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	<title>Regulierung Archive - Wohnungswirtschaft</title>
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	<description>Fakten und Lösungen für Profis, Wohnungswirtschaft, Fachmagazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 20 Nov 2025 22:46:23 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Regulierung Archive - Wohnungswirtschaft</title>
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		<title>Mieterstrom im Mehrfamilienhaus: Drei Wege durch den Dschungel aus Technik, Tarifen und Regulierung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 22:46:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gebäudetransformation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[GebäudeTransformation Ausgabe 1]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Pionierkraft, SmartRED sowie EINHUNDERT &#38; Officium unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage geben: Wie kommt mehr Solar- und Grünstrom sinnvoll in den Bestand? Mieterstrom gilt seit Jahren als Hoffnungsträger: Mehr Solarstrom auf die Dächer, günstigere Tarife für Mieter:innen, zusätzliche Erlöse für Eigentümer. Die Realität im Mehrfamilienhaus sieht oft anders aus: komplexe Projektstrukturen, regulatorische Stolpersteine und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/mieterstrom-im-mehrfamilienhaus-drei-wege-durch-den-dschungel-aus-technik-tarifen-und-regulierung/">Mieterstrom im Mehrfamilienhaus: Drei Wege durch den Dschungel aus Technik, Tarifen und Regulierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Wie Pionierkraft, SmartRED sowie EINHUNDERT &amp; Officium unterschiedliche Antworten auf dieselbe Frage geben: Wie kommt mehr Solar- und Grünstrom sinnvoll in den Bestand?</em></p>



<p>Mieterstrom gilt seit Jahren als Hoffnungsträger: Mehr Solarstrom auf die Dächer, günstigere Tarife für Mieter:innen, zusätzliche Erlöse für Eigentümer. Die Realität im Mehrfamilienhaus sieht oft anders aus: komplexe Projektstrukturen, regulatorische Stolpersteine und zurückhaltende Investoren.</p>



<p>Im Mieterstrom-Panel der HEIKOM 2025 treten drei Anbieter an, die das Problem aus unterschiedlichen Richtungen angehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Pionierkraft</strong> will Mieterstrom radikal vereinfachen und setzt auf ein Gerät, das PV-Strom hinter den Wohnungszählern verteilt – ohne klassische Vollversorgerlogik.</li>



<li><strong>SmartRED</strong> argumentiert, dass Mieterstrom allein „nicht einmal die halbe Miete“ sei – wirtschaftlich lohnend werde es erst in Kombination mit Ladeinfrastruktur und integrierter Abrechnung.</li>



<li><strong>EINHUNDERT &amp; Officium</strong> denken noch größer: Sie verbinden digitales Messwesen, Mieterstrom und Wärmewende in einer gemeinsamen Plattform für die Energietransformation im Bestand.</li>
</ul>



<p>Dieser Überblicksartikel ordnet die drei Ansätze ein – die vertiefenden „Deep Dives“ zu den einzelnen Unternehmen sind weiter unten verlinkt.</p>



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<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="#das-wichtigste">Hier das Wichtigste auf einen Blick</a></div>
</div>



<h2 class="wp-block-heading">Die Herausforderungen im Mieterstrom-Alltag</h2>



<p><strong>1. Zu wenig PV auf Mehrfamilienhäusern</strong></p>



<p>Trotz politischer Programme sind nur wenige MFH-Dächer mit PV belegt. Gründe:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>komplexere Eigentümerstrukturen als im Einfamilienhaus,</li>



<li>unklare Rollen bei Betrieb und Abrechnung,</li>



<li>Unsicherheit, wer langfristig Verantwortung und Risiken trägt.</li>
</ul>



<p><strong>2. Modelle sind rechtlich sauber – aber nicht skalierbar</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Klassischer Mieterstrom</strong> mit Vollversorgerpflicht bindet Betreiber und Mieter eng aneinander und erhöht die Verantwortung auf Eigentümerseite.</li>



<li><strong>Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (GGV)</strong> setzt auf Smart-Meter-Gateways und komplexe Messkonzepte – in der Breite noch nicht etabliert.</li>
</ul>



