

Wie oft Mitnetz Strom Verbraucher:innen zu den Preisen im hohen dreistelligen Bereich Kund:innen abkassiert hat, ist unklar.

LG Halle: Anbieter belegte Unangemessenheit selbst

Das Landgericht Halle folgte der Auffassung der Verbraucherschützer, dass die von der Mitteldeutschen Netzgesellschaft zu Jahresbeginn verlangten Preise unangemessen hoch waren. Das beklagte Unternehmen habe das nicht widerlegen können. Im Gegenteil: Da es den Einbau auf Kundenwunsch nur zwei Monate später für knapp 100 Euro anbieten konnte, habe es die Unangemessenheit der zuvor geforderten Beträge von knapp 644 und knapp 844 Euro selbst belegt. Diese Preise überstiegen auch die neu eingeführte gesetzliche Vermutungsregelung von 100 Euro um ein Vielfaches, so das Gericht.

Hintergrund: Ab Februar 2025 verschob eine Gesetzesanpassung den vom grundzuständigen Messstellenbetreiber einforderbaren angemessenen Preis für einen gewünschten Smart-Meter-Einbau auf 100 Euro. Mitnetz Strom passte im gleichen Zeitraum seinen Einbau-Preis auf 99,50 Euro an.

Urteil des LG Halle vom 21.08.2025, Aktenzeichen: 8 O 17/25 – nicht rechtskräftig. Die Beklagte hat Berufung vor dem Oberlandesgericht Naumburg eingelegt (Az. 9 U 124/25).

Weitere Verfahren gegen die Westnetz GmbH und LEW Verteilnetz GmbH

Nach Erkenntnissen der Verbraucherzentrale haben auch andere sogenannte grundzuständige Messstellenbetreiber unangemessen hohe Preise für den Einbau von Smart Metern verlangt. Am 30. September wurde vor dem Landgericht Bochum (Aktenzeichen I-18 O 20/25) eine ähnliche Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands gegen die Westnetz GmbH verhandelt. Das Unternehmen forderte zum Jahresbeginn 2025 sogar bis zu rund 974 Euro pro Einbau – mehr als das 30-fache des Betrags, der nach Auffassung der Verbraucherschützer damals angemessenen war.

Ein weiteres Verfahren läuft vor dem Landgericht Augsburg gegen die LEW Verteilnetz GmbH (Aktenzeichen: 083 O 2120/25). Der Anbieter verlangt laut seinem Preisblatt von Verbraucher:innen mit einem Jahresverbrauch bis zu 6.000 Kilowattstunden ein jährliches Zusatzentgelt in Höhe von 68,16 Euro für den Einbau eines intelligenten Messsystems auf Kundenwunsch. Dieser Betrag übersteigt die gesetzliche Vermutungswirkung von 30 Euro um mehr als das Doppelte. Einen Termin für eine mündliche Verhandlung gibt es in diesem Verfahren noch nicht.

Quelle: Verbraucherzentrale

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Wo Deutschland am heißesten duscht: Bremen vorn, Saarland mag’s kalt

Wo Deutschland am heißesten duscht: Bremen vorn
Jeder Zweite erwartet höhere Kosten, will aber am Verbrauch nichts ändern. Foto: ista

Die Heizperiode startet und Deutschland liebt die warme Dusche: 74 % der Bundesbürger geben an sehr warm oder warm zu duschen. Um Energie zu sparen, verkürzen immerhin 46 % der Deutschen die Duschdauer und 34 % nutzen einen Sparduschkopf. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage, die YouGov im August im Auftrag von ista durchgeführt hat.

Allerdings: Die Warmwasserbereitung verursacht im Mittel nur rund ein Drittel der gesamten Heizkosten – der größte Hebel liegt weiterhin beim Heizen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von 2 Millionen Heizkostenabrechnungen aus 2024 durch ista.

Insbesondere Fernwärme-Kunden müssen deutlich tiefer in die Tasche greifen: Für eine 70-m²-Musterwohnung liegen die Kosten mit durchschnittlich 1.140 Euro rund + 25 % höher gegenüber 2023, für Öl bei 913 Euro (- 12 %) und für Gas bei 909 Euro (+ 5 %). Hintergrund für dieser Entwicklung sind das Auslaufen der Energiepreisbremsen und der Mehrwertsteuersenkung für Gas und Fernwärme. Für 2025 dürfte es keinen solchen preisbedingten Anstieg geben – maximal entscheidend wird das individuelle Verbrauchsverhalten.

„Nach dem Preissprung 2024 gilt: Das Verhalten entscheidet jetzt die Rechnung“, sagt Hagen Lessing, CEO von ista. „Nur wer sein Heizverhalten jetzt bereits im Spätsommer ganzheitlich anpasst, kann den Kostensteigerungen insgesamt entgegenwirken. Transparenz ist die Grundlage – im Heizungskeller, am Thermostat und im Badezimmer.“

Heizkosten einer durchschnittlichen 70-m²-Wohnung gestiegen

Eine aktuelle Auswertung von 1,5 Millionen von ista bereits vorgenommenen Heizkostenabrechnungen für das vergangenen Jahr ergibt, dass für viele Mieterinnen und Mieter ein neues Allzeithoch bei den Heizkosten für 2024 bevorsteht. Trotz der Kosten bleibt der Sparwille kurz vor der neuen Heizperiode begrenzt: Laut Umfrage sorgen sich 51 % vor steigenden Heizkosten für 2025, 50 % der Mieterinnen und Mieter wollen ihr Verhalten dennoch nicht ändern.

Heizkosten 2024 (70-m²-Musterwohnung, Deutschland-Schnitt)

  • Fernwärme: 1.140 Euro für Heizung & Warmwasser (+ 25% gegenüber 2023)
  • Öl: 913 Euro – 12 % weniger als im Vorjahr
  • Gas: 909 Euro – leichter Anstieg gegenüber 2023 (+ 5 %)

Verbrauchstransparenz: Unterjährige Verbrauchsinformation bleibt oft ungenutzt

Nur 7 % der Mieterinnen und Mieter möchten ihre Vermieter um mehr Transparenz bitten, lediglich 2 % der Vermieter planen die unterjährige Verbrauchsinformation einzuführen. Diese ist bei mit fernauslesbaren Zählern ausgestatteten Liegenschaften bereits verpflichtend – ab Januar 2027 gilt diese Pflicht für alle. Dabei lässt sich mit bewusstem Verbrauchsverhalten wirkungsvoll Energie sparen. Bereits eine um ein Grad reduzierte Raumtemperatur kann eine bis zu sechsprozentige Verbrauchs- und damit auch Energieersparnis bewirken.

