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	<title>Forum Leitungswasser Archive - Wohnungswirtschaft</title>
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	<description>Fakten und Lösungen für Profis, Wohnungswirtschaft, Fachmagazin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 05 Mar 2026 07:42:17 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Forum Leitungswasser Archive - Wohnungswirtschaft</title>
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	<item>
		<title>Befüllte Heizungsleitungen in der Bauphase – und plötzlich kam der Frost</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:39:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[Bauen]]></category>
		<category><![CDATA[Baumängel]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 33]]></category>
		<category><![CDATA[Frostschäden]]></category>
		<category><![CDATA[ifs]]></category>
		<category><![CDATA[Leckage]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserschaden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der erste Herbst in einem neu gebauten Einfamilienhaus: Als die Tage kälter werden und die Heizsaison beginnt, zeigt sich eine Leckage an einer Heizungsleitung, die im Fußboden des Erdgeschosses liegt. Während der erste Leitungsabschnitt zur Ermittlung der Schadenursache im IFS untersucht wird, findet man im Haus bereits eine weitere Undichtigkeit an den Leitungen der Heizungsinstallation. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-und-ploetzlich-kam-der-frost/">Befüllte Heizungsleitungen in der Bauphase – und plötzlich kam der Frost</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
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<p>Der erste Herbst in einem neu gebauten Einfamilienhaus: Als die Tage kälter werden und die Heizsaison beginnt, zeigt sich eine Leckage an einer Heizungsleitung, die im Fußboden des Erdgeschosses liegt. Während der erste Leitungsabschnitt zur Ermittlung der Schadenursache im IFS untersucht wird, findet man im Haus bereits eine weitere Undichtigkeit an den Leitungen der Heizungsinstallation.</p>



<p><strong>Die Beitragsbilder zeigen das Asservat bei der Laboruntersuchung</strong>: Die Leckage liegt an einer Pressverbindung zwischen einem Bogenfitting und einem Rohrabschnitt, beides aus niedrig legiertem C-Stahl. Das Rohrende wurde durch einen starken Innendruck teilweise aus dem Fitting herausgeschoben Frost hat auf die Leitungen eingewirkt.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="900" height="506" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-2-900x506-1-ifs.jpg" alt="" class="wp-image-60228" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-2-900x506-1-ifs.jpg 900w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-2-900x506-1-ifs-300x169.jpg 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-2-900x506-1-ifs-768x432.jpg 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-2-900x506-1-ifs-150x84.jpg 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-2-900x506-1-ifs-600x337.jpg 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-2-900x506-1-ifs-696x391.jpg 696w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dichtigkeitsprüfung im Wasserbad: Es zeigen sich Undichtigkeiten. Foto: https://www.ifs-ev.org/</figcaption></figure>



<p>Die Entstehung dieses Frostschadens liegt allerdings bereits einen Winter zurück, in der Bauphase des Gebäudes: Die Heizungsanlage selbst war noch nicht installiert, als eine Fachfirma eine Druckprüfung mit Wasser an den bereits verlegten Heizungsleitungen vornahm.</p>



<p><strong>Kurz nach der Druckprüfung gab es Frostwetter und im Rohbau des Einfamilienhauses froren die befüllten Leitungen ein. </strong>Anschließend fand man einen frostbedingten Schaden an einer Heizungsleitung im Obergeschoss und einen weiteren an der Trinkwasserleitung, die offenbar auch schon befüllt war. Die Leckagen wurden repariert. Eine weitere Druckprüfung wurde danach nicht durchgeführt. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="900" height="506" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-3-900x506-1-ifs-3.jpg" alt="" class="wp-image-60229" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-3-900x506-1-ifs-3.jpg 900w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-3-900x506-1-ifs-3-300x169.jpg 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-3-900x506-1-ifs-3-768x432.jpg 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-3-900x506-1-ifs-3-150x84.jpg 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-3-900x506-1-ifs-3-600x337.jpg 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-3-900x506-1-ifs-3-696x391.jpg 696w" sizes="(max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption class="wp-element-caption">An der Innenwand des aufgetrennten Fittings und der Außenseite des Rohres zeichnet sich ein durchgängiger Wasserpfad ab. Foto: https://www.ifs-ev.org/</figcaption></figure>



<p>Offenbar waren die Fachleute davon ausgegangen, dass es sich bei den beiden Undichtigkeiten aus dem zurückliegenden Winter um die einzigen Folgen der Frosteinwirkung auf die Leitungen im Rohbau handelte. <strong>Die neuen Leckagen zeigten jedoch</strong>, dass durchaus weitere Schäden verursacht wurden. </p>



<p><strong>Wenn die Beheizung eines Gebäudes nicht gewährleistet werden kann, dürfen wasserführende Leitungen im Winter nicht befüllt sein. In der Bauphase waren sie den Frosttemperaturen ohne Schutz ausgesetzt.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img decoding="async" width="169" height="158" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-1.png" alt="" class="wp-image-60225" style="aspect-ratio:1.0696920318926983;width:110px;height:auto" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-1.png 169w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-1-150x140.png 150w" sizes="(max-width: 169px) 100vw, 169px" /></figure>