<p>Viele Projekte enden als Einzelfalllösung. Für große Portfolios ist das ein Problem.</p>



<p><strong>3. Wirtschaftlichkeit im Spannungsfeld von Förderpolitik und Marktpreisen</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Einspeisevergütungen liegen deutlich unter Endkundenpreisen.</li>



<li>Diskussionen um Direktvermarktungspflicht, steigende Netzentgelte und volatile Marktpreise erschweren langfristige Kalkulationen.</li>
</ul>



<p><strong>4. Drei parallele Transformationswellen</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Digitalisierung des Messwesens (Submetering &amp; Smart Metering),</li>



<li>Ausbau von PV &amp; Speichern,</li>



<li>Umstieg auf Wärmepumpen.</li>
</ul>



<p>Laufen diese Wellen unkoordiniert, entstehen Medienbrüche, doppelte Arbeiten und ineffiziente Prozesse.</p>



<p><strong>5. Mangel an integrierten Prozessen</strong></p>



<p>Daten laufen heute oft „durch mehrere Hände“, bevor sie in Abrechnung, ERP oder Reporting landen. Das bremst Skalierung und frustriert Verwalter, Eigentümer und Dienstleister gleichermaßen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Drei Lösungsansätze im Vergleich</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1. Pionierkraft: Mieterstrom „light“ – PV-Strom als Zusatzprodukt</h3>



<p><strong>Grundidee:</strong> Ein Gerät verteilt und misst ausschließlich den lokal erzeugten PV-Strom hinter den Wohnungszählern.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Bestehende Lieferverträge bleiben unberührt, Mieter:innen behalten ihren Stromanbieter.</li>



<li>PV-Strom wird als zusätzlicher, lokaler Grünstromtarif angeboten – ohne Vollversorgerpflicht.</li>



<li>Regulatorische Anforderungen klassischer Mieterstrom- und GGV-Modelle greifen nach Lesart des Anbieters weniger tief.</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Rolle der Wohnungswirtschaft:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Verwalter stoßen Projekte an und organisieren den Betrieb,</li>



<li>Messdienstleister lesen den PV-Anteil am Gerät aus,</li>



<li>Pionierkraft liefert Hardware und Software, aber keine Vollversorgung.</li>
</ul>



<p><strong>Charakter:</strong></p>



<p><em>Niedrigschwelliger Einstieg ins Thema PV im Mehrfamilienhaus. Besonders geeignet, um ungenutzte Dächer in einfachen Strukturen zu aktivieren.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">2. SmartRED: Mieterstrom + E-Mobilität als Geschäftsmodell</h3>



<p><strong>These:</strong> „Mieterstrom ohne Ladepunkte ist nicht einmal die halbe Miete.“</p>



<p>SmartRED argumentiert, dass sich PV im Mehrfamilienhaus erst wirklich rechnet, wenn Ladeinfrastruktur mitgedacht wird:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Beispielhafte Erlösleiter:
<ul class="wp-block-list">
<li>Einspeisung ~7,86 ct/kWh,</li>



<li>Mieterstrom ~22 ct/kWh,</li>



<li>PV-Ladestrom an privaten Ladepunkten ~30 ct/kWh,</li>



<li>öffentlicher PV-Ladestrom bis ~40 ct/kWh.</li>
</ul>
</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">Technische und organisatorische Bausteine:</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Plattform für Mieterstrom, Wallboxen, öffentliche Ladepunkte und Dienstwagen-Abrechnung,</li>



<li>rund 300 Installationspartner bauen PV-Anlagen und Ladepunkte,</li>



<li>Abrechnungsdienstleister übernehmen Tarifierung, Rechnungsstellung und Mahnwesen.</li>
</ul>



<p><strong>Charakter:</strong></p>



<p><em>Konsequent wirtschaftlich gedacht: PV, Mieterstrom und Ladeinfrastruktur als integrierte Erlösmaschine mit Kooperationsmodell statt Eigenbetrieb.</em></p>



<h3 class="wp-block-heading">3. EINHUNDERT &amp; Officium: Energietransformation als Plattform</h3>



<p><strong>Leitbild:</strong> Submetering, Strom und Wärme gehören auf eine gemeinsame Bühne.</p>



