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Digital total im Wohnbau

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Von der Planung über das Baumanagement mit Building information modeling, BIM, bis zur Verwaltung – die Digitalisierung ist längst in der Wohnungswirtschaft angekommen. Das 68. Wohnsymposium hinterfragte die Vor- und Nachteile wie auch die Zukunftsvisionen des Wohnbaus, bei der Besichtigungstour vorab staunten die Teilnehmer über die innovativen Konzepte.
GISELA GARY

Ein traumhafter Herbsttag in der Seestadt Aspern. Das Wetter könnte nicht besser sein, um einen Blick über den rasant wachsenden neuen Stadtteil zu genießen, der bis 2028 rund 20.000 Bewohner haben wird. Ein Highlight reiht sich an das andere, bautechnische Innovationen werden auf ihre Praxistauglichkeit getestet, ein Potpourri an neuen Wohnformen findet ein gedeihliches Miteinander. Auch die soziale Durchmischung gelingt in der Seestadt neben dem Erdgeschoßmanagement, das penibel und gut organisiert verschiedenste Einrichtungen forciert, die dem Allgemeinwohl dienen. Aktuell ist der Teil im Norden, auf der anderen Seite des Sees, im Bau, in dem bei allen Wohnbauten das Thema Klimaschutz nun einen besonderen Stellenwert erhält.
Das Coronavirus lähmte zwar kurzfristig die Bautätigkeit, doch nun geht es zügig voran. Dem ursprünglich geplanten Veranstaltungsort des 68. Wohnsymposiums

machte das Virus jedenfalls einen Strich durch die Rechnung. Das HoHo hätte der Schauplatz wie auch das Highlight, der vor dem Symposium geplanten Besichtigungsrunde sein sollen. Doch der Betreiber des Hotels entschied kurzerhand gar nicht erst aufzusperren – das Coronavirus verhindert Reisen und somit das Kommen der Gäste in das neue Hotel im HoHo. Aber die Ersatzlocation
erwies sich als keineswegs weniger spannend. Spontan und höchst flexibel reagierten einerseits die Bauträger WBV-GPA und ÖSW und luden ins Sirius ein, einem Wohnbau direkt am See, der vor wenigen Tagen fertiggestellt wurde. Andererseits auch die Volkshochschule, die kurzerhand ihren großzügigen Veranstaltungsraum für das Wohnsymposium zur Verfügung stellte. Das terrassierte Hochhaus an der Janis-Joplin-Promenade 18 umfasst 112 Eigentumswohnungen, ein Vienna Academic Guesthouse mit 140 Serviced Apartments, Büros, Volkshochschule sowie zahlreiche Geschäftsflächen. Geplant wurde das Gebäudeensemble von den norwegischen Architekten Helen & Hard AS. Sämtliche Apartments und Wohnungen sind mit einem privaten Freibereich ausgestattet. Durch die kaskadenförmige Architektur verfügt ein Teil der Wohnungen zudem über eine eigene Dachterrasse mit Seeblick.

Zukunftsweisende Kombination

Die Besichtigungstour startete wie geplant im Seehub, eine Kombination von Parkhaus, Büros und Sportplatz am Dach. Die List Group ist der Errichter des Seehub. In der großzügigen Erdgeschoßzone hat sich der Mobility Point der Seestadt angesiedelt. Hier können sich zukünftige Seestädter über sämtliche Fragestellungen hinsichtlich Mobilität in der Seestadt informieren – Stichwort „smarte Mobilität“.

Der Seehub bietet ebenso Freizeit- und Sportmöglichkeiten, auch ein Trampolinpark ist geplant. Die Fußballplatzanlage über den Dächern des Seeparkquartiers bietet einen traumhaften Blick auf den See und auf die unterschiedliche Architektur des Seeparkquartiers. Der Standort am Wangari-Maathai Platz 3 ist gut an das öffentliche Straßennetz angeschlossen und ebenso via U-Bahn und Bus erreichbar. Die Haltestelle „Seestadt“ der U-Bahnlinie U2 befindet sich direkt angrenzend an den Seehub und das HoHo.

Die Hochgarage bietet 440 Stellplätze als auch Ladestellen für Elektrofahrzeuge. Diese Form der multifunktionalen Nutzung eines Garagengebäudes ist derzeit in Europa einzigartig. „Damit nimmt der Seehub eine Vorreiterrolle ein, wenn es darum geht, ein Verkehrs-Infrastrukturgebäude mit anderen Nutzungen sinnvoll in einem Objekt zu kombinieren“, erläuterte Gerhard Schuster, Vorstandsvorsitzender der wien 3420 aspern Development AG.

Durch diese zusätzlichen Nutzungen können einerseits der Flächenverbrauch reduziert und andererseits Wegzeiten gesenkt werden. „Die Hochgarage ist alles andere als eine ,normale` Garage“, schmunzelt Projektleiter Paul Brozsek von der List Group, „am Anfang war die Rede von einer Hochgarage mit ein bisschen Begrünung – mit dem jetzigen Projekt sind wir weit weg vom reinen Parken.“ Es war auch die ListGroup, die die Kooperation mit ACR (Austrian Cooperative Research) suchte, so gibt es Photovoltaik am Dach, die Wärme und Kälte kommt über die Grundwassernutzung.

Vielfalt an Nutzungen

Soeben eröffnet hat das „Digital Building Solution Demonstration Lab“. Eingebettet ist das „Demo Lab“ im neuen Schauraum der Wien 3420, wo auch die ASCR (Aspern Smart City Research) ein Demo Center betreibt…

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