„Die Nebenkostenabrechnung erreicht viele Mieterinnen und Mieter erst mit einem Jahr Verzug. Da ist es in der Regel bereits zu spät, das Verhalten noch anzupassen“, sagt Lessing. „Verbraucher müssen wissen, wie sich ihr Verhalten auf die Kosten auswirkt – und das möglichst aktuell, am besten jeden Tag – um einem Heiz-Hammer im kommenden Winter entgegenzuwirken.“

Heiz- und CO₂-Kosten einfach ermitteln

Wer schon jetzt Klarheit über die möglichen Heiz- und CO₂-Kosten haben möchte, kann den Heizkosten-Prognoserechner nutzen. Hierfür können Verbraucherinnen und Verbraucher eigene Informationen zu Kosten und Verbrauch eingeben oder mit vorgeschlagenen Mittelwerten arbeiten. Die Nutzung des Tools ist kosten- und registrierungsfrei. Die Besonderheit: Im Gegensatz zu anderen Prognoserechnern basiert die Prognose auf realen, bereits von ista fertiggestellten Abrechnungen von 2024.

„Wir ermöglichen Transparenz: Verbraucherinnen und Verbraucher können schon jetzt sehen, welche Kosten sie voraussichtlich erwarten – und so ihr Verhalten für die kommende Heizsaison frühzeitig anpassen“, sagt Hagen Lessing, CEO ista SE.

Hintergrund der unterschiedlichen Entwicklungen der Brennstoffkosten

Die Preisniveaus kommen erst mit erheblichen Zeitversatz bei den Verbrauchern ankommen: Die Energiepreisbremsen für Gas und Fernwärme sind Ende 2023 und die Mehrwertsteuerabsenkung Ende März 2024 ausgelaufen. Seit April 2024 gilt wieder der reguläre Preis und der volle Steuersatz von 19 Prozent. Für das Jahr 2024 ist bei Fernwärme die starke Steigerung zu spüren, da die Energiepreisbremse Fernwärme sogar zu günstigeren Preisen als vor der Krise geführt hatte. Hinzu kommt, dass bei der Zusammensetzung der Fernwärmepreise vieler Fernwärmenetze eine Kombination aus verschiedenen Energiequellen genutzt wird.

Heizenergieverbrauch im Vergleich 2023/2024 zu 2024/2025

Veränderungen bei den jeweiligen Energiekosten kommen mit Zeitversatz an, da die Verträge häufig langfristig abgeschlossen werden und Preissenkungen nur verzögert weitergegeben werden. Für Heizöl galt durchgehend der reguläre Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Da Heizöl in der Regel nur einmal jährlich bestellt wird, hängen die tatsächlichen Kosten stark vom jeweiligen Kaufzeitpunkt ab. Zudem orientieren sich die Heizölpreise stärker an den internationalen Rohölmärkten als an saisonalen Schwankungen.

Caren Altpeter

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Beim Heizen im Bestand setzt die Waiblinger Wohnungsgesellschaft mit Immoconn auf mehr Effizienz

Heizen im Bestand - mit Immoconn auf mehr Effizienz
Peter Brandstetter, Geschäftsführer der Städtische Wohnungsgesellschaft Waiblingen, ist mit dem digitalen Monitoring der Heizungssysteme sehr zufrieden. Die Investition zahlte sich unmittelbar aus. Schon wenige Wochen nach der Inbetriebnahme verhinderte das System den ersten potenziellen Heizungsausfall. Die frühzeitige Erkennung ermöglichte eine präventive Wartung, noch bevor Mieter von Problemen betroffen waren. Foto: Städtische Wohnungsgesellschaft Waiblingen

Steigende Energiepreise und ambitionierte Klimavorgaben setzen die Immobilienbranche zunehmend unter Druck. Immoconn begegnet diesen Anforderungen mit einer intelligenten Plattform für herstellerunabhängiges Heizungsmonitoring. Das Unternehmen aus München setzt dabei auf moderne Sensorik und Echtzeitdaten, um die Heiztechnik in Bestandsgebäuden zu optimieren – ganz ohne aufwendige Sanierung.

Die Technologie von Immoconn ermöglicht eine zustandsorientierte, effiziente Steuerung von Heizungsanlagen. Ziel ist es, den Energieverbrauch nachhaltig zu senken, Störungen frühzeitig zu identifizieren und CO₂-Emissionen spürbar zu reduzieren. Die Lösung richtet sich an ein breites Spektrum professioneller Akteure: kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen, private Bestandshalter und professionelle Hausverwaltungen profitieren gleichermaßen von der Plattform.

Volle Transparenz dank umfassender Datengrundlage – auch bei heterogenem Anlagenbestand

Ein zentrales Element des Systems ist die kontinuierliche Erfassung aller relevanten Betriebsdaten im Heizungskeller. Dazu zählen unter anderem Temperaturen aller Heizungsstränge, Pumpenleistungen und Zählerstände. Die Echtzeit-Analyse dieser Daten wird über ein intuitiv bedienbares Dashboard visualisiert und schafft maximale Transparenz im laufenden Betrieb.

Immoconn ist mit allen gängigen Heiztechnologien kompatibel – von klassischen Öl- und Gasheizungen über Wärmepumpen und BHKWs bis hin zu Fernwärme und Solarthermie. Die Plattform passt sich flexibel an den bestehenden Anlagenmix an und bleibt auch bei späteren Modernisierungen oder Ergänzungen uneingeschränkt nutzbar.

Know-how trifft auf intelligente Algorithmen

Ein Kernmerkmal: Immoconn kombiniert die datengetriebene Analyse mit der Expertise eines hauseigenen Teams aus erfahrenen Heizungsbaumeistern. Auf Basis von Faktoren wie Gebäudenutzung, Wetterprognosen und Nutzerverhalten entstehen individuelle, praxistaugliche Handlungsempfehlungen – weit über eine reine Automatisierung hinaus.

So werden Einstellungen kontinuierlich optimiert, Energieeffizienz gesteigert und gleichzeitig der Komfort der Bewohner gewahrt.

Fernsteuerung & Störfallmanagement in Echtzeit

Je nach technischer Infrastruktur erfolgt die Anbindung über vorhandene Schnittstellen oder zusätzliche Kommunikationsmodule. Auf Wunsch ermöglicht das System eine flexible Fernsteuerung – etwa für den einfachen Wechsel zwischen Sommer- und Winterbetrieb, ohne Vor-Ort-Termin.

Im Störungsfall sorgen individuell definierbare Alarme für kurze Reaktionszeiten. Auch externe Dienstleister wie SHK-Partner können automatisiert eingebunden werden. So wird aus einer potenziellen Störung eine schnell gelöste Kleinigkeit – bevor es zu Beschwerden kommt.

Immoconn setzt auf ein klares, monatlich planbares Preismodell ohne versteckte Zusatzkosten. Die Dienstleistungsgebühr ist umlagefähig und deckt neben der Technik auch die fachliche Unterstützung ab. Das eigene Expertenteam steht bei der Interpretation der Daten, bei Optimierungen sowie bei technischen Rückfragen mit Rat und Tat zur Seite.