<p>Ein Gastbeitrag des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer, IFS e.V. Weitere Informationen unter <a href="http://www.ifs-ev.org/">www.ifs-ev.org/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/befuellte-heizungsleitungen-in-der-bauphase-und-ploetzlich-kam-der-frost/">Befüllte Heizungsleitungen in der Bauphase – und plötzlich kam der Frost</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schadenprävention bei Leitungswasserschäden ist keine Option mehr, sondern Pflicht</title>
		<link>https://wohnungswirtschaft-heute.de/schadenpraevention-bei-leitungswasserschaeden-ist-keine-option-mehr-sondern-pflicht/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=schadenpraevention-bei-leitungswasserschaeden-ist-keine-option-mehr-sondern-pflicht</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:34:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[Editorial]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 33]]></category>
		<category><![CDATA[Hartmut Rösler]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensprävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, 1,1 Millionen Leitungswasserschäden pro Jahr, rund 5,55 Milliarden Euro Regulierungssumme in 2025, statistisch alle 30 Sekunden ein Rohrbruch – diese Zahlen markieren längst keine Randnotiz mehr in der Schadenstatistik der Versicherer. Sie sind Ausdruck eines strukturellen Defizits im Umgang mit wasserführenden Systemen in Gebäuden. Wer das Thema weiterhin als [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/schadenpraevention-bei-leitungswasserschaeden-ist-keine-option-mehr-sondern-pflicht/">Schadenprävention bei Leitungswasserschäden ist keine Option mehr, sondern Pflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,</p>



<p>1,1 Millionen Leitungswasserschäden pro Jahr, rund 5,55 Milliarden Euro Regulierungssumme in 2025, statistisch alle 30 Sekunden ein Rohrbruch – diese Zahlen markieren längst keine Randnotiz mehr in der Schadenstatistik der Versicherer. Sie sind Ausdruck eines strukturellen Defizits im Umgang mit wasserführenden Systemen in Gebäuden. Wer das Thema weiterhin als versicherungstechnische Größe behandelt, verkennt seine strategische Dimension für die Wohnungswirtschaft.</p>



<p><strong>Denn die Dynamik ist eindeutig:</strong> Selbst bei gleichbleibender Schadenzahl ist 2026 mit weiter steigenden Kosten zu rechnen. Materialpreise und Löhne ziehen an, die Baukosten insgesamt bleiben hoch. Damit wird jeder einzelne Schaden teurer. Die Kostenspirale dreht sich – unabhängig davon, ob die Branche sie aktiv bremst oder nicht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die unbequeme Wahrheit: Fehler in der Ausführung dominieren</h2>



<p><strong>Die Ursachenanalyse</strong> des <strong>Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung </strong>(IFS e.V.) ist klar und zugleich ernüchternd. <strong>Mit rund 38 bis 40 Prozent</strong> stehen Installations- und Montagefehler an der Spitze der Schadenstatistik. Unsachgemäß verarbeitete Verbindungen, fehlerhafte Dichtungen, nicht korrekt verlegte Leitungen – es sind keine exotischen Materialversagen, sondern handwerkliche und organisatorische Defizite.</p>



<p><strong>Weitere 25 Prozent</strong> entfallen auf Betriebsbedingungen, darunter Frostschäden, <strong>die allein etwa zehn Prozent</strong> der untersuchten Fälle ausmachen. <strong>Materialfehler schlagen mit rund 13 Prozent zu Buche</strong>, <strong>Planungsfehler mit etwa zwei Prozent</strong>. In <strong>rund 22 Prozent der Fälle</strong> wirken mehrere Ursachen zusammen oder lassen sich nicht eindeutig zuordnen. </p>



<p><strong>Die Gewichtung ist eindeutig:</strong> Der überwiegende Teil der Schäden ist nicht schicksalhaft, sondern vermeidbar. Das ist die eigentliche Brisanz.</p>



<p><strong>Denn wenn fast 40 Prozent der Schäden auf Installations- und Montagefehler zurückzuführen sind</strong>, dann reden wir nicht über unkontrollierbare Risiken, sondern über Qualitätsdefizite in Planung, Ausführung und Kontrolle. Anders formuliert: Die größte Einsparreserve liegt nicht in neuen Versicherungstarifen oder Selbstbehalten, sondern in der Bau- und Betriebspraxis selbst. <strong><a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/leitungswasserschaeden-in-wohngebaeuden-warum-die-groesste-gefahr-im-eigenen-leitungssystem-liegt/" type="link" id="https://wohnungswirtschaft-heute.de/leitungswasserschaeden-in-wohngebaeuden-warum-die-groesste-gefahr-im-eigenen-leitungssystem-liegt/">Zum Artikel.</a></strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Risikophase Renovierung: Wenn Routine zur Schwachstelle wird</h2>



<p><strong>Besonders aufschlussreich sind Schadensfälle in Renovierungs- und Umzugsphasen. </strong>Der vom IfS geschilderte Fall einer langen ungenutzten Einliegerwohnung, in der eine Spülmaschine nicht am vorhandenen Gerätezusatzventil, sondern an einem neu montierten Ventil angeschlossen wurde – mit der Folge einer Leckage –, mag banal wirken. Tatsächlich steht er exemplarisch für ein systemisches Problem.</p>



<p>Gerade vermeintlich einfache Eingriffe in bestehende Installationen bergen hohe Risiken. Bestehende Strukturen werden verändert, ohne dass ihr Zustand umfassend bewertet wird. Schnittstellen zwischen Alt und Neu sind anfällig. <strong><a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wasserschaeden-an-geraeteanschlussventilen-warum-kommt-es-immer-wieder-in-umzugs-und-renovierungsphasen/" type="link" id="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wasserschaeden-an-geraeteanschlussventilen-warum-kommt-es-immer-wieder-in-umzugs-und-renovierungsphasen/">Zum Artikel.</a></strong></p>



