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Disruption in der Wohnungswirtschaft: Wie kann sich die Branche erfolgreich digitalisieren? Im Heizungskeller! Das schreibt Lemonbeat-Chef Oliver van der Mond

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In der Wohnungswirtschaft ticken die Uhren anders. Werden im produzierenden Gewerbe oder der Telekommunikation Produkte und Services im Jahresrhythmus oder schneller erneuert, plant die Wohnungswirtschaft mit ihren Gebäuden in Jahrzehnten. Kann sich die Branche erfolgreich digitalisieren? Möglich wäre das schon heute. Ausgangspunkt: Der Heizungskeller.

In der Wohnungswirtschaft gelten andere Maßstäbe für Haltbarkeit und Return-on-Investment. Deutlich länger sind die Investitionszyklen. Eine rasche Umstellung auf neue Prozesse ist schwierig. Bedeutet das aber im Umkehrschluss, dass sich die Wohnungsunternehmen mit so schnelllebigen Themen wie der Digitalisierung besser erst gar nicht befassen sollten? Natürlich nicht. Und es wäre auch unwahr zu behaupten, dass sich bislang noch niemand dort mit dem Thema beschäftigt hat. Natürlich macht die Digitalisierung auch vor der Wohnungswirtschaft nicht halt. Das fängt bei den internen Prozessen zu täglichen Arbeitsabläufen an und erstreckt sich bis zu den Wohngebäuden selbst.

In der Branche weiß das auch jeder. Nur, eine Umfrage des BFW im Herbst letzten Jahres ließ aufhorchen: Das Ergebnis der Umfrage zeigte, dass den meisten Mitgliedern das Thema Digitalisierung zwar bewusst ist, viele dieses aber dennoch auf die lange Bank schieben. Die Gründe? Kosten, Zeitmangel und vor allem: fehlendes Personal. Eindringlich warnte der Verband seine Mitglieder davor, nicht den Anschluss bei der Digitalisierung zu verlieren. Wo es erste zarte Anfänge gibt, da betrifft die Digitalisierung die Optimierung der internen Arbeitsprozesse. Dokumentenverwaltung, Exposé-Erstellung, Abrechnungen. Im Grunde alles, was eine moderne Büroorganisation betrifft. Mit einer echten Digitalisierung hat das natürlich noch wenig zu tun.

Digitalisieren: Schritt für Schritt

Die Branche läuft Gefahr, sich neue Geschäftsmodelle entgehen zu lassen. Machen am Ende also wieder einmal Drittanbieter, wie etwa beim Submetering, also dem Ablesen von Verbrauchsdaten auf Wohnungsebene, das Rennen? Das muss nicht sein. Die Digitalisierung ist im Grunde gar nicht so schwer, wie manche es sich vorstellen. Wichtig ist, sich realistische Ziele zu setzen. Ziele, die nicht gleich alle Probleme der Welt auf einmal lösen wollen, aber zumindest ambitioniert genug sind, sich aus der eigenen Komfortzone heraus wagen zu müssen. Denn all die Geschäftsfelder, die man jetzt nicht selbst anpackt, wird sich früher oder später ein anderer holen…

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