Fallbeispiel aus Waiblingen: Bestandsmodernisierung als zentrales Ziel

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Waiblingen GmbH steht seit 35 Jahren für nachhaltiges Wohnungsmanagement in der Region. Seit 2020 arbeitet die GmbH mit eigenem Personal und professionalisiert ihr Management. Heute verwaltet das Unternehmen in zwölf Verwaltungseinheiten 157 Wohnungen sowie Gewerbefläche und Parkraum. Bei der technischen Ausstattung treibt die Wohnungsgesellschaft die Modernisierung des Bestandes voran und setzt überwiegend auf zukunftsfähige Systeme wie Fern- und Nahwärme sowie Gasheizungen. In Neubauprojekten wird, wo möglich, auch Mieterstrom angeboten und teilweise Solarthermie eingesetzt.

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der vorausschauenden Wartung: Wir können nun gezielt Komponenten in Eigenleistung austauschen und den Erfolg kontrollieren, statt wie bisher auf Komplettaustausch zu setzen.

Peter Brandstetter.

Mit dem Eintritt der neuen Geschäftsführung im Jahr 2022 wurde der Handlungsbedarf im Heizungsmanagement deutlich. „Zu Beginn mussten wir alle Prozesse neu aufsetzen und überprüfen“, berichtet der hauptamtliche Geschäftsführer Peter Brandstetter. Die Bestandsaufnahme zeigte erhebliche Lücken: Jahresablesungen fehlten oder waren unvollständig, Verbrauchswerte erschienen unplausibel und standardisierte Wartungsverträge existierten nicht.

Die Betreuung der Anlagen erfolgte durch Hausmeister ohne spezifische Heizungskenntnisse oder durch nicht ausreichend qualifizierte Firmen. „Es gab keine zentrale Erfassung der Heizungsdaten, geschweige denn einheitliche Standards für den Anlagenbetrieb“, erinnert sich der Geschäftsführer. Diese Ausgangslage machte deutlich, dass ein professionelles Monitoring-System dringend erforderlich war, um den Anlagenbetrieb zu optimieren und die Betriebssicherheit zu erhöhen.

Von null auf digital: Der Weg zur modernen Heizungsüberwachung

Die Entscheidung für Immoconn fiel Mitte 2023, nachdem das System die Verantwortlichen durch seinen technischen Ansatz und die universelle Einsetzbarkeit überzeugte. Ein besonderer Vorteil: Die Lösung integriert sich nahtlos in den laufenden Betrieb. Die Implementierung erfolgte zügig und professionell. Das Immoconn-Team übernahm sämtliche Installationen zuverlässig, sodass für den Kunden ein reibungsloser Ablauf ohne zusätzlichen Aufwand gewährleistet war.

Immoconn setzt auf hauseigenes Team an erfahrenen Heizungsbaumeistern, um Heizungsanlagen an die Plattform anzuschließen und individuelle Handlungsempfehlungen zur optimierten Einstellung zu geben. Foto: Immoconn

Die Investition in das digitale Monitoring zahlte sich unmittelbar aus. Schon wenige Wochen nach der Inbetriebnahme verhinderte das System den ersten potenziellen Heizungsausfall. Die frühzeitige Erkennung ermöglichte eine präventive Wartung, noch bevor Mieter von Problemen betroffen waren.

Versteckte Ineffizienzen im System wurden erkannt

Besonders aufschlussreich waren die Erkenntnisse über versteckte Ineffizienzen im System: In einer Anlage kühlte der Warmwasserspeicher nachts vollständig aus und musste morgens energieintensiv wieder aufgeheizt werden – ein Energieverlust, der bei klassischen Kontrollen unentdeckt geblieben wäre.

Die kontinuierliche Überwachung brachte zudem unzureichende Pumpenleistungen und Entlüftungsprobleme ans Licht, die nun systematisch behoben werden konnten. Diese frühen Erfolge bestätigten eindrucksvoll den Mehrwert des digitalen Monitoring-Systems für den gesamten Anlagenpark.

Ein wesentlicher Vorteil von Immoconn liegt in der vorausschauenden Wartung: „Wir können nun gezielt Komponenten in Eigenleistung austauschen und den Erfolg kontrollieren, statt wie bisher auf Komplettaustausch zu setzen“, erklärt Brandstetter. Künftig sollen auch Drucksensoren sowie Störmeldungen von Entkalkung und Hebeanlage integriert werden.

Zukunftssicher von Anfang an

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Waiblingen rüstet bereits alle Neubauten während der Inbetriebnahme mit dem System aus. Dies ermöglicht auch die Überwachung kritischer Prozesse wie das Aufheizen des Estrichs – besonders wichtig bei Fern- oder Nahwärmeanschlüssen.

„Wer wissen möchte, was seine Heizung macht und wie sie reagiert, und mit Unterstützung selbst vor Ort eingreifen möchte, hat mit Immoconn eine gute technische Plattform“, fasst Brandstetter zusammen. Die „technisch visuelle Lösung“ unterstützt das Unternehmen bei der kontinuierlichen Optimierung seiner Heizungsanlagen.

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Waiblingen GmbH steht seit 35 Jahren für nachhaltiges Wohnungsmanagement in der Region und verwaltet heute in zwölf Verwaltungseinheiten 157 Wohnungen sowie Gewerbefläche und Parkraum. Foto: Städtische Wohnungsgesellschaft Waiblingen

Knapp 35 Jahre jung ist die städtische Wohnungsgesellschaft Waiblingen und wird mitten im Herz der Altstadt die Kompetenzen im Wohnungsbau für die Stadt und ihre Ortsteile bündeln. Unsere kommunale Hauptaufgabe ist die sichere und sozial verantwortbare Versorgung der Einwohner der Stadt Waiblingen mit Mietwohnungen und der Beschäftigten der Stadtwerke mit Werkswohnungen.

Immoconn ist ein Angebot der Juconn GmbH mit Sitz in München. Das Technologieunternehmen bietet intelligentes, alters- und herstellerunabhängiges Heizungsmonitoring für Wohn- und Gewerbeimmobilien jeder Größenordnung. Mit Hilfe von Sensorik und Echtzeitdaten ermöglicht Immoconn eine vorausschauende Steuerung von Heizsystemen mit dem Ziel, Betriebskosten zu senken, CO₂-Emissionen nachhaltig zu reduzieren und Störungen frühzeitig zu erkennen. Immoconn richtet sich an kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen, sowie private Bestandshalter größerer Immobilienportfolios und Hausverwaltungen. Als eigenständiges Technologieunternehmen mit tiefem Verständnis für den Heizungsbestand kombiniert Immoconn technologische Exzellenz mit einem klaren Fokus auf die sozialverträgliche Wärmewende – seit 2017 und mit Daten aus über 15.000 zentralen Heizungsanlagen.

Quelle: Immoconn / gw

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Wer Wandel will, darf nicht zögern – sondern muss machen: Vier Beispiele aus der Wohnungswirtschaft

Gerd Warda, Foto: krimiwa

Liebe Leserinnen, liebe Leser.