<p><strong>Hier zeigt sich eine gefährliche Routine:</strong> Wasserführende Installationen gelten als beherrscht, als Standard. Doch Standardisierung ersetzt keine Sorgfalt. Jede zusätzliche Verbindung, jedes Ventil, jede Modifikation erhöht die Komplexität – und damit das potenzielle Schadenrisiko.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Trinkwasserhygiene und Schadenprävention gehören zusammen</h2>



<p>Vor diesem Hintergrund gewinnt die Initiative „Fit für Trinkwasser“ eine Bedeutung, die über das Thema Hygiene hinausgeht. Wenn BTGA, figawa, ZVSHK und DVGW ihre Kräfte bündeln, um Qualifizierung und Weiterbildung systematisch auszubauen, dann ist das mehr als ein symbolischer Schulterschluss.</p>



<p><strong>Clemens Schickel, Geschäftsführer Technik beim BTGA</strong>, bringt es auf den Punkt: Die hygienisch einwandfreie Bereitstellung von Trinkwasser ist eine Aufgabe aller beteiligten Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette. <strong>Daniel Föst, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK</strong>, ergänzt: Sauberes Trinkwasser ist kein Selbstläufer, sondern Ergebnis qualifizierter Fachbetriebe, klarer Regeln und kontinuierlicher Weiterbildung.</p>



<p>Diese Aussagen lassen sich direkt auf das Schadenproblem übertragen. Hygienische Sicherheit und technische Dichtheit sind keine getrennten Disziplinen. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille. Wer normkonform plant, korrekt dimensioniert, fachgerecht installiert und sauber dokumentiert, reduziert nicht nur mikrobiologische Risiken, sondern auch Leckagen, Folgeschäden und Haftungsfragen.</p>



<p>Schadenprävention wird damit zum integralen Bestandteil professioneller Technischer Gebäudeausstattung (TGA) – und nicht zu einer nachgelagerten Reaktion auf bereits eingetretene Schäden. <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/fit-fuer-trinkwasser-staerkt-schadenpraeventive-qualifizierung-in-kooperation-mit-dem-dvgw/" type="link" id="https://wohnungswirtschaft-heute.de/fit-fuer-trinkwasser-staerkt-schadenpraeventive-qualifizierung-in-kooperation-mit-dem-dvgw/"><strong>Zum Artikel</strong>.</a></p>



<h2 class="wp-block-heading">Qualität ist kein Kostenfaktor, sondern ein Geschäftsmodell</h2>



<p>Für Wohnungsunternehmen ist diese Erkenntnis von essenzieller Tragweite. Jeder Leitungswasserschaden bedeutet mehr als eine Reparaturrechnung. Er führt zu Mietausfällen, organisatorischem Aufwand, Reputationsschäden und steigenden Versicherungsprämien. In einem Markt, der ohnehin unter Druck steht – energetische Sanierung, Dekarbonisierung, regulatorische Anforderungen –, wollen wir mit der <strong>Initiative Schadenprävention</strong> unseren Beitrag leisten, zusätzliche Belastungen zu vermeiden.</p>



<p>Dies und mehr erwartet Sie in der Ausgabe 33 von FORUM LEITUNSGWASSER.</p>



<p>Ich wünsche Ihnen eine hilfreiche Lektüre!</p>



<p>Ihr</p>



<p>Hartmut Rösler</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/schadenpraevention-bei-leitungswasserschaeden-ist-keine-option-mehr-sondern-pflicht/">Schadenprävention bei Leitungswasserschäden ist keine Option mehr, sondern Pflicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Eingefrorene Heizungs- und Trinkwasserleitungen – Was ist zu tun. VDI gibt Tipps</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:33:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 33]]></category>
		<category><![CDATA[Frostschäden]]></category>
		<category><![CDATA[Leitfaden]]></category>
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		<category><![CDATA[Trinkwasser]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasserleitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Kontext des Stromausfalls in Berlin und der Kältewelle in Deutschland, warnt der VDI vor Schäden durch einfrierende Heizungs- und Trinkwasserleitungen. Gefährdet sind dabei nicht nur technische Anlagen, sondern vor allem Häuser und Wohnungen von Privatpersonen: Wenn Wasser z.B. aufgrund eines Stromausfalls oder von längerer Abwesenheit der Bewohnenden in Leitungen steht und gefriert, dehnt es [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/eingefrorene-heizungs-und-trinkwasserleitungen-was-ist-zu-tun-vdi-gibt-tipps/">Eingefrorene Heizungs- und Trinkwasserleitungen – Was ist zu tun. VDI gibt Tipps</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Im Kontext des Stromausfalls in Berlin und der Kältewelle in Deutschland, warnt der VDI vor Schäden durch einfrierende Heizungs- und Trinkwasserleitungen. Gefährdet sind dabei nicht nur technische Anlagen, sondern vor allem Häuser und Wohnungen von Privatpersonen: Wenn Wasser z.B. aufgrund eines Stromausfalls oder von längerer Abwesenheit der Bewohnenden in Leitungen steht und gefriert, dehnt es sich aus und kann Rohre zum Bersten bringen. Der VDI gibt Betroffenen Tipps.</p>