<p>Die Referenten Birger Ohl und Dr. Ernesto Garnier skizzieren drei Dimensionen:</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li><strong>Submetering / Metering</strong> – digitale Messung von Wärme, Wasser und Strom.</li>



<li><strong>Strom</strong> – Gebäude werden mit PV, Speicher und Mieterstrom zum Prosumer.</li>



<li><strong>Wärme</strong> – Heizungssanierung und Wärmepumpen-Contracting werden Teil des Energiesystems.</li>
</ol>



<p><strong>Angebot der Gruppe:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Funk-Submetering, Smart Meter, PV-Anlagen, Speicher und Wärmepumpen,</li>



<li>Planung, Finanzierung, Installation und Betrieb im Full-Service-Modell,</li>



<li>eine gemeinsame, digitale Plattform für Abrechnung, Steuerung und Reporting,</li>



<li>Integration von Messdienstleistern und Verwaltern, um Daten nur einmal ins System zu bringen.</li>
</ul>



<p><strong>Charakter:</strong></p>



<p><em>Großes Bild: Energietransformation als durchgängige Prozess- und IT-Landschaft für die gesamte Wohnungswirtschaft.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Was bedeutet das für Entscheider:innen?</h2>



<h3 class="wp-block-heading">1. Welcher Einstieg passt zu welchem Bestand?</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Pragmatische Pionierprojekte:</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>einfache Eigentümerstruktur,</li>



<li>klarer Wunsch nach PV, aber wenig Lust auf Vollversorgerrolle.<br>→ Gerätebasierte Modelle à la Pionierkraft können ein sinnvoller „Testballon“ sein.</li>
</ul>
</li>



<li><strong>Standorte mit E-Mobilitätsdruck:</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Tiefgaragen, Stellplätze, Flottennutzung,</li>



<li>Mieter:innen mit wachsendem Ladebedarf.<br>→ Integrierte PV- und Lade-Lösungen wie bei SmartRED bieten einen klaren Mehrwert.</li>
</ul>
</li>



<li><strong>Große Portfolios mit vielen Baustellen gleichzeitig:</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Submetering-Nachrüstung, Smart-Meter-Rollout, Heizungssanierungen.<br>→ Plattformansätze wie EINHUNDERT &amp; Officium adressieren genau diese Parallelität.</li>
</ul>
</li>
</ul>



<h3 class="wp-block-heading">2. Welche Rolle will das Unternehmen selbst spielen?</h3>



<ul class="wp-block-list">
<li>Eher <strong>Enabler</strong> mit starkem Fokus auf Partnern (Messdienst, Energieversorger, Plattformanbieter)?</li>



<li>Oder <strong>aktiver Marktteilnehmer</strong>, der selbst Mieterstrommodelle und Ladeinfrastruktur verantwortet?</li>
</ul>



<p>Je klarer diese Rolle definiert ist, desto einfacher wird die Partnerwahl.</p>



<p><strong>3. Wie viel Komplexität ist intern abbildbar?</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wer über begrenzte eigene Energie-Expertise verfügt, wird eher zu Full-Service- oder Plattformlösungen tendieren.</li>



<li>Wer bereits mit wettbewerblichen Messstellenbetreibern und spezialisierten Abrechnungsdienstleistern arbeitet, kann gezielt Baustein-Lösungen kombinieren.</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Was jetzt zu tun ist</h2>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li><strong>Portfolio segmentieren</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Wo gibt es „Low-Hanging-Fruit“-Dächer für einfache PV-Lösungen?</li>



<li>Welche Standorte sind für Ladeinfrastruktur prädestiniert?</li>



<li>Wo stehen ohnehin Heizungssanierungen oder Zählerwechsel an?</li>
</ul>
</li>



<li><strong>Strategie für Rolle &amp; Tiefe festlegen</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Welche Aktivitäten sollen intern gesteuert werden, was geht in Dienstleistung?</li>



<li>Welche Marktrollen (Messstellenbetrieb, Stromlieferung, Contracting) kommen infrage?</li>
</ul>
</li>



