Bei der traditionsreichen Baugenossenschaft Familienheim Freiburg bringt das neue Jahr personelle Änderungen in der Führungsebene mit sich: Die langjährige Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Anja Dziolloß, hat sich aus persönlichen Gründen entschieden, das Unternehmen zum 31. Januar 2026 zu verlassen.
„Der Aufsichtsrat bedauert diese Entscheidung sehr, ist aber dem Wunsch der Vorstandsvorsitzenden nachgekommen und hat sie von ihren Aufgaben entbunden“, berichtet die Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Anita Stilz.
Die Aufsichtsräte danken Anja Dziolloß für ihr fast 30-jähriges Engagement und ihre exzellenten unternehmerischen Leistungen. Sie betonen, dass die Familienheim Freiburg mit Anja Dziolloß eine weitsichtige Strategin und Führungspersönlichkeit verliert, die ein wirtschaftlich rundum gesundes Unternehmen hinterlässt.
Während ihrer Vorstandschaft hat sich die Bilanzsumme der Genossenschaft verdoppelt, die Eigenkapitalquote stieg um zehn Prozentpunkte auf knapp 50 % und insgesamt wurden 274 Millionen Euro in Instandhaltung und Neubau investiert.


Fast zeitgleich hat sich auch der kaufmännische Vorstand Christian Brokate aus persönlichen Gründen entschlossen, die Baugenossenschaft zu verlassen. Er wird der Familienheim aber noch bis Ende März 2026 erhalten bleiben, damit in seinem Arbeitsbereich eine geordnete Übergabe sichergestellt werden kann. Der Aufsichtsrat dankt Christian Brokate ebenfalls für die geleistete Arbeit im Dienste der Genossenschaft.
Für den technischen Bereich der Genossenschaft und damit das bisherige Arbeitsfeld von Anja Dziolloß wird zukünftig Markus Scherrle die Verantwortung übernehmen. Er ist Bauingenieur und war zuvor im Immobilien-Management eines großen Industrieunternehmens beschäftigt. Scherrle verfügt über reichhaltige Erfahrung aus der Bauwirtschaft und der Immobilienbranche. Damit bringt er die Voraussetzungen mit, sich rasch in die baulichen Projekte und Aufgaben bei der Familienheim Freiburg einzufinden.
Er ist bereits seit dem 1. November 2025 bei der Baugenossenschaft als Geschäftsführer tätig und hatte somit in den vergangenen Monaten die Möglichkeit, sich mit den spezifischen Anforderungen des genossenschaftlichen Wohnungsbaus vertraut zu machen. „Ich freue mich sehr, zukünftig meinen Beitrag zu mehr bezahlbarem Wohnraum in Freiburg und Umgebung leisten zu können“, betont Scherrle und fügt hinzu: „Dass die Genossenschaft so gut aufgestellt ist, hat mir den Start natürlich erheblich erleichtert.“
Als neuer kaufmännischer Vorstand und damit Nachfolger von Christian Brokate konnte Alexander Ehrlacher gewonnen werden. Er war bereits zwischen 2016 und 2023 im Vorstand der Genossenschaft tätig, bevor er sich einer neuen Herausforderung in der digitalen Dienstleistungsbranche stellte. Um einen möglichst reibungslosen Übergang und Kontinuität in der Genossenschaft zu gewährleisten, hat Ehrlacher seine Stelle bereits zum 1. Januar 2026 angetreten und wird zukünftig auch den Vorsitz des neu formierten Vorstands übernehmen.
„Mir ist bewusst geworden, dass man im baugenossenschaftlichen Umfeld vor Ort viel mehr bewegen kann als in der digitalen Welt.“, so Ehrlacher. „Umso mehr bin ich froh darüber, dass man mir die Chance gegeben hat, wieder zurückzukehren.“


Ergänzt wird der neue hauptamtliche Vorstand durch einen nebenamtlichen Vorstand. Hierfür ist Georg Selinger vom Aufsichtsrat berufen worden. Er war bis zu seiner Pensionierung Vertriebsvorstand einer Sparkasse im Freiburger Umland und bringt die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) für den Betrieb der genossenschaftlichen Spareinrichtung geforderten Qualifikationen mit.
„Ich bin sehr froh, dass wir mit den neuen Vorständen eine gute und tragfähige Lösung für die zukünftige Leitung der Genossenschaft gefunden haben und freue mich auf die Zusammenarbeit“, resümiert Dr. Anita Stilz.
Marcus Brian
Familienheim Freiburg wurde am 23. Januar 1930 gegründet, um durch den gemeinnützigen Wohnungsbau die damals herrschende Wohnungsnot einzudämmen. Von Anfang an war und ist die wichtigste Aufgabe der Genossenschaft, die Mitglieder mit bezahlbarem Wohnraum zu versorgen. Aktuell zählt Familienheim Freiburg rund 8.200 Mitglieder, besitzt 2.756 Wohnungen und führt seit knapp 60 Jahren eine eigene Spareinrichtung. Rund 90 Prozent der Wohnungen der Genossenschaft befinden sich in Freiburg.
Als eigenständiges und unabhängiges Unternehmen ist Familienheim Freiburg verpflichtet, wirtschaftlich zu handeln. Aber auch soziale und ökologische Aspekte prägen das Handeln der Genossenschaft. Deshalb investiert das Unternehmen kontinuierlich in den zeitgemäßen Erhalt seiner Wohnungen, höhere Energiestandards und ein angenehmes Wohnumfeld. So kann auch nachfolgenden Generationen eine gesicherte und attraktive Wohnzukunft geboten werden. Durch Investitionen in Modernisierungen sowie zukunftsfähigen Neubau wird das Vermögen aller Mitglieder erhalten. Weitere Infos unter www.familienheim-freiburg.de.