Trendwenden kündigen sich selten laut an. Aber wer genau hinschaut, erkennt: Sie sind da – und sie zeigen sich deutlich. Der Blick zurück hilft dabei wenig. Was die Wohnungswirtschaft heute braucht, ist kein Zögern, kein Abwarten, sondern konsequentes Handeln. Machen statt reden. Denken in Lösungen, nicht in Problemen. Genau das beweisen vier aktuelle Beispiele aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Sie alle zeigen: Die Zukunft wird dort gestaltet, wo Mut, Kooperation und Entschlossenheit zusammentreffen.

1. Beschäftigtenwohnen: Wenn Fachkräftesicherung mit Wohnraum beginnt

Ein drängendes Thema für viele Unternehmen: Fachkräfte fehlen, Auszubildende finden keinen Wohnraum – insbesondere in Städten. Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg, die IHK Berlin und Berlin Partner haben deshalb gehandelt und einen praxisnahen Leitfaden zum Beschäftigtenwohnen veröffentlicht. Unter dem Titel „Das Knäuel entwirren“ liefert er erstmals in Deutschland eine strukturierte Übersicht über alle Möglichkeiten, Beschäftigten Wohnraum bereitzustellen.

Von klassischen Werkswohnungen über Azubi-Zimmer bis hin zu Belegwohnungen bei Wohnungsunternehmen: Der Leitfaden zeigt auf, was möglich ist, wie es funktioniert – und für wen welche Lösung geeignet ist. Er richtet sich bewusst an kleine und mittelständische Unternehmen, die bislang oft keine Erfahrung mit diesem Thema hatten. Die Botschaft: Nicht warten – machen. Denn Wohnraum wird zur strategischen Ressource in der Fachkräftesicherung.

2. Waiblingen: Heizkosten senken durch intelligentes Monitoring

Nicht jeder Klimaschutz beginnt mit der Sanierung der Gebäudehülle. In Waiblingen geht man einen anderen Weg – einen digitalen. Die Städtische Wohnungsgesellschaft Waiblingen GmbH setzt auf ein professionelles Heizungsmonitoring, um ihre Bestandsgebäude effizienter zu betreiben.

Die Analyse 2022 zeigte drastische Defizite: fehlende Verbrauchsdaten, unklare Wartungsstrukturen, keine Standards im Betrieb. Geschäftsführer Peter Brandstetter nennt es offen: „Es gab keine zentrale Erfassung der Heizungsdaten.“ Die Konsequenz: ein umfassender Systemumbau, neue Prozesse, Echtzeitdaten durch Sensorik – und damit ein großer Schritt Richtung Energieeffizienz, ganz ohne umfassende bauliche Eingriffe.

Waiblingen zeigt: Digitalisierung ist keine Zukunftsmusik. Sie ist längst möglich – wenn man bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen.

3. Hamburg: Gemeinsam ein Denkmal zukunftsfähig gemacht

Ein Baudenkmal mit 400 Wohnungen, gebaut in den 1930er Jahren – und zehn Jahre lang behutsam und zukunftsorientiert saniert: Die Hamburger Genossenschaft altoba hat mit dem Reichardtblock ein Zeichen gesetzt. Der Clou: Zusätzlich sind 46 neue Wohnungen unter dem Dach entstanden.

Was dieses Projekt besonders macht, ist nicht nur das bauliche Ergebnis, sondern der Weg dahin. Genossenschaftsmitglieder, Denkmalschutz, Bauplanung – alle zogen mit, alle machten mit. Vorstand Burkhard Pawils bringt es auf den Punkt: „Machen, durchziehen und nicht warten.“

Das Beispiel zeigt, dass selbst komplexe Projekte mit kluger Planung, Ausdauer und Kooperation gelingen können – und am Ende neue, bezahlbare Wohnungen in urbaner Lage entstehen.

4. Klimageräte: Wenn Heizen plötzlich anders gedacht wird

Der Klimawandel verändert nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Heizsysteme. Eine aktuelle europäische Studie zeigt: Klimageräte werden zunehmend zum Heizen genutzt – in Deutschland bereits in knapp 70 % der Fälle.

Längst sind moderne Klimageräte mehr als nur Sommerhelfer. Sie entwickeln sich zu Ganzjahreslösungen für Heizung und Kühlung – energieeffizient, flexibel, oft mit Wärmepumpentechnologie ausgestattet. Besonders in Neubauten oder bei Sanierungen, bei denen schnelle Lösungen gefragt sind, kann das eine attraktive Option sein.

81 % der untersuchten Klimasysteme in Europa werden mittlerweile zum Heizen genutzt – ein klarer Trend. Und ein weiteres Beispiel dafür, dass sich Zukunft nicht aufhalten lässt.

Zukunft lässt sich nicht abwarten – sie will gemacht werden

Die vier Beispiele zeigen eindrücklich, wie unterschiedlich, aber wirkungsvoll Wandel in der Wohnungswirtschaft gestaltet werden kann. Ob Leitfaden, Monitoring-System, Denkmalsanierung oder neue Heiztechnologien – überall beginnt die Veränderung mit dem Entschluss zu handeln. Mehr über die vier Beispiele finden Sie in dieser Ausgabe.

Statt auf den perfekten Zeitpunkt zu warten oder die nächste Gesetzesnovelle abzuwarten, heißt es: anfangen, ausprobieren, weiterentwickeln. Die Zukunft gehört denen, die sie aktiv gestalten.

Oktober 2025, Wohnungswirtschaft heute., Ausgabe Nummer 205, mit neuen Inhalten.

Klicken Sie mal rein.

Bleiben Sie zuversichtlich und nachhaltig und bedenken Sie: Nicht lang auf Berlin warten! Machen!

Ihr Gerd Warda

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Blaupause für Deutschland – Das Beschäftigtenwohnen – BFW Berlin, IHK Berlin und Berlin Partner haben die Initiative gestartet

Blaupause für Deutschland – Das Beschäftigtenwohnen
Eine Initiative von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie, BFW Berlin Brandenburg und IHK Berlin

Der BFW Landesverband Berlin/Brandenburg, die IHK Berlin und Berlin Partner veröffentlichten auf der Expo Real gemeinsam einen neuen, digitalen Leitfaden zum Thema Beschäftigtenwohnen, mit dem Titel „Das Knäuel entwirren“. Der Leitfaden ist der erste dieser Art in Deutschland. Er richtet sich gezielt an kleine und mittelständische Unternehmen und bietet einen transparenten Überblick zu den verschiedenen Optionen, Beschäftigten Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Ob klassische Werkswohnungen, Zimmer für Auszubildende oder Belegwohnungen bei Wohnungsbaugesellschaften – anhand des Leitfadens können Unternehmen entscheiden, welche Lösung für ihre Bedarfe die zielführendste ist und welche Schritte dafür notwendig sind. Damit bauen der BFW Landesverband, die IHK Berlin und Berlin Partner eine direkte Brücke zwischen wohnungssuchenden Unternehmen und der Immobilienwirtschaft.