<li><strong>Mess- und Datenkonzept als Backbone definieren</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Wie kommen Verbrauchs- und Erzeugungsdaten in Abrechnung, ERP und ESG-Reporting – und zwar ohne doppelte Erfassung?</li>
</ul>
</li>



<li><strong>Piloten bewusst unterschiedlich aufsetzen</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Ein Projekt mit schlankem Zusatzstrom-Modell,</li>



<li>ein Standort mit Fokus Mieterstrom + Ladeinfrastruktur,</li>



<li>ein Objekt, bei dem Messwesen, PV und Wärme gebündelt neu gedacht werden.</li>
</ul>
</li>
</ol>



<p>→ So lassen sich reale Erfahrungen mit verschiedenen Modellen sammeln, bevor groß skaliert wird.</p>



<ol start="5" class="wp-block-list">
<li><strong>Governance &amp; Partnerlandschaft strukturieren</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li>Klare Verantwortlichkeiten intern (Technik, Recht, Kommunikation, ESG).</li>



<li>Partner-Ökosystem definieren: Messdienstleister, Plattformanbieter, Installationsbetriebe, Abrechnungsdienstleister.</li>
</ul>
</li>
</ol>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p>Mieterstrom im Mehrfamilienhaus ist längst kein Nischenthema mehr – aber auch weit entfernt von einem „Plug &amp; Play“-Produkt. Das HEIKOM-Panel macht deutlich:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Manche Anbieter – wie <strong>Pionierkraft</strong> – setzen auf maximale Vereinfachung, um überhaupt Bewegung aufs Dach zu bringen.</li>



<li>Andere – wie <strong>SmartRED</strong> – verknüpfen Mieterstrom konsequent mit E-Mobilität und sehen Ladeinfrastruktur als Schlüssel zur Wirtschaftlichkeit.</li>



<li>Und wieder andere – wie <strong>EINHUNDERT &amp; Officium</strong> – denken Submetering, Strom und Wärme als integriertes Gesamtsystem.</li>
</ul>



<p>Für Entscheider:innen in der Wohnungswirtschaft heißt das: Es gibt nicht den einen richtigen Weg, sondern eine wachsende Auswahl an Geschäftsmodellen und Kooperationsformen. Wer seine Bestände gut kennt, eine klare Rolle definiert und Messwesen, Strom und Wärme nicht mehr getrennt plant, kann aus diesen Bausteinen tragfähige, skalierbare Lösungen für die eigene Energietransformation zusammensetzen.</p>



<h2 class="wp-block-heading" id="das-wichtigste">Das Wichtigste auf einen Blick</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Ausbau-Lücke:</strong> Auf Einfamilienhäusern boomen PV-Anlagen – auf Mehrfamilienhäusern bleibt ein Großteil der Dächer ungenutzt, obwohl Mieterstrommodelle und GGV seit Jahren existieren.</li>



<li><strong>Komplexität bremst:</strong> Vollversorgerpflicht, Smart-Meter-Gateways, Netzanschlüsse, Abrechnung und Regulatorik machen viele Modelle schwer skalierbar.</li>



<li><strong>Drei Lösungsrichtungen im Panel:</strong>
<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Pionierkraft</strong>: Mieterstrom radikal vereinfachen – PV-Strom als Zusatzprodukt „hinter dem Zähler“.</li>



<li><strong>SmartRED</strong>: Mieterstrom immer mitdenken mit E-Mobilität &amp; Ladeinfrastruktur – PV + Wallbox + Abrechnung als integriertes Geschäftsmodell.</li>



<li><strong>EINHUNDERT &amp; Officium</strong>: Energietransformation als Gesamtpaket aus Submetering, Smart Metering, Mieterstrom, Speicher und Wärmepumpe.</li>
</ul>
</li>



<li><strong>Gemeinsamer Nenner:</strong> Verwalter und Messdienstleister sind Schlüsselfiguren – ohne sie lassen sich weder einfache Geräte-Modelle noch komplexe Plattformansätze in die Fläche bringen.</li>



