Am 5. und 6. Mai 2026 treffen sich Messdienstbranche und Gebäudeverantwortliche im Congress Centrum Würzburg. Beim 12. Deumess-Fachkongress tauschen sich Vertreter aus Energiedienstleistung, Submetering, Wohnungswirtschaft und Gebäudedigitalisierung über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Weichenstellungen rund um Energie- und Gebäudedaten aus.
Unter dem Motto „Messwesen neu denken: Daten. Schnittstellen. Partner.“ richtet der Deumess e.V. den Blick in diesem Jahr besonders auf die Rolle von Software, Schnittstellen und neuen Kooperationen im Messwesen. Erwartet werden mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen der Energiedienstleistung, der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie aus Technologie- und Softwareunternehmen.
Für Wohnungsunternehmen, Immobilienverwalter und Energiedienstleister bietet der Kongress damit eine Plattform, um sich über aktuelle Entwicklungen im digitalen Energiemanagement von Gebäuden zu informieren und mit anderen Akteuren der Branche auszutauschen.
Digitalisierung verändert den Gebäudebetrieb
Die Rahmenbedingungen im Gebäudebetrieb verändern sich derzeit deutlich. Steigende regulatorische Anforderungen, die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und die zunehmende technische Komplexität von Gebäuden erhöhen den Druck auf Eigentümer, Verwalter und Dienstleister.
Gleichzeitig wächst der Bedarf an durchgängigen digitalen Prozessen. Verbrauchsdaten müssen heute nicht nur erfasst werden, sondern auch zuverlässig verarbeitet, analysiert und in Verwaltungs- oder ERP-Systeme integriert werden. Medienbrüche oder Insellösungen erschweren diese Prozesse.
Vor diesem Hintergrund gewinnen leistungsfähige Softwarelösungen und funktionierende Schnittstellen zwischen verschiedenen Systemen an Bedeutung. Sie bilden die Grundlage dafür, Energiedaten aus Gebäuden effizient zu nutzen und daraus konkrete Mehrwerte für Betreiber, Bewohner und Dienstleister zu entwickeln.
Auch Künstliche Intelligenz spielt dabei eine zunehmende Rolle. Sie kann beispielsweise helfen, Verbrauchsdaten zu plausibilisieren, Prozesse zu automatisieren oder den Kundenservice zu unterstützen.
Podiumsdiskussion zur Rolle moderner Softwareplattformen
Ein besonderer Programmpunkt des Kongresses ist eine Podiumsdiskussion zur strategischen Rolle moderner Softwareplattformen im Messwesen. Hier diskutieren Vertreter mehrerer Softwareanbieter darüber, welche Anforderungen digitale Plattformen künftig erfüllen müssen und wie sich die Zusammenarbeit zwischen Messdienstleistern, Softwareunternehmen und Immobilienwirtschaft weiterentwickeln kann.
Auf dem Podium vertreten sind unter anderem:
- Stefanie Kreuzpaintner, CEO des Softwareunternehmens Domus
- Franz Christange, Geschäftsführer von EAD Systeme und Arasys
- Stephan Kober, Gründer von SK-Soft
- Christopher Gumppenberg, Geschäftsführer von Kugu Home
- Christopher Hoffmann, Geschäftsführer von Craft-IT
Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, welche Rolle Software künftig für datenbasierte Energiedienstleistungen spielen wird – und wie Plattformlösungen dazu beitragen können, Prozesse zwischen Messdienst, Immobilienverwaltung und Energietechnik besser miteinander zu verknüpfen.
Weitere Themen rund um Energiedaten und Gebäude
Neben der Diskussion zu Softwareplattformen greift das Kongressprogramm eine Reihe weiterer aktueller Branchenthemen auf. So spricht Franz Christange, Geschäftsführer von EAD Systeme, über neue Anforderungen bei der Abrechnung von Wärmepumpen und die Bedeutung entsprechender technischer Richtlinien für Mehrfamilienhäuser. Sofia Lettenbichler, Geschäftsführerin von WE Data Europe, beleuchtet in ihrem Vortrag die wachsende Bedeutung der Ressource Wasser im Gebäudemanagement und in der Immobilienwirtschaft.
Darüber hinaus beschäftigt sich Florian Ilgen, Transformationsexperte und Berater für digitale Arbeitswelten, mit der Rolle von Mindset und Künstlicher Intelligenz in Transformationsprozessen von Unternehmen. Juristische Fragen rund um die Erfassung und Nutzung von Energiedaten erläutert Rechtsanwalt Andreas Griebel, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht.
Auch die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gewerken im Gebäudebetrieb steht auf der Agenda: Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) zeigt in einem eigenen Beitrag, warum Planung, Betrieb und HKVO-konforme Abrechnung komplexerer Heizungsanlagen eine engere Abstimmung zwischen Messdienstleistern und SHK-Handwerk erfordern.
Damit greift der Fachkongress zentrale Fragen der aktuellen Transformation im Messwesen auf – von technischen Entwicklungen über organisatorische Veränderungen bis hin zu neuen Formen der Zusammenarbeit innerhalb der Branche.
Messebereich und Networking

Begleitet wird der Kongress von einer Fachausstellung mit 19 Unternehmen, die neue Entwicklungen aus den Bereichen Sensorik, Software und digitale Infrastruktur präsentieren. Die Ausstellung bietet Teilnehmern die Möglichkeit, sich direkt über aktuelle Technologien und Lösungen für das Management von Gebäude- und Energiedaten zu informieren.
Auch der Austausch innerhalb der Branche spielt beim Deumess-Fachkongress traditionell eine wichtige Rolle. Die großzügig geplanten Pausen zwischen den Programmpunkten sowie die Abendveranstaltung am ersten Kongresstag schaffen Raum für Gespräche, neue Kontakte und das Pflegen bestehender Netzwerke.
Teilnahme und Anmeldung
Die Teilnahmegebühr beträgt 590 Euro (zzgl. MwSt.). Eine virtuelle Teilnahme ist ebenfalls möglich und 50 Euro günstiger. Weitere Informationen sowie die Anmeldung zum Kongress finden Interessierte online unter www.deumess.de/fachkongress.