Berlin boomt und zieht Talente aus aller Welt an, doch der Erfolg der Hauptstadt wird gebremst durch den eklatanten Mangel an Wohnraum. Längst ist das Problem in der Presse vom Lokalteil in die Wirtschaftsseiten gewandert und wird darüber hinaus in den Vorstandsetagen der großen Untenehmen heftig diskutiert. Das Thema betrifft sowohl nationale und internationale Unternehmen, die sich in Berlin ansiedeln, als auch in Berlin ansässige Unternehmen, die expandieren. Wer Fachkräfte braucht, die nicht bereits in der Hauptstadt leben, kann diese nur erschwert mit passendem Wohnraum versorgen. Die Krise kann das Wachstum am gesamten Wirtschaftsstandort bremsen.

Die drei Partner bündeln in dem Projekt ihre spezifischen Kompetenzen. Dass die Spitzen der Berliner Wirtschaftsförderung – die IHK Berlin als Vertreterin der ansässigen Unternehmen und Berlin Partner als Akquisiteur für internationale Firmen – gemeinsam mit dem BFW als Stimme der Immobilienwirtschaft handeln, unterstreicht die enorme Dringlichkeit des Themas.

„Als Landesverband hören wir täglich von der Berliner Wirtschaft, wie dramatisch der Wohnungsmangel die Suche nach Fachkräften erschwert. Gleichzeitig wissen wir, dass unsere Mitgliedsunternehmen bereitstehen, den benötigten Wohnraum zu schaffen“, sagt Susanne Klabe, Geschäftsführerin des BFW Landesverband Berlin/Brandenburg. „Mit diesem Leitfaden bauen wir die entscheidende Brücke: Wir zeigen den Unternehmen konkrete Wege auf und vernetzen sie direkt mit den Akteuren der Immobilienwirtschaft, die Lösungen umsetzen können.“

Soziale Verantwortung und großen Wettbewerbsvorteil

„Wer Wohnraum für Beschäftigte schafft, investiert nicht nur in soziale Verantwortung, sondern sichert sich ganz klar auch einen Wettbewerbsvorteil, denn der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist längst zu einem limitierenden Standortfaktor geworden“, sagt Dr. Stefan Franzke, Geschäftsführer von Berlin Partner.

Unser Leitfaden zeigt transparent Optionen auf, wie Unternehmen klug und nachhaltig investieren können, damit es sich auch langfristig für sie auszahlt.“

WG-Zimmer für Auszubildende

„Wir können ohne Übertreibung sagen: Dieser Leitfaden ist ein deutschlandweit einzigartiges Praxiswerk. Er zeigt Berliner Unternehmen konkret, wie sie etwa für Auszubildende WG-Zimmer organisieren, für internationale Fachkräfte möblierte Apartments bereitstellen oder durch Belegungsrechte langfristig Wohnraum sichern können. Wir wissen, dass viele Unternehmen Beschäftigtenwohnen anbieten wollen.

Gerade kleinen und mittleren Unternehmen ohne große HR-Abteilungen mit Relocation-Services fällt es aber schwer, die für sie passende Lösung zu finden. Mit diesem Leitfaden können die Unternehmen zu aktiven Gestaltern auf dem Wohnungsmarkt werden. Das kommt dem gesamten Wirtschaftsstandort zugute. Denn wer heute Wohnlösungen schafft, sichert sich morgen die Fachkräfte“, sagt Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin bei der IHK Berlin.

Der digitale Leitfaden zeigt praxisnah, wie Kooperationen aussehen können: Er vernetzt suchende Unternehmen gezielt mit den Experten aus der Immobilienwirtschaft – von Projektentwicklern, die Wohnraum für die Belegschaft eines Unternehmens errichten, bis hin zu Verwaltungsunternehmen, die bei der Bewirtschaftung von Beständen unterstützen. Eingebettet auf einer Landingpage der IHK Berlin, erleichtert der Leitfaden mit weiterführenden Links den direkten Kontakt zu potenziellen Partnern, um maßgeschneiderte Lösungen für das Beschäftigtenwohnen zu realisieren.

Quelle: BFW Landesverband Berlin/Brandenburg e. V. / gw

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altoba – Reichardtblock: Denkmal mit Zukunft – 400 Wohnungen modernisiert und 46 neu im Dachgeschoss

altoba - Reichardtblock: Denkmal mit Zukunft - 400 Wohnungen
Seit 2016 hat die altoba umfangreiche Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt und durch den Ausbau von Dachgeschossen 46 zusätzliche Wohnungen geschaffen. Foto: altoba

Nach zehn Jahren Bauzeit ist die Modernisierung und Fassadensanierung der denkmalgeschützten Wohnanlage Reichardtblock erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Innenhof-Fest hat die Altonaer Spar- und Bauverein eG (altoba) gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern den erfolgreichen Abschluss der umfassenden Modernisierung und Fassadensanierung des Reichardtblocks in Hamburg-Bahrenfeld gefeiert.

In acht Bauabschnitten, die sich über zehn Jahre erstreckten, hat die Wohnungsbaugenossenschaft ein Backsteindenkmal für die Zukunft ertüchtigt und die Chance genutzt, ohne Versiegelung neuen Wohnraum zu schaffen.

Mitglieder und Amt für Denkmalschutz – alle waren mit im Boot

Die vier Baublöcke des Reichardtblocks mit ursprünglich 400 Wohnungen waren Anfang der 1930er-Jahre fertiggestellt worden – als erste Wohnhäuser des Altonaer Spar- und Bauvereins im Stil der neuen Sachlichkeit. Seit 2016 hat die altoba umfangreiche Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt und durch den Ausbau von Dachgeschossen 46 zusätzliche Wohnungen geschaffen.

Am Anfang der Maßnahme standen umfangreiche Abstimmungen mit dem Amt für Denkmalschutz sowie mehrere Informationsveranstaltungen für die Mitglieder.

Die Mitglieder brachten den größten Beitrag

Burkhard Pawils, Vorsitzender des Vorstands der altoba, sagt: „Den größten Beitrag zum Erhalt des Reichardtblocks können sich die Bewohnerinnen und Bewohner zuschreiben. Sie ha­ben anstrengende Jahre mit Baulärm, Schmutz und anderen Unannehmlichkeiten hinter sich.“ Während der Strangsanierung in ihrer Wohnung mussten die Mitglieder zudem jeweils mehrere Wochen aus ihren Wohnungen ausziehen.

Die altoba stellte Ausweichwohnungen zur Verfügung. „Ohne die Toleranz und Mitwirkung der Mitglieder wäre es nicht möglich gewesen, die Wohnanlage in dieser Form für die Zukunft zu bewahren“, sagt Burkhard Pawils.