<li><strong>Für Entscheider:innen:</strong> Es gibt keinen „One size fits all“-Ansatz. Je nach Bestand, Strategie und Risikobereitschaft können schlanke Modelle, E-Mobilitäts-Fokus oder integrierte Plattformen sinnvoll sein.</li>
</ul>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h2 class="wp-block-heading">Glossar – zentrale Begriffe im Überblick</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Mieterstrom</strong><br>Strom aus einer PV-Anlage auf oder an einem Gebäude, der direkt an die Bewohner geliefert wird – meist zu einem vergünstigten Tarif gegenüber dem Standardmarkt.</li>



<li><strong>GGV (gemeinschaftliche Gebäudeversorgung)</strong><br>Modell, bei dem mehrere Parteien im Gebäude gemeinschaftlich versorgt werden; setzt u. a. auf Smart-Meter-Gateways und erweiterte Messkonzepte.</li>



<li><strong>„Hinter dem Zähler“</strong><br>Technische Einbindung eines Systems auf Ebene der Wohnungszähler, ohne das Hauptmesskonzept zu verändern; bestehende Lieferverträge bleiben bestehen, Zusatzprodukte werden aufgeschaltet.</li>



<li><strong>Submetering</strong><br>Wohnungsweise Messung und Abrechnung von Wärme-, Wasser- und Stromverbräuchen über untergeordnete Zähler – z. B. Heizkostenverteiler, Wärmemengenzähler.</li>



<li><strong>Prosumer</strong><br>Kombination aus Producer und Consumer: Gebäude, die zugleich Strom erzeugen (z. B. mit PV) und verbrauchen.</li>



<li><strong>PV-Ladestrom</strong><br>Strom für Elektrofahrzeuge, der ganz oder teilweise aus der lokalen PV-Anlage stammt – häufig mit spezifischen Tarifen für Bewohner oder öffentliche Nutzer.</li>



<li><strong>Wärme-Contracting</strong><br>Modell, bei dem ein Dienstleister Heiztechnik (z. B. Wärmepumpe) plant, finanziert, installiert und betreibt und die Wärme als Dienstleistung abrechnet.</li>
</ul>



<p>________________________________________&nbsp;</p>



<p><strong>Autor:</strong> Redaktion <em>Wohnungswirtschaft Heute – HEIKOM-Sonderausgabe 2025</em></p>



<p><strong>Foto:</strong> DEUMESS – Frank Schütze / Fotografie Kranert</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/mieterstrom-im-mehrfamilienhaus-drei-wege-durch-den-dschungel-aus-technik-tarifen-und-regulierung/">Mieterstrom im Mehrfamilienhaus: Drei Wege durch den Dschungel aus Technik, Tarifen und Regulierung</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Impulse für Europa: Wie eine koordinierte Wohnungspolitik gelingen kann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2025 20:31:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[heute.]]></category>
		<category><![CDATA[EBZ]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[heute. Ausgabe 202]]></category>
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		<category><![CDATA[Wohnungsmangel]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnungspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die angespannte Lage auf den Wohnungsmärkten in vielen Mitgliedsstaaten der EU hat längst eine europäische Dimension erreicht. Angesichts wachsender Ungleichheiten, steigender Baukosten und regulatorischer Hürden fordert die EBZ Business School in Bochum eine aktive europäische Wohnungspolitik. Ihr aktuelles Positionspapier versteht sich als fachlich fundierter Beitrag zum European Affordable Housing Plan der EU-Kommission – und plädiert [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die angespannte Lage auf den Wohnungsmärkten in vielen Mitgliedsstaaten der EU hat längst eine europäische Dimension erreicht. Angesichts wachsender Ungleichheiten, steigender Baukosten und regulatorischer Hürden fordert die EBZ Business School in Bochum eine aktive europäische Wohnungspolitik.</p>



<p>Ihr aktuelles Positionspapier versteht sich als fachlich fundierter Beitrag zum European Affordable Housing Plan der EU-Kommission – und plädiert für mehr Koordination, ohne dabei nationale Kompetenzen zu untergraben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wohnraumverteilung gerechter gestalten</h2>



<p>Ein zentrales Problem, das das Papier adressiert, ist die zunehmende Fehlverteilung von Wohnfläche. Aufgrund demografischer Veränderungen – etwa der Alterung der Gesellschaft und der Zunahme von Singlehaushalten – kommt es zu einer paradoxen Entwicklung: Während viele Menschen in überdimensionierten Wohnungen leben, mangelt es gleichzeitig an passenden Angeboten für wachsende oder einkommensschwache Haushalte. </p>



