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Künstliche Intelligenz, Automatisierung und digitale Ethik: Welche Entscheider brauchen wir in einer transformierten Welt, Gerd Leonhard?

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Wie verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt und womit sollten sich Entscheider in der Wohnungswirtschaft beschäftigen, wenn es um die digital getriebene Veränderung der eigenen Branche geht? Und wer hat das Sagen in einer durch „Künstliche Intelligenz“ zunehmend automatisierten Welt? Im Interview mit der „Wohnungswirtschaft heute“ sagt der Futurist, Zukunftsberater und Buchautor Gerd Leonhard, worauf zu achten ist – und wohin die Digitalisierung seiner Meinung nach führen wird.

Herr Leonhard, in der jüngeren Vergangenheit ist im Zuge digitaler Transformationen oft von der Disruption die Rede gewesen. Ist Ihrer Ansicht nach die schnelle Veränderung von Branchen, Geschäftsmodellen und Arbeitsweisen tatsächlich zielführend – oder brauchen wir eher eine Balance zwischen Tradition und Innovation?

Gerd Leonhard

Das ist eine gute Frage. Ganz sicher ist es so, dass Branchen unterschiedlich gut darauf vorbereitet sind, was sich bei ihnen ändert – und manche haben die Veränderungen schon durchlebt. Im Business-to-Business-
Bereich zum Beispiel tun sich die Unternehmen oft noch schwer. Einige Banken und auch Versicherungen haben dagegen schon erkannt, dass sie etwas tun müssen, und sind derzeit dabei, sich an die Digitalisierung anzupassen. Danach werden die Branchen Energie und Transport folgen, denn das Thema Mobilität verändert sich derzeit sehr schnell.

Und natürlich ist auch die Immobilienwirtschaft davon betroffen – hier sind die Veränderungen aber nicht so umwälzend wie zum Beispiel in der Musik- und Medienbranche, weil Bauen und Wohnen etwas Physisches ist, das auch durch die Digitalisierung sein Wesen nicht verändert. Aber die Prozesse, die in der Wohnungswirtschaft das Geschäft ausmachen, die müssen natürlich neu ausgerichtet werden.

An einer Schnittstelle werden Wohnungswirtschaft und selbst Bau- und Konstruktionsfirmen die Veränderungen aber sehr wohl schnell spüren und darauf reagieren müssen: Der 3-D-Druck hat längst eine Relevanz auch in diesen Bereichen erlangt, dass wir nicht mehr von Science-Fiction, sondern von Science Fact sprechen müssen, wenn es darum geht, Konstruktionsteile mit neuen Fertigungsmethoden zu produzieren oder Modelle zu erstellen.

Ein erkennbar großes Veränderungspotenzial sehe ich im Konzept der Smart Cities, in denen digitale Services und neue, auch autonome Technologien das Leben in Städten spürbar verändern…

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