Der Fokus bei der Planung am Anfang der Baumaßnahme lag auf einer möglichst moderaten Entwicklung der Nutzungsgebühren und – zu diesem Zweck – auf der möglichst umfangreichen Inanspruchnahme von Förderprogrammen. Foto: altoba

Zukunftssichere Energieversorgung und verbesserter Wohnkomfort

Der Fokus bei der Planung am Anfang der Baumaßnahme lag auf einer möglichst moderaten Entwicklung der Nutzungsgebühren und – zu diesem Zweck – auf der möglichst umfangreichen Inanspruchnahme von Förderprogrammen. Mit neuen Heizungen und dem Anschluss der Wohnanlage an das Fernwärmenetz schuf die altoba die Grundlage für eine zukunftssichere Energieversorgung. Zur Einsparung von Heizkosten und Erhöhung des Wohnkomforts tragen die neuen Holzfenster bei sowie die Dämmung von Gebäudehülle, Kellerdecken und Dach.

Zum Backsteindenkmal gehört natürlich die Fassadensanierung, Fuge um Fuge, ebenso wie die Holzfenster. Foto: altoba

Treppenhäuser, Hauseingangstüren und Wohnungstüren wurden denkmalgerecht aufgearbeitet. Zum Maßnahmenpaket gehörten darüber hinaus neben anderem die Erneuerung der Zu- und Abwasserleitungen sowie die Erneuerung der Bäder und Sanitäreinrichtungen. Die Backsteinfassaden wurden aufwendig saniert. Der zweischalige Teil der Fassaden wurde durch das Einbringen von Polyurethan (PUR)-Hartschaum gedämmt und in der Standsicherheit gefestigt.

Vier Jahre lang hat es damals gebraucht, den Reichardtblock zu erbauen – und mehr als doppelt so lang hat die Modernisierung und Fassadensanierung gedauert.

Burkhard Pawils

Die vier Gebäudezeilen des Reichardtblocks sind durch die Langbehnstraße im Norden sowie durch die Valparaisostraße, den Bornkampsweg und die Bahrenfelder Chaussee begrenzt. Im Sommer 2025 wurde auch der zweite der beiden großzügigen Innenhöfe fertiggestellt und steht den Mitgliedern jetzt wieder zur Nutzung zur Verfügung.

Historisch beispiellose Investition in den Bestand

Burkhard Pawils: „Vier Jahre lang hat es damals gebraucht, den Reichardtblock zu erbauen – und mehr als doppelt so lang hat die Modernisierung und Fassadensanierung gedauert. Mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Mio € war dies eine in der Geschichte der Genossenschaft einmalige Kraftanstrengung.“

Das gesamte Projekt wurde durch das Architekturbüro GSPart Rathay Sprengel Architekten und Sachverständige PartGmbB geplant und begleitet.

Quelle: altoba / Silke Kok

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Denkmalschutz und Nachhaltigkeit im Fokus – Neues ESG-Paper von Colliers

Denkmalschutz und Nachhaltigkeit - Neues ESG-Paper von Colliers
Das Schloss Eutin ursprünglich im Besitz der Lübecker Fürstbischöfe und der Herzöge von Oldenburg, gehört heute der Stiftung Schloss Eutin, einer Stiftung des öffentlichen Rechts, die am 24. April 1992 per Gesetz errichtet wurde. Der Zweck dieser Stiftung ist der Erhalt des unter Denkmalschutz stehenden Schlosses, des Inventars und des Schlossgartens sowie deren Zugänglichmachung für die Öffentlichkeit. Foto: Schleswig-Holstein.sh / Gerd Warda

Colliers stellt die erste Ausgabe des neuen Formats „ESG Dialog“ vor, die die Rolle von Baudenkmälern im Kontext von Nachhaltigkeit und ESG-Anforderungen in der Immobilienbranche beleuchtet. Das Paper „ESG Dialog: Baudenkmal & Nachhaltigkeit“ vereint die Perspektiven von Investoren, Eigentümern, Bestandsentwicklern sowie Beratern in Form von Fachbeiträgen und Interviews und bietet einen Überblick über regulatorische Rahmenbedingungen, Markteinschätzungen und Lösungsansätze.

Das Papier zeigt, dass Baudenkmäler trotz komplexer Herausforderungen Chancen für wirtschaftliche und nachhaltige Bestandsentwicklung bieten. Gesetzliche Regelungen stellen Klimaschutzmaßnahmen inzwischen immer häufiger über den Denkmalschutz und eröffnen damit Handlungsspielräume für Eigentümer und Investoren.

Die Untersuchung enthält darüber hinaus eine von Colliers durchgeführte Umfrage unter Asset-, Fonds-, Portfolio- und Transaction-Managern sowie eine statistische Auswertung zum Anteil denkmalgeschützter Gewerbeimmobilien in deutschen Städten durch den Geomarketing-Anbieter Nexiga. Demnach ist Düsseldorf mit einem Baudenkmal-Anteil von über 18 Prozent der Gebäude mit gewerblicher Nutzung Spitzenreiter, gefolgt von Leipzig mit 8 Prozent. Entsprechend hoch ist der Anteil der Unternehmen mit Sitz in einem Baudenkmal in den beiden Städten.

Der überwiegende Baudenkmal-Anteil in Deutschland stammt aus der Zeit vor 1900. Gleichzeitig weist Markus Kelzenberg, Geschäftsführer der DGNB GmbH, darauf hin, dass es auch unter den Nachkriegsbauten als erhaltenswert eingestufte Gebäude gibt, bei denen Sanierungen aufgrund von Schadstoffbelastungen besonders herausfordernd sind.

Regulatorik eröffnet neue Möglichkeiten für Eigentümer und Investoren

Klimaschutz gilt als übergeordnetes öffentliches Interesse, das zunehmend Vorrang vor den Belangen des Denkmalschutzes hat. Dies regeln neue gesetzliche Entwicklungen und Gerichtsurteile, die Klimaschutzmaßnahmen wie Solaranlagen und energetische Sanierungen immer häufiger über den Denkmalschutz stellen. Nur in Ausnahmefällen kann der Denkmalschutz noch überwiegen.

„Baudenkmäler müssen sich heute den gleichen Nachhaltigkeitsanforderungen stellen wie jedes andere Asset. Zwar sehen viele Marktteilnehmer die Nachhaltigkeitsperformance und das Potenzial von Baudenkmälern kritisch, doch in der Praxis ist der Denkmalschutz kein Widerspruch zur Nachhaltigkeit“, sagt Till Brühöfener-McCourt, Head of ESG Services bei Colliers in Deutschland. So bestehen etwa im DGNB Zertifizierungssystem und dem Baudenkmalschutz zahlreiche Synergieeffekte, die das Paper aufzeigt.

Experten sehen Vereinbarkeit von Baudenkmalschutz und Nachhaltigkeit

Während Marktteilnehmer die Nachhaltigkeitsperformance von Baudenkmälern überwiegend negativ bewerten, zeigen Experten, u.a. aus den Bereichen Bestandsentwicklung und Beratung, dass Denkmalschutz und Nachhaltigkeit bei interdisziplinärer Planung keine Gegensätze sind, auch im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit.