<p>Die Professorenschaft schlägt deshalb Modelle vor, die ältere Menschen beim freiwilligen Umzug in kleinere, altersgerechte Wohnungen aktiv unterstützen – zum Beispiel durch Beratungsangebote, Wohnraumanpassung oder finanzielle Anreize.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vielfalt neuer Wohnformen fördern</h2>



<p>Die klassischen Wohnungsdefinitionen werden der gesellschaftlichen Realität längst nicht mehr gerecht. Wohnprojekte wie Baugruppen, Co-Housing-Modelle, generationenübergreifende Wohnformen oder neue Genossenschaften stoßen häufig an regulatorische Grenzen. </p>



<p>Die EBZ fordert daher eine Öffnung der Prozesse und rechtlichen Rahmenbedingungen, um innovative Wohnformen nicht länger zu behindern, sondern gezielt zu fördern. Besonders genossenschaftliches Wohnen sei nicht nur ein sozial tragfähiges Modell, sondern auch ein stabilisierender Faktor in Krisenzeiten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eigentum und Miete – keine ideologische Frage</h2>



<p>In vielen politischen Debatten wird das Eigentum als Idealbild propagiert – besonders im Sinne der Altersvorsorge. Doch das Positionspapier mahnt zur Differenzierung: Eigentum könne im Alter auch zu einer Belastung werden, etwa durch hohe Instandhaltungskosten oder geringe Marktliquidität. </p>



<p>Die Autoren plädieren daher für ein ideologiefreies Verständnis: Sowohl Miete als auch Eigentum – ebenso wie Mischformen wie Mietkauf oder Wohnrechte – sollten nebeneinander existieren können und den unterschiedlichen Lebensphasen gerecht werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit versöhnen</h2>



<p>Ein besonders brisantes Thema ist die ökologische Modernisierung des Gebäudebestands. Während das Prinzip „Efficiency First“ lange als goldene Regel galt, warnt die EBZ vor einer einseitigen Kostenfokussierung. Stattdessen sollte stärker auf die tatsächliche Vermeidung von Treibhausgasemissionen geachtet werden. </p>



<p>Investitionen in regenerative Energien – etwa durch Quartierslösungen oder den gezielten „Fuel Switch“ – sollten Vorrang vor rein technokratischen Effizienzmaßnahmen erhalten, die oft hohe finanzielle Belastungen mit sich bringen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Regulierungen vereinfachen – europäisch denken</h2>



<p>Eine der größten Hürden für den Wohnungsbau ist laut EBZ die Komplexität der regulatorischen Landschaft. Unterschiedliche Normen, Baustandards und Ausführungsregeln zwischen – aber auch innerhalb – der Mitgliedsstaaten erschweren Bauprozesse und treiben die Kosten in die Höhe. Das Papier fordert eine umfassende Harmonisierung von Bauvorschriften auf europäischer Ebene, jedoch unter Wahrung demokratischer Legitimation. Standards, die allein von Industrieverbänden definiert wurden, sollten hinterfragt werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wohnungsbau priorisieren – auch gegenüber anderen Zielen</h2>



<p>In der Praxis geraten Wohnbauprojekte häufig in Konflikt mit anderen politischen Zielen wie Denkmal- oder Umweltschutz. Hier wünscht sich die EBZ mehr Pragmatismus. Vorschläge wie die virtuelle Archivierung historischer Bauten oder integrative Planung ökologischer Qualitäten könnten helfen, Blockaden zu überwinden.</p>



<p>In besonders angespannten Wohnungsmärkten könne auch eine gesetzliche Regelung denkbar sein, die dem Wohnbau grundsätzlich Vorrang einräumt – formuliert als „in dubio pro apartmento“.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Rechtssicherheit bei Förderung und Energieprojekten</h2>



<p>Viele öffentliche Förderprogramme scheitern nicht an fehlenden Mitteln, sondern an komplexen beihilferechtlichen Vorgaben der EU. Hier setzt die EBZ auf eine Modernisierung des EU-Beihilferechts, um insbesondere den sozialen Wohnungsbau schneller und rechtssicher umsetzen zu können. </p>



