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Erster Schritt zur Nachhaltigkeit – Forschungsprojekt FeBOp-MFH – Eine effektive und automatisierte Effizienzkontrolle von Heizzentralen

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„Wissen, was in unseren Heizungskellern los ist“ – unter diesem Motto wurde vor vier Jahren das Forschungsprojekt FeBOp-MFH gestartet. Im Projektverlauf wurde ein smartes Mess- und Analysesystem entwickelt, das eine effektive und automatisierte Effizienzkontrolle von Heizzentralen ermöglicht. Hierfür wurden in mehr als 30 Mehrfamilienhäusern Messgeräte installiert, die Verbräuche und Temperaturen in Echtzeit übermitteln und in einer Auswertungssoftware einsehbar sind. Am 30.Juni 2022 wurden die Ergebnisse des Projekts in Hannover vorgestellt.

Das Beheizen von Wohnungen ist zu einem erheblichen Kostenfaktor geworden. Für Wohnungsunternehmen ist es daher eine zentrale Aufgabe, die Beheizung ihrer Gebäude so effizient, kostengünstig und klimafreundlich wie möglich zu gestalten. Wie kann also einfach und unkompliziert sichergestellt werden, dass Wärmezentralen dauerhaft effizient arbeiten? Dieser Frage widmete sich das Forschungsprojekt „Feldanalyse zur Betriebs-Optimierung von Mehrfamilienhäusern – FeBOp-MFH“.

Anlagentechnik hat einen wesentlichen Anteil am CO2 Ergebnis – Warum wird die Effizienz der Gebäudehülle gefördert und nicht der CO2 footprint?

Vier Jahre lang wurde zu diesem Zweck in über 30 Wärmezentralen von Mehrfamilienhäusern entwickelt und erprobt, welche Messtechnik für eine effektive und automatisierte Effizienzkontrolle der Wärmezentralen notwendig ist und wie die Messdaten automatisch verarbeitet und ausgewertet werden können. Die Ergebnisse wurden am 30. Juni im Gasometer der enercity AG präsentiert.

Intelligentes Mess- und Analysesystem ermöglicht effizienten Betrieb

Zunächst stellten Daniel Eggert und Robert Puknat vom Projektkoordinatoren ISFH nach einer Einführung durch die Moderatorin Lis Blume das intelligente Mess- und Analysesystem im Rahmen der Veranstaltung näher vor. Das FeBOp-System kommt mit wenig Messtechnik aus und baut, wo möglich, auf vorhandene Messgeräte auf. Die gemessenen Daten werden von einer zentralen Software gesammelt und ausgewertet. Die automatischen Analysen liefern Informationen über die Effizienz und Vergleichskennzahlen. Auffälligkeiten sowie Handlungsempfehlungen zur Betriebsoptimierung werden ausgewiesen und Jahres- sowie Monatsberichte dokumentieren die Ergebnisse.

Datenerfassung liefert wertvolle Hinweise

Auch der CO2 -Ausstoß der Wärmezentrale und der verschiedenen Energieträger wird ermittelt. Hierdurch wird eine strukturierte Erfassung, Auswertung und verständliche Darstellung von relevanten Kennwerten gewährleistet und der laufende Betrieb kann mit wenig Aufwand im Blick behalten werden. Weitere Hinweise liefert ein Vergleich mit ähnlichen Anlagen: Die Software gleicht Effizienzwerte, CO2-Emissionen etc. mit ähnlichen Anlagen im FeBOp-Projekt ab und gibt so eine Orientierung, welche Werte im realen Betrieb möglich sind.

Fehlbetrieb frühzeitig erkennen und gezielt beheben

Zudem können klassische Fehler im Betrieb mithilfe des FeBOp-Systems frühzeitig erkannt und zeitnah an die Anlagenbetreiber übermittelt werden. Dies biete für Handwerksbetriebe die Möglichkeit zur „Ferndiagnose“, wie Ulf Hansen-Röbbel von Corona Solar in seinem Vortrag verdeutlichte. Wenn die Fehler schon aus der Ferne festgestellt werden, könne gezielt eine Reparatur beauftragt werden, der Handwerksbetrieb spare sich die Fehlersuche vor Ort und könne im Idealfall schon das benötigte Material beschaffen: „Die Zeitersparnis ist enorm, wenn wir bereits im Büro erkennen, welcher Fehler vorliegt und keine Handwerker zur Diagnose vor Ort schicken müssen“, so Hansen-Röbbel.

Wohnungsunternehmen „GEWO“ hat das System getestet – und ist überzeugt

Die Vorteile des Mess- und Analysesystems liegen also auf der Hand – wie das Ganze in der Praxis funktioniert, sollte im Verlauf der Veranstaltung jedoch ebenfalls näher beleuchtet werden. So stellte Reno Schütt, Geschäftsführer der GEWO – Gesellschaft für Bauen und Wohnen Nordhorn, in seinem Vortrag näher dar, welche Erfahrungen das Unternehmen mit dem Messsystem gemacht hat. Das FeBOp-System wurde im Rahmen des Projekts in acht Mehrfamilienhäusern der GEWO eingebaut und ist durchgehend seit Mitte 2020 im Einsatz…

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