„Entscheidend für eine gelungene Nachhaltigkeitszertifizierung im Denkmalbestand ist eine integrierte Planung, die frühzeitige Einbindung aller Beteiligten, das Ausschöpfen gesetzlicher Rahmenbedingungen sowie ein kluger Fördermittel-Mix. So wird das Baudenkmal nicht nur zu einem Vorzeigeprojekt in Sachen Nachhaltigkeit, sondern überzeugt mit einem einzigartigen Profil, das andere Immobilien kaum bieten. Mit unserem ESG Dialog schaffen wir mehr Markttransparenz und zeigen kompakt Herausforderungen sowie Lösungsansätze auf“, sagt Brühöfener-McCourt abschließend.

Sara Singbartl

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Wartung und Denkmalschutz – Wie das Rathaus in Siegen energetisch modernisiert wird

Wartung und Denkmalschutz – Rathaus in Siegen modernisiert
Das Rathaus in Siegen ist Baujahr 1970. Die Holzfenster sind damals mit eingebaut worden, nicht gewartet und nicht erneuert. Sie stehen heute unter Denkmalschutz, wie das ganze Gebäude. 20 Millimeter-Nut und nur 4 Millimeter Falzluft, natürlich zieht es. Aber eine neue Dichtung und eine Verdreifachung der Schließpunkte (von vier auf zwölf) schafft Abhilfe. Eine günstige Wartung erspart einen teureren Einbau neuer Fenster. Und die Mitarbeiter der Verwaltung freuen sich: Es zieht nicht mehr. Auch der Stadtkämmerer kann sich freuen. Er spart Energiekosten. Foto: Roto

Im Rathaus Geisweid der Stadt Siegen kämpft die Stadtverwaltung seit geraumer Zeit mit den Tücken eines denkmalgeschützten Gebäudes. Weht der Wind wieder einmal besonders heftig durchs Siegerland, wird die Zugluft im Bürgerhaus aus dem Jahr 1970 zur echten Belastung.

An heißen Tagen lässt sich in einigen Räumen nicht einmal lüften – die schwer zu öffnenden Fenster bleiben aus Sicherheitsgründen dauerhaft geschlossen.

Zugluft im Bürgerhaus

Das hat Frank Demmer und sein Team von den Service Friends in Nümbrecht auf den Plan gerufen. Sie kümmern sich derzeit um die energetische Modernisierung des Rathauses, die sich die Stadt auf die Fahne geschrieben hat. Die Herausforderung? Im Gebäude aus den 70er Jahren greift der Denkmalschutz, sodass 200 Fenster komplett erhalten, aber energetisch modernisiert werden müssen.

Die Service Friends erneuern jedes einzelne Fenster. Neue Dichtungen, moderne, in den Holzrahmen eingefräste Schließstücke und eine Verdreifachung der Schließpunkte (von vier auf zwölf) sorgen künftig für bessere Funktionalität und Energieeffizienz.

Die alten Beschläge wurden ausgetauscht. Dank neuer Beschläge und mehr Schließpunkte lassen sich die Fenster wieder leicht öffnen und schließen. Foto: Roto

Trotz der anspruchsvollen Ausganssituation – die Fenster verfügen über eine 20 Millimeter-Nut und nur 4 Millimeter Falzluft – benötigen Demmer und sein Team für die Arbeiten insgesamt lediglich drei Monate, sodass die Modernisierung bereits Mitte April abgeschlossen ist. „Durch unsere Wartungsleistung kann die Stadtverwaltung künftig die CO2-Emissionen des Rathauses reduzieren und die Heizkosten erheblich senken“, so der Betriebsleiter der Service Friends.

Unter der Dachmarke Service Friends unterhält die Roto Frank Professional Service GmbH aus Stuttgart mittlerweile 36 Standorte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Von dort aus reparieren, warten, sanieren, sichern und erneuern die Service Friends Fenster, Türen und Dachfenster für alle Marken bzw. Hersteller.

Neue Dichtungen für alte Fensterrahmen

Durch die kostengünstige Wartung wurden die 200 Holzfenster des Rathauses komplett erhalten. Dafür brauchte das Team um Frank Demmer nur drei Monate. Foto: Roto
 

Zu den Kunden zählen unter anderem Wohnungsverwalter, Immobilien-Genossenschaften, kommunale Wohnungsgesellschaften sowie Gemeinden und Bauämter. Der größte Wachstumstreiber für die jüngste Division der Roto Holding ist derzeit der Bereich der energetischen Sanierung. Angesichts der gesetzlichen Verpflichtungen zur nachhaltigen Nutzung und Ertüchtigung älterer Gebäude sei eine optimierte Dichtigkeit von Fenstern und Türen gerade extrem gefragt.

Quelle: Roto / aw

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Lerninseln Nord und Ost: „Hier lernt man nicht kennen, wer man ist, sondern wer man werden kann.“

Lerninseln Nord und Ost: „Hier lernt man, wer man werden kann.“
Beim Segelkurs auf Schwanenwerder heißt es nach der theoretischen Einführung „Leinen los“. (Lerninsel Ost) Bildnachweis: BBA

Junge Talente aus der Immobilienwirtschaft ganzheitlich fördern – fachlich und persönlich – das haben sich die Lerninseln Nord und Ost seit vielen Jahren zum Ziel gemacht. Das Konzept kommt an: Auch in diesem Jahr nahmen wieder jeweils rund 20 Auszubildende aus der nord- und ostdeutschen Wohnungswirtschaft auf der ostfriesischen Insel Juist und der Berliner Insel Schwanenwerder teil.

Diese Sommercamps gehen über die reine Weiterbildung hinaus: Sie vereinen praxisnahe und zukunftsorientierte Workshops mit Teamkompetenz und Persönlichkeitsentwicklung.

„Ich bin jedes Jahr aufs Neue begeistert, wenn ich die Entwicklung der jungen Menschen, die noch am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen, in nur einer Woche verfolge“, betont Carsten Wiese, Head of Strategic Relationships bei Aareon, der auch in diesem Jahr wieder vor Ort auf der Insel Juist dabei war.

Dem kann Kathrin Meister, Gebietsleiterin Regionalvertrieb Ost/Süd bei Aareon, die die Lerninsel Ost seit vielen Jahren mit großem Engagement betreut, nur beipflichten: „Die Arbeit mit den Auszubildenden aus der Immobilienwirtschaft macht jedes Jahr aufs Neue enorm viel Spaß. Ich schätze die Interaktion, die auch uns immer wieder neue Sichtweisen vermittelt. Der Austausch ist sehr erfrischend und offen.“

Nach der erfolgreichen Abschlusspräsentation erhalten die Teilnehmenden ihre Urkunden. (Lerninsel Ost) Bildnachweis: BBA

Bereits seit rund 20 Jahren unterstützt Aareon die Lerninseln auf Juist vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) und auf Schwanenwerder, die von den Verbänden BBU, vtw und VSWG ausgerichtet werden.