<p>Auch bei der Nutzung regenerativer Energieformen wie Mieterstrom bestehen derzeit erhebliche Unsicherheiten – etwa, wann ein Vermieter als Netzbetreiber gilt. Für eine dezentrale, nachhaltige Energieversorgung müsse Rechtssicherheit geschaffen werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zinspolitik im Blick behalten</h2>



<p>Die Entwicklung der Kapitalmärkte wirkt sich stark auf den Wohnungsbau aus – eine Realität, die sich mit dem Zinsanstieg 2022 schmerzhaft verdeutlicht hat. Das Papier warnt vor zu schnellen geldpolitischen Kurswechseln. Eine europäische Wohnungspolitik müsse mit einer Geldpolitik Hand in Hand gehen, die Investitionen in den Wohnbau nicht blockiert.</p>



<p>Langfristig könnten sonst wiederkehrende Zinsschocks den sozialen Wohnungsbau massiv gefährden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr Europa wagen – aber mit Maß</h2>



<p>Die Stellungnahme der EBZ Business School betont die Bedeutung eines europäischen Rahmens für die Wohnungspolitik, ohne nationale Besonderheiten zu ignorieren. Die Vorschläge zielen nicht auf eine Zentralisierung, sondern auf mehr Koordination, Dialog und Kompatibilität. Europa könne hier Leitlinien setzen, Standards vereinfachen und gleichzeitig soziale wie ökologische Ziele in Einklang bringen.<a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/07/EBZ-Business-School_Kommentare-zu-einer-europaeischen-Wohnungspolitik-mit-Ziel-der-Verbesserung-der-Wohnraumversorung-2.pdf"> </a></p>



<p><a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/07/EBZ-Business-School_Kommentare-zu-einer-europaeischen-Wohnungspolitik-mit-Ziel-der-Verbesserung-der-Wohnraumversorung-2.pdf"><strong>Das Papier endet mit einem klaren Appell</strong></a><strong>: „Es ist ein Problem für alle – auch für diejenigen, die heute noch nicht betroffen sind.“ Wohnpolitik ist europäische Zukunftspolitik</strong>.</p>



<p>Margarethe Danisch</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Quelle: EBZ Business School</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/impulse-fuer-europa-wie-eine-koordinierte-wohnungspolitik-gelingen-kann/">Impulse für Europa: Wie eine koordinierte Wohnungspolitik gelingen kann</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weg mit Überregulierung, weg mit Stellplatzpflicht, weg mit Verzögerungen</title>
		<link>https://wohnungswirtschaft-heute.de/weg-mit-ueberregulierung-weg-mit-stellplatzpflicht-weg-mit-verzoegerungen/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=weg-mit-ueberregulierung-weg-mit-stellplatzpflicht-weg-mit-verzoegerungen</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Dec 2023 20:29:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„Mutig und viel versprechend, ein großer Wurf.“ So kommentiert Dr. Susanne Schmitt, Direktorin des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw), die Pläne der Niedersächsischen Landesregierung für eine neue Bauordnung. Ziel der Novelle ist es, den Umbau und den Ausbau bestehender Gebäude, aber auch den Wohnungsneubau zu erleichtern. Standards sollen angepasst, Pflichten für Bauherren [&#8230;]</p>
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<p>„Mutig und viel versprechend, ein großer Wurf.“ So kommentiert Dr. Susanne Schmitt, Direktorin des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw), die Pläne der Niedersächsischen Landesregierung für eine neue Bauordnung. Ziel der Novelle ist es, den Umbau und den Ausbau bestehender Gebäude, aber auch den Wohnungsneubau zu erleichtern. Standards sollen angepasst, Pflichten für Bauherren reduziert und Genehmigungsverfahren vereinfacht werden. Der Entwurf der Novelle geht jetzt in die Verbändebeteiligung, im kommenden Sommer soll die neue Bauordnung in Kraft treten.</p>



