Liebe Leserinnen, liebe Leser.
Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt und doch zeichnet sich bereits klar ab, worauf es in der Wohnungswirtschaft 2026 ankommen wird: Orientierung, Anpassungsfähigkeit und der Mut, neue Wege zu gehen.
Neue Regeln, neue Realität
Die gesetzlichen Neuerungen, auf die Carolin Hegenbarth vom IVD hinweist, sind kein „Nice to know“, sondern Pflichtlektüre für alle, die Verantwortung für Wohn- und Gewerberaum tragen. Mietrecht, energetische Standards, Förderprogramme – alles wird neu justiert. Wer nicht rechtzeitig handelt, läuft Gefahr, zwischen veralteten Prozessen und neuen Vorschriften aufgerieben zu werden. Frühzeitige Information ist nicht mehr Kür, sondern überlebenswichtig.
Marktbericht 2025: Ernüchterung ohne Überraschung
Der aktuelle Immobilienmarktbericht der Gutachterausschüsse bestätigt, was viele längst spüren: Der Markt der gebrauchten Immobilien bleibt stabil, aber der Neubau steckt weiter in der Krise. Andreas Teuber bringt es auf den Punkt: Der Neubausektor bleibt unerschwinglich – ein Zustand, der nicht nur den Wohnraummangel zementiert, sondern auch politische und wirtschaftliche Risiken birgt. Ohne strukturelle Änderungen in der Finanzierung und Projektentwicklung bleibt die Schere zwischen Bedarf und Angebot geöffnet.
Digitalisierung: Mehr Mut zum 95-Prozent-Schutz
Spannende Impulse kommen aus der Welt der kommunalen Digitalisierung. Jan Bose von Alpha-Omega Technology spricht unbequeme Wahrheiten aus – etwa über das lähmende „100-Prozent-Denken“, das pragmatische Lösungen wie LoRaWAN-basierten Brandschutz blockiert. Der Anspruch auf absolute Sicherheit ist ehrenwert, aber realitätsfern – vor allem, wenn das Budget am Ende gar keinen Schutz mehr erlaubt. Auch bei der Heizungssteuerung in öffentlichen Gebäuden zeigen digitale Lösungen ihr Potenzial: Einsparungen ohne große Investitionen, Effizienz ohne Komfortverlust. Was fehlt, ist nicht die Technik, sondern der Wille zur Umsetzung.
2026 fordert Haltung
Die Branche steht vor einem Jahr, das mehr verlangt als reaktive Anpassung. Gefordert ist eine neue Haltung – offen für Digitalisierung, realistisch im Umgang mit Ressourcen, und vorausschauend im Handeln. Wer 2026 nicht nur überstehen, sondern gestalten will, muss bereit sein, Komfortzonen zu verlassen.
Januar 2026 Wohnungswirtschaft heute., Ausgabe Nummer 208, mit neuen Trends für 2026.
Klicken Sie mal rein.
Bleiben Sie zuversichtlich und nachhaltig.
Ihr Gerd Warda und das Wohnungswirtschaft heute-Team