Auf den Lerninseln geht es neben der Erarbeitung neuer fachlicher Kompetenzen vor allem auch um die persönliche Weiterentwicklung. Egal ob beim Präsentationstraining, der Abschlusspräsentation vor Unternehmensmanagerinnen und -managern oder beim Segelflugkurs auf Juist beziehungsweise dem Segelkurs mit Abschlussregatta auf dem Wannsee, es gilt, die eigene persönliche Komfortzone zu verlassen und viel Neues zu lernen. Eigenschaften, die im Zuge sich stetig verändernder Anforderungen und neuer technologischer Entwicklungen in der Arbeitswelt zum unabdingbaren Erfolgsfaktor geworden sind.

Das unterstreicht auch Andreas Daferner, Referent Bildung beim VNW: „20 hochmotivierte Auszubildende norddeutscher Wohnungsunternehmen haben in dieser Woche auf Juist Gewohntes verlassen und sind über sich selbst hinausgewachsen. Im Flugunterricht blicken sie buchstäblich über den Tellerrand und übernehmen Verantwortung. Wir sind stolz auf jeden Einzelnen von Ihnen.“

Sandra Niedergesäß, Geschäftsführende Vorständin der BBA-Akademie, erläutert: „Abseits des regulären Ausbildungsplans setzen sich die Teilnehmenden mit realen und potenziellen Herausforderungen des Berufsalltags auseinander. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Kompetenzen, die über das fachliche Wissen hinausgehen. Dies geschieht in einem Umfeld, das kreatives Denken und „Thinking out of the box“ fördert.“

Gelungener Abschluss auf der Lerninsel Nord. Bildnachweis: Jubi Juist

Thematisch stand in diesem Jahr das brandaktuelle Thema KI im Fokus. Die Auszubildenden erarbeiteten gemeinsam, für welche Arbeitsbereiche in einem Immobilienunternehmen KI relevant ist, welche Mehrwerte der Einsatz von KI bringt, aber auch was es zu beachten gilt. Dabei standen der Austausch untereinander und die kollaborative Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Branchenexpertinnen und -experten lieferten zudem wichtige Impulse und fungierten als direkte Ansprechpartnerinnen und -partner.

Auch die Teilnehmenden sind jedes Jahr wieder begeistert. Sie haben in dieser Woche fokussiert und ohne Ablenkung die Gelegenheit, sich mit neuen Themen und Anforderungen zu befassen und zu networken. Gerade der Austausch und das Feedback des jeweiligen „Coachingteams“ vor Ort kommt an.

Vor der Praxis ist Theorieunterricht angesagt: Segelflugkurs auf Juist. (Lerninsel Nord) Bildnachweis: Privat

Den zentralen Mehrwert der Lerninsel hat eine Teilnehmerin beispielsweise wie folgt auf den Punkt gebracht: „Hier lernt man nicht kennen, wer man ist, sondern wer man werden kann.“ Damit schaffen die Lerninseln die ideale Basis, um sich auf dem beruflichen Weg stetig weiterzuentwickeln und mutig, neue Chancen zu ergreifen. Wichtige Eigenschaften für die weitere zukunftsorientierte Entwicklung der gesamten Immobilienbranche.

Quelle: Aareon / kv

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81 % der in Europa installierten Klimageräte werden auch zum Heizen genutzt

81% der installierten Klimageräte werden auch zum Heizen genutzt
Außengeräte für Multi-Split-Inverter-Systeme. Grafik: panasonic

Die Nutzung von Klimageräten wandelt sich: Sie kommen immer häufiger auch im Heizbetrieb zum Einsatz – teils sogar als Hauptheizung. Die aktuellen Nutzungsdaten von Panasonic Heating & Cooling Solutions belegen diesen klaren Trend. In vielen Haushalten übernehmen Klimageräte mittlerweile die Funktion eines Heizsystems – Tendenz steigend.

Eine aktuelle Auswertung aus dem Jahr 2024, die das Nutzungsverhalten in zehn europäischen Ländern untersucht hat, ergab, dass 81 % der installierten Klimageräte entweder ausschließlich zum Heizen oder sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen verwendet werden. Diese Entwicklung zeigt die wachsende Bedeutung energieeffizienter, ganzjährig nutzbarer Lösungen für den Wohnkomfort.

Heizen mit der Klimaanlage – auch in Deutschland zunehmend relevant

Die Analyse von Panasonic beruht auf den tatsächlichen Nutzungsstunden der Geräte im Zeitraum von Januar bis Dezember 2024 und zeigt, dass die Geräte im europäischen Durchschnitt 72,4 % der Zeit im Heizmodus laufen – ein deutliches Zeichen für den Wandel in der Nutzung.

Auch in Deutschland zeigt sich dieser Trend: 69,8 % der Nutzungsdauer entfallen hierzulande auf den Heizbetrieb. Dies verdeutlicht die wachsende Akzeptanz moderner Luft/Luft-Wärmepumpen als Heizsysteme im privaten Wohnbereich.

Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in skandinavischen Ländern: In Norwegen etwa liegt der Heizanteil bei beeindruckenden 95,6 %, in Dänemark bei 94,7 %. Selbst in Ländern mit milderem Klima wie Italien (43,8 %) und Spanien (42,5 %) wird die Heizfunktion stark genutzt.

Ganzjahreskomfort durch effiziente Technologie

Diese Entwicklung verdeutlicht vor allem eines: Die Wahl eines Klimageräts ist heute auch eine Entscheidung für ein Heizsystem. Panasonic reagiert auf diese Nachfrage mit leistungsstarken und gleichzeitig nachhaltigen Lösungen. Mit speziell für kalte Klimazonen entwickelten Klimageräten wie dem neuen Multisplit-Außengerät Power Heat Multi bietet das Unternehmen verlässliche Heizleistung selbst unter extremen Bedingungen.

Das System liefert beim 2-Raum-Modell bis zu 3,9 kW Heizleistung selbst bei Außentemperaturen von -25 °C. Dank moderner Invertertechnologie, einem SCOP von 4,6 und der Energieeffizienzklasse A++ eignet sich das Power Heat Multi-System hervorragend für Ein- und Mehrraumlösungen. Zudem bietet eine solche Lösung viele weitere Vorteile: einfache Installation, hohe Energieeffizienz, integriertes WLAN und die innovative nanoe™ X-Luftreinigung.

Auch die Aquarea Luft/Wasser-Wärmepumpen von Panasonic sind auf ganzjährigen Komfort ausgelegt. Sie können sowohl heizen als auch kühlen und erfüllen somit die Anforderungen europäischer Haushalte nach ganzjährigem hohem Raumkomfort.

Heizen mit Klimageräten liegt im Trend

Klimageräte sind längst mehr als nur Kühlgeräte. Moderne Klimasysteme haben sich zu vollwertigen Ganzjahreslösungen für Heizung und Kühlung entwickelt. Mit einem Heizanteil von über 70 % im europäischen Durchschnitt und 69,8 % in Deutschland wird deutlich, dass Klimageräte künftig eine noch größere Rolle bei der Beheizung moderner Gebäude spielen werden.

Jürgen Koch

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