<p><strong>Trinkwasser-Experte Thomas Wollstein von der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik erklärt</strong>: „Frostschäden an Heizungs- und Trinkwasserleitungen zeigen sich oft erst, wenn die Kälteperiode vorbei ist und das Eis wieder auftaut. Wer jetzt nicht vorsorgt und später nicht aufmerksam ist, riskiert, Wasserschäden zu spät zu bemerken, und damit unnötig hohe Sanierungskosten.“</p>



<p>Bei einem großflächigen Stromausfall fallen die Heizung und die Trinkwasserversorgung aus. Das führt dazu, dass Gebäude auskühlen und das in den Leitungen stehende Wasser gefrieren kann. Das in den Leitungen stehende Wasser dehnt sich dabei aus und die Rohre reißen. Das bleibt zunächst unbemerkt, weil kein Wasser austritt, solange der Frost anhält. Beim Wiederauftauen können dann schwere Wasserschäden auftreten.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Empfehlungen für Eigentümer, Betroffene und Fachbetriebe</h2>



<p><strong>Wollstein empfiehlt:</strong> „Wenn Sie absehen können, dass Ihr Haus während einer Frostperiode nicht beheizt und kein Trinkwasser entnommen wird, informieren Sie unverzüglich Ihren Sachversicherer und halten sich an ein von ihm vorgegebenes Vorgehen. Weiter empfiehlt es sich, die Trinkwasserinstallation abzusperren. Das verhindert möglicherweise nicht den Rohrbruch, begrenzt jedoch die austretende Wassermenge. </p>



<p><strong>Wenn möglich, sollten die Leitungen entleert werden.</strong> Bei Wiederinbetriebnahme muss <strong>die Trinkwasserinstallation gespült werden</strong>.“</p>



<p>Hilfreich ist es, auch Keller- und Nebenraumfenster geschlossen zu halten, da offene Fenster die Auskühlung beschleunigen. <strong>Außerdem sollten regelmäßig Sichtkontrollen auf Feuchteschäden oder erkennbare Leitungsschäden stattfinden, besonders nach dem Ende der Frostperiode.</strong></p>



<p><strong>Wollstein erklärt:</strong> „<strong>Dämmmaßnahmen verlängern die Zeit bis zum Einfrieren.</strong> Rohrbegleitheizungen können es verhindern – solange sie mit Strom versorgt werden.“ Für die fachgerechte Außerbetriebnahme und Wiederinbetriebnahme von Trinkwasserinstallationen verweist der VDI auf die Expertenempfehlung VDI/DVQST-EE 3810 Blatt 2.1 „Betreiben und Instandhalten von Gebäuden und gebäudetechnischen Anlagen; Trinkwasser-Installationen; Außerbetriebnahme und Wiederinbetriebnahme“.</p>



<p><strong>Bei Verdacht auf eingefrorene Leitungen sollte der Hauptabsperrhahn geschlossen und Entnahmestellen (z. B. Wasserhähne) geöffnet werden</strong>, damit der Überdruck in den Leitungen kontrolliert abgebaut werden kann.</p>



<p><strong>Zudem warnt der VDI-Experte davor, Leitungen in Eigenregie mit offener Flamme oder Heißluftgeräten aufzutauen.</strong> Vielmehr sollte ein Fachinstallationsbetrieb hinzugezogen werden. Fachleuten empfiehlt der VDI für die Vorsorge gegen Einfrieren in der Planung frostgefährdeter Leitungen die Richtlinie VDI 2069 „Verhinderung des Einfrierens von Wasser führenden Leitungen“ zu berücksichtigen.</p>



<p>Sonja Bosso</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kunststoffrohrleitungen in der Trinkwasser- und Heizungsinstallation – Chancen, Grenzen und Schadensbilder</title>
		<link>https://wohnungswirtschaft-heute.de/kunststoffrohrleitungen-in-der-trinkwasser-und-heizungsinstallation-chancen-grenzen-und-schadensbilder/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=kunststoffrohrleitungen-in-der-trinkwasser-und-heizungsinstallation-chancen-grenzen-und-schadensbilder</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:32:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Georg Scholzen]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 33]]></category>
		<category><![CDATA[Hintergrund]]></category>
		<category><![CDATA[Kunststoff]]></category>
		<category><![CDATA[Kunststoffrohrleitungen]]></category>
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		<category><![CDATA[Trinkwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserleitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Dr. Georg Scholzen Kunststoffrohrleitungen haben sich in der Trinkwasser- und Heizungsinstallation seit Jahrzehnten etabliert. Sie gelten vielfach als Alternative zu metallischen Rohrleitungen – nicht zuletzt, um klassische Korrosionsprobleme zu vermeiden. Gleichzeitig zeigen Schadenanalysen aus der Praxis, dass auch Kunststoffsysteme keineswegs frei von Risiken sind. Schäden entstehen nicht nur durch Montagefehler, sondern auch durch materialtypische [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/kunststoffrohrleitungen-in-der-trinkwasser-und-heizungsinstallation-chancen-grenzen-und-schadensbilder/">Kunststoffrohrleitungen in der Trinkwasser- und Heizungsinstallation – Chancen, Grenzen und Schadensbilder</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Von Dr. Georg Scholzen</p>