<p><strong>Dazu sagt Dr. Susanne Schmitt:</strong>&nbsp;„Einfacher, schneller, flexibler – das ist ganz im Sinne unserer Mitgliedsunternehmen, die derzeit unüberwindbare Schwierigkeiten haben, neue bezahlbare Wohnungen zu errichten. Die Folge: Landauf, landab werden Potenziale bei Ausbau und Umbau nicht genutzt und Hunderte von geplanten Wohnungen aktuell nicht gebaut. Wir rechnen damit, dass die vdw-Mitglieder im nächsten Jahr ihre Investitionen in die Schaffung neuer Wohnungen deutlich zurückfahren werden. Und der Rückgang der Baugenehmigungen lässt eine Trendwende zum Guten nicht erkennen. Eine fatale Situation.</p>



<h2 class="wp-block-heading">vdw-Verbandsdirektorin Dr. Schmitt appelliert: „Umbauordnung jetzt zügig verabschieden!“</h2>



<p>Die Landesregierung stellt jetzt die richtigen Weichen. <strong>Der Wohnungsneubau ist absolut überreguliert und überstandardisiert</strong>. Jede Wand, jede Leitung, jedes Rohr – alles folgt einem immer strengeren Regelwerk. Gutachter und Fachingenieure geben sich im Planungsprozess beim Bauherrn reihenweise die Klinke in die Hand.</p>



<p>Mit den nun vorgelegten <strong>vereinfachten Bauregeln können sowohl im Neubau als insbesondere auch beim Umbau wichtige Potenziale, zum Beispiel beim Ausbau von Dachgeschossen</strong>, endlich ausgeschöpft werden. Denn der sozial orientierte Wohnungsmarkt steht unter mächtigem Druck. Die vielen tausend neuen Wohnungen, die benötigt werden, können allein durch Neubau nicht realisiert werden. Mit den geplanten Erleichterungen beim Ausbau von Dachgeschossen, bei der Aufstockung von Gebäuden und beim Umbau in Wohnraum könnten in den nächsten Jahren Tausende von neuen Wohnungen flächensparend und kostengünstig gerade in innerörtlichen Lagen entstehen.&nbsp;</p>



<p><strong>Eine langjährige Forderung des vdw ist der Wegfall der Stellplatzregelung.</strong> Der Zwang zum Bau von Tiefgaragen verteuert Bauprojekte in einer Art und Weise, die nicht mehr zeitgemäß ist und von vielen künftigen Bewohnern auch nicht benötigt wird.</p>



<p><strong>Zum propagierten Bau-Turbo gehört natürlich auch die Verkürzung der Genehmigungszeiten</strong>. Die vom Land vorgeschlagene Genehmigungsfiktion sowie die erweiterte Anerkennung von Typengenehmigungen (z.B. im seriellen Wohnungsbau) werden dazu beitragen. Der vdw hat beides seit langem gefordert. Kürzlich haben uns zahlreiche Mitgliedsunternehmen in einer ad hoc-Befragung mitgeteilt, dass die örtlichen Baubehörden teilweise ein Jahr und länger an einer Genehmigung sitzen. Das ist nicht akzeptabel, verursacht unnötige Kosten und muss dringend aus der Welt geschaffen werden.</p>



<p>Ich appelliere dringend an die Beteiligten der jetzt anstehenden parlamentarischen Beratungen, die Vorschläge zum erleichterten Umbau zur Schaffung neuer und bezahlbarer Wohnungen zügig zu verabschieden, damit die Menschen, die dringend auf eine neue bezahlbare Wohnung angewiesen sind, endlich Hoffnung schöpfen können. <strong>Niedersachsen würde mit der neuen Umbauordnung eine bundesweit vorbildliche Regelung schaffen</strong>.“ Quelle: vdw</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Der <strong>vdw Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen </strong>vertritt die Interessen von 178 Wohnungsunternehmen. In ihren rund 400.000 Wohnungen leben fast eine Million Menschen. In Niedersachsen gehört jede fünfte Mietwohnung zum Bestand der vdw-Mitgliedsunternehmen, im Land Bremen liegt der Anteil sogar bei mehr als 40 Prozent. Die vdw-Mitgliedsunternehmen sind somit die wichtigsten Anbieter von Mietwohnungen in den beiden Ländern.</p>
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