<p>Kunststoffrohrleitungen haben sich in der Trinkwasser- und Heizungsinstallation seit Jahrzehnten etabliert. Sie gelten vielfach als Alternative zu metallischen Rohrleitungen – nicht zuletzt, um klassische Korrosionsprobleme zu vermeiden. Gleichzeitig zeigen Schadenanalysen aus der Praxis, dass auch Kunststoffsysteme keineswegs frei von Risiken sind. Schäden entstehen nicht nur durch Montagefehler, sondern auch durch materialtypische Eigenschaften, ungeeignete Betriebsbedingungen oder Planungsdefizite.</p>



<p>Der folgende Beitrag bündelt zentrale Erkenntnisse aus der Schadenspraxis und ordnet sie fachlich ein. Er beleuchtet typische Schadensmechanismen an Kunststoff- und Mehrschichtverbundrohren, zeigt Grenzen des Werkstoffes auf und leitet daraus Anforderungen für Planung, Installation und Betrieb ab.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Korrosion, Degradation und der besondere Blick auf Kunststoffrohre</h2>



<p>Während bei metallischen Rohrleitungen von Korrosion gesprochen wird, bezeichnet man vergleichbare Schädigungsprozesse bei Kunststoffen als Degradation. Darunter versteht man chemische oder physikalische Veränderungen des Werkstoffs infolge äußerer Einwirkungen wie Temperatur, Druck, Sauerstoff, Chemikalien oder Desinfektionsmaßnahmen. </p>



<p>Typische Erscheinungsformen sind Quellung, Versprödung, Rissbildung, Ablösung von Schichten oder Festigkeitsverluste – stets verbunden mit einer Verkürzung der Nutzungsdauer.</p>



<p><strong>Wichtig ist vorab festzuhalten:</strong> Alle in der EU zugelassenen und geprüften Kunststoffrohrsysteme dürfen in der Trinkwasserinstallation eingesetzt werden. Entscheidend ist jedoch, dass ihre Einsatzgrenzen bekannt sind und eingehalten werden. Kunststoffrohre verzeihen Abweichungen von den anerkannten Regeln der Technik deutlich weniger als häufig angenommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Typische Schadensbilder an Kunststoffrohrleitungen</h2>



<p>Montagefehler und Verbindungstechnik</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="444" height="237" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-2.png" alt="" class="wp-image-60239" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-2.png 444w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-2-300x160.png 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-2-150x80.png 150w" sizes="auto, (max-width: 444px) 100vw, 444px" /></figure>



<p> <strong>links:</strong> Mehrschichtverbundrohr ohne Verbundhaftung, <strong>rechts</strong>: Abrissstelle am Fitting</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="449" height="252" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-3.png" alt="" class="wp-image-60240" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-3.png 449w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-3-300x168.png 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-3-150x84.png 150w" sizes="auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px" /></figure>



<p><strong>links:</strong> strumpfhosenartige Faltung der vom Innenrohr gelösten Schichten, <strong>rechts:</strong> Detail der überlappten Aluminiumenden mit dazwischen liegender, abgelöster Kunststoffklebeschicht</p>



<p><strong>Ein erheblicher Teil der Schäden ist nicht materialspezifisch, sondern auf mangelhafte Ausführung zurückzuführen</strong>. Undichte Press-, Klemm- oder Steckverbindungen treten bei Kunststoff-, wie bei Metallrohren auf. Bei Kunststoffsystemen erhöht sich jedoch das Risiko, da eine große Vielfalt an Rohrtypen, Dimensionen und Verbindungstechniken existiert. Jede Kombination erfordert spezifische Werkzeuge, Schulungen und die strikte Einhaltung der Herstellerangaben.</p>



<p><strong>Bereits kleine Abweichungen </strong>– etwa unvollständiges Pressen, falsche O-Ringe oder nicht systemkonforme Fittings – können langfristig zu Undichtigkeiten führen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Diffusionsoffenheit und unerwartete Ablagerungen</h2>



<p>Ein lange unterschätztes Phänomen ist die Bildung von Kalkablagerungen in diffusionsoffenen Kunststoffrohren. In der Praxis wurden massive Calciumkarbonatablagerungen insbesondere in Polypropylenrohren unmittelbar hinter Warmwassererwärmern beobachtet. Ursache ist das Diffundieren von CO₂ durch die Rohrwand, wodurch sich das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht verschiebt. Die Folge sind Ablagerungen an der Rohrinnenwand, die sich aufgrund unterschiedlicher Ausdehnungskoeffizienten von Rohrmaterial und Kalk wieder ablösen und in nachgeschaltete Armaturen eingetragen werden können.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="491" height="344" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-5.png" alt="" class="wp-image-60242" style="aspect-ratio:1.4272920826407691;width:425px;height:auto" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-5.png 491w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-5-300x210.png 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-5-150x105.png 150w" sizes="auto, (max-width: 491px) 100vw, 491px" /></figure>



<p>Kalkansammlung in dem Kunststoffrohr aus Polypropylen nach dem Warmwasserbereiter (Quelle: Sonderdruck Sanitär+HeizungsTechnik 1998-2001)</p>



<p><strong>Solche Ablagerungen können Ventile blockieren und den Volumenstrom erheblich reduzieren.</strong> Es handelt sich hierbei nicht um klassische Leitungswasserschäden im Sinne der Versicherung, wohl aber um funktionale Schäden mit erheblichem Betriebsrisiko.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Sauerstoffdiffusion und Folgeschäden</h2>



<p><strong>Ein vergleichbares Problem zeigte sich bereits bei frühen Kunststoff-Heizungsrohren</strong>. Sauerstoff kann durch diffusionsoffene Rohrmaterialien in eigentlich geschlossene Systeme eindringen und dort metallische Komponenten zur Korrosion bringen. Die daraus resultierenden Leckagen an Heizkörpern, Pumpen oder Verteilern waren häufig versicherungsrelevant – nicht jedoch die Kunststoffrohre selbst, sondern die korrodierten Metallbauteile.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Thermische Längenänderung und mechanische Spannungen</h2>



<p><strong>Kunststoffe weisen im Vergleich zu Metallen eine deutlich höhere thermische Längenausdehnung auf.</strong> Wird diese Ausdehnung durch Befestigungen oder Einbausituationen behindert, entstehen erhebliche Zug- und Druckspannungen. <strong>Typische Folgen sind:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Undichtigkeiten an Press- oder Klemmverbindungen</li>



<li>Versagen von O-Ringen mit ungeeigneten Materialeigenschaften</li>



<li>Verformung oder Herausreißen von Heizungsverteilern aus der Befestigung</li>



<li>Besonders kritisch sind Systeme, bei denen einzelne Bauteile unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten besitzen und diese nicht aufeinander abgestimmt sind.</li>



<li>Temperaturüberschreitungen – ein zentrales Schadensrisiko</li>



<li>Plastische Verformung einfacher Kunststoffrohre</li>
</ul>



<p><strong>Überschreitungen der zulässigen Betriebstemperatur führen bei Thermoplasten zu plastischen Verformungen.</strong> In der Praxis kam es bei defekten Sicherheitstemperaturbegrenzern zu Aufblähungen von PVC-Warmwasserrohren, gefolgt von Rohrbrüchen an Armaturenanschlüssen und massiven Leitungswasserschäden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Legionellenprophylaxe und Verbundrohre</h2>



<p>Ein besonders praxisrelevantes Schadensfeld ergibt sich aus erhöhten Warmwassertemperaturen zur Legionellenprophylaxe. Temperaturen über 80 °C im Warmwasserbereiter, die erforderlich sind, um an allen Entnahmestellen mindestens 65 °C zu erreichen, überschreiten häufig die Dauerbelastbarkeit von Mehrschichtverbundrohren.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="696" height="522" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/16_FL_Scholzen_Bild5-696x522-1.jpg" alt="" class="wp-image-60251" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/16_FL_Scholzen_Bild5-696x522-1.jpg 696w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/16_FL_Scholzen_Bild5-696x522-1-300x225.jpg 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/16_FL_Scholzen_Bild5-696x522-1-150x113.jpg 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/16_FL_Scholzen_Bild5-696x522-1-600x450.jpg 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/16_FL_Scholzen_Bild5-696x522-1-265x198.jpg 265w" sizes="auto, (max-width: 696px) 100vw, 696px" /><figcaption class="wp-element-caption">Geplatztes Verbundrohr (Bildquelle: Georg Scholzen, Provinzial Versicherung AG)</figcaption></figure>



<p><strong>In mehreren Schadensfällen kam es zum Aufblähen, Reißen oder Platzen der Verbundrohre.</strong> Anders als bei punktuellen Korrosionsschäden an Metallleitungen führen solche Versagensformen zu großflächigen Rissen und damit zu einem extrem hohen Wasseraustritt in kurzer Zeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehrschichtverbundrohre – Vorteile mit systembedingten Risiken</h2>



<p><strong>Mehrschichtverbundrohre gelten als „zweite Generation“ der Kunststoffrohre.</strong> Ihr Aufbau aus einer Aluminium-Zwischenschicht mit innen- und außenliegenden Kunststoffschichten verbindet Formstabilität mit Diffusionsdichtheit. Sie werden sowohl in der Trinkwasserinstallation als auch in Heizungsanlagen eingesetzt.</p>



<p><strong>Der zentrale Schwachpunkt liegt jedoch in der Schichthaftung.</strong> Unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten von Aluminium und Kunststoff erzeugen bei thermischer Belastung hohe Scherkräfte im Haftvermittler. <strong>Typische Schadensbilder sind:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ablösung der Kunststoffschichten vom Aluminiumkern</li>



<li>Abriss an Fittings</li>



<li>Faltenbildung des Innenrohres mit Querschnittsverengung</li>



<li>Blasenförmige Aufwölbungen des Mediumrohres</li>
</ul>



<p>Diese Schäden traten in der Praxis häufig bereits nach vier bis fünf Betriebsjahren auf – insbesondere in Warmwasser- und Heizungsanwendungen mit erhöhten Temperaturen oder unzureichend berücksichtigten Ausdehnungslängen.</p>



<p><strong>Hinzu kommt:</strong> Chemische oder thermische Desinfektionsmaßnahmen verändern das Medium und beschleunigen die Alterung von Kunststoffen und Klebstoffen zusätzlich.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="907" height="353" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-4.png" alt="" class="wp-image-60241" style="aspect-ratio:2.5693742513034135;width:770px;height:auto" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-4.png 907w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-4-300x117.png 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-4-768x299.png 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-4-150x58.png 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-4-600x234.png 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-4-696x271.png 696w" sizes="auto, (max-width: 907px) 100vw, 907px" /></figure>



<p><strong>Bild links:</strong> Ablösung des Innenrohres aus PE-X von Aluminiumrohr und Faltenbildung mit Querschnittsverengung des Rohres. <strong>Bild mitte</strong>: Blasenförmige Aufwölbung des Kunststoffinnenrohres <strong>Bild rechts</strong> : Blick in ein durchfluss-vermindertes Rohrstück.</p>



<p>(Bild-Quelle: Alle Bilder und Schadenbeispiele stammen aus dem Sonderdruck der Beiträge in der Sanitär + Heizungstechnik von 1998 bis 2001 der Initiative Kupfer, von Karl-Josef Heinemann)</p>



<h2 class="wp-block-heading">Planung, Ausführung und Betrieb – die entscheidenden Stellschrauben</h2>



<p><strong>Unabhängig vom Werkstoff gelten für Kunststoffrohrleitungen dieselben Grundanforderungen wie für metallische Systeme:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>fachgerechte Planung unter Berücksichtigung der Betriebsgrenzen</li>



<li>systemkonforme Installation nach Herstellerangaben</li>



<li>qualifiziertes Fachpersonal und geeignetes Werkzeug</li>



<li>sachgerechter Betrieb und regelmäßige Instandhaltung</li>
</ul>



<p><strong>Besondere Bedeutung kommt der Planung zu</strong>. Sie muss nicht nur den Regelbetrieb, sondern auch mögliche Störfälle berücksichtigen. Temperaturen von über 120 °C, wie sie bei defekten Regel- oder Sicherheitseinrichtungen auftreten können, sind von handelsüblichen Kunststoff- und Verbundrohren nicht beherrschbar.</p>



<p><strong>Ebenso wichtig ist eine umfassende Dokumentation der Anlage</strong>. Nur wenn Material, Einsatzgrenzen und Herstellerangaben auch Jahre später noch nachvollziehbar sind, lassen sich geplante Betriebsänderungen – etwa im Rahmen hygienischer Maßnahmen – sicher bewerten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Fazit</h2>



<p><strong>Kunststoff- und Mehrschichtverbundrohre sind leistungsfähige und bewährte Werkstoffe für die Trinkwasser- und Heizungsinstallation</strong>. Sie sind jedoch keineswegs wartungsfrei oder unkritisch. Schäden entstehen weniger durch den Werkstoff an sich, sondern durch Überschreitungen der Einsatzgrenzen, unzureichende Planung, fehlerhafte Montage oder veränderte Betriebsbedingungen.</p>



<p><strong>Die dargestellten Schadensfälle zeigen</strong>: Es gibt keinen Rohrwerkstoff, der über eine Nutzungsdauer von 50 Jahren per se schadenfrei bleibt. <strong>Entscheidend ist das Zusammenspiel von Material, Planung, Ausführung und Betrieb</strong>. Werden die allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie die Herstellerangaben konsequent eingehalten, können Kunststoffrohrsysteme eine ebenso lange und sichere Nutzungsdauer erreichen wie metallische Installationen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<h4 class="wp-block-heading">Lesen Sie auch folgende vertiefende Beiträge von Dr. Georg Scholzen.</h4>



<p>Kunststoffrohrleitungen in der Trinkwasserinstallation – <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/kunststoffrohrleitungen-in-der-trinkwasserinstallation-als-alternative-zu-metallischen-rohrleitungen-dr-georg-scholzen-erklaert-das-fuer-und-wider/" type="link" id="https://wohnungswirtschaft-heute.de/kunststoffrohrleitungen-in-der-trinkwasserinstallation-als-alternative-zu-metallischen-rohrleitungen-dr-georg-scholzen-erklaert-das-fuer-und-wider/">„als Alternative zu metallischen Rohrleitungen“</a><br>Schadenursachen und Schäden <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/schadenursachen-und-schaeden-an-kunststoffrohrleitungen/" type="link" id="https://wohnungswirtschaft-heute.de/schadenursachen-und-schaeden-an-kunststoffrohrleitungen/">an Kunststoffrohrleitungen</a><br>Schäden an Kunststoffrohrleitungen: <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/schaeden-an-kunststoffrohrleitungen-mehrschichtverbundrohr/" type="link" id="https://wohnungswirtschaft-heute.de/schaeden-an-kunststoffrohrleitungen-mehrschichtverbundrohr/">Mehrschichtverbundrohr</a></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><strong>Dr. Georg Scholzen</strong> ist Diplom-Chemiker mit über 20 Jahren Erfahrung in der Verhütung von Leitungswasserschäden. Er war u. a. Sprecher der Projektgruppe „Leitungswasser“ des GDV, Mitglied im Projektkreis „Betrieb und Wartung“ beim DVGW, Autor des Fachbuchs „Leitungswasserschäden: Vermeidung – Sanierung – Haftung“ und Experte im FORUM LEITUNGSWASSER der AVW Unternehmensgruppe.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/kunststoffrohrleitungen-in-der-trinkwasser-und-heizungsinstallation-chancen-grenzen-und-schadensbilder/">Kunststoffrohrleitungen in der Trinkwasser- und Heizungsinstallation – Chancen, Grenzen und Schadensbilder</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leitungswasserschäden in Wohngebäuden &#8211; Warum die größte Gefahr im eigenen Leitungssystem liegt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[Baumängel]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 33]]></category>
		<category><![CDATA[GDV]]></category>
		<category><![CDATA[ifs]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschäden]]></category>
		<category><![CDATA[Planung]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserleitungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Leitungswasserschäden zählen seit Jahren zu den kostenintensivsten Schadensarten in deutschen Wohngebäuden. Während in der öffentlichen Wahrnehmung häufig Starkregen, Hochwasser oder andere Extremwetterereignisse im Fokus stehen, zeigen aktuelle Auswertungen ein anderes Bild: Die Hauptursachen liegen meist im Gebäude selbst. Analysen des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IfS) sowie Daten des Gesamtverbands der Deutschen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Leitungswasserschäden zählen seit Jahren zu den kostenintensivsten Schadensarten in deutschen Wohngebäuden. Während in der öffentlichen Wahrnehmung häufig Starkregen, Hochwasser oder andere Extremwetterereignisse im Fokus stehen, zeigen aktuelle Auswertungen ein anderes Bild: Die Hauptursachen liegen meist im Gebäude selbst.</p>



<p>Analysen des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IfS) sowie Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Initiative Schadenprävention belegen, dass interne Mängel an der Hausinstallation für den Großteil der Schäden verantwortlich sind.</p>



<p>Für Planer, Installateure, Wohnungswirtschaft und Eigentümer ergibt sich daraus eine klare Botschaft: Prävention beginnt bei der Qualität der Installation – und endet nicht mit der Inbetriebnahme.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Installationsfehler als dominierende Schadensursache</h2>



<p>Mit einem Anteil von <strong>rund 38 bis 40 Prozent</strong> stellen Installations- und Montagefehler die mit Abstand häufigste Ursache für Leitungswasserschäden dar. Die IfS-Analysen zeigen, dass unsachgemäß ausgeführte Verbindungen, fehlerhaft gesetzte Dichtungen oder nicht normgerecht verarbeitete Rohrleitungen besonders häufig zu späteren Leckagen führen.</p>



<p><strong>Press- und Schraubverbindungen spielen dabei eine zentrale Rolle.</strong> Bereits geringfügige Montageabweichungen – etwa unzureichend verpresste Fittings, verschmutzte Dichtflächen oder falsch dimensionierte Dichtungen – können nach Jahren des Betriebs zu schleichenden Undichtigkeiten führen. Diese bleiben oft lange unentdeckt und verursachen dann erhebliche Durchfeuchtungen in Estrich- oder Wandkonstruktionen.</p>



<p>Die Zahlen verdeutlichen, dass Qualitätssicherung auf der Baustelle ein entscheidender Hebel zur Schadensreduktion ist. Dokumentierte Druckprüfungen, Sichtkontrollen und die konsequente Einhaltung der Herstellervorgaben sind keine formalen Pflichten, sondern zentrale Maßnahmen der Schadensprävention.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Betriebsbedingungen: Frost als unterschätztes Risiko</h2>



<p><strong>Rund 25 Prozent </strong>der untersuchten Schäden stehen im Zusammenhang mit den Betriebsbedingungen. Darunter fallen sowohl nutzungsbedingte Belastungen als auch klimatische Einflüsse. Besonders hervorzuheben sind Frostschäden, die in vielen Auswertungen allein <strong>etwa zehn Prozent</strong> aller Fälle ausmachen.</p>



<p>Frostbedingte Rohrbrüche entstehen häufig in unbeheizten Nebenräumen, Ferienhäusern oder nicht ausreichend gedämmten Installationszonen. Gefriert Wasser im Rohr, dehnt es sich aus und erzeugt hohen Innendruck. Die eigentliche Leckage tritt jedoch oftmals erst beim Auftauen ein, wenn das geschädigte Rohr dem wieder ansteigenden Betriebsdruck nicht mehr standhält.</p>



<p>Die IfS-Daten legen nahe, dass präventive Maßnahmen – etwa das rechtzeitige Entleeren von Leitungen, Frostschutzregelungen in Heizsystemen oder die Sensibilisierung von Nutzern – erhebliches Schadenspotenzial reduzieren könnten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Materialfehler und Korrosion: Die schleichende Gefahr</h2>



<p><strong>Etwa 13 Prozent</strong> der Schäden sind auf Materialfehler zurückzuführen. Dazu zählen Produktionsmängel ebenso wie Materialermüdung und Korrosion. Besonders relevant ist in diesem Zusammenhang die sogenannte Spannungskorrosion bei Messingwerkstoffen.</p>



<p>Spannungskorrosion entsteht, wenn mechanische Zugspannungen im Material mit korrosiven Einflüssen zusammentreffen. Das Resultat sind feine Risse, die sich über längere Zeit ausbreiten und schließlich zum Versagen des Bauteils führen. Gerade bei älteren Installationen oder bestimmten Werkstoffchargen kann dieses Phänomen eine erhebliche Rolle spielen.</p>



<p>Neben metallischen Werkstoffen sind auch Kunststoffkomponenten nicht frei von Risiken. Alterung, thermische Belastungen oder chemische Einflüsse können die Langzeitstabilität beeinträchtigen. Entscheidend ist daher die werkstoffgerechte Planung unter Berücksichtigung der Wasserbeschaffenheit und der jeweiligen Einsatzbedingungen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehrfachursachen und komplexe Schadensbilder</h2>



<p><strong>Rund 22 Prozent</strong> der untersuchten Fälle lassen sich nicht eindeutig einer einzelnen Ursache zuordnen. In diesen Schadensbildern wirken häufig mehrere Faktoren zusammen: Eine geringfügig fehlerhafte Montage trifft auf materialbedingte Vorschädigungen oder ungünstige Betriebsbedingungen.</p>



<p><strong>Diese Komplexität erschwert nicht nur die Schadenanalyse, sondern auch die Prävention.</strong> Sie zeigt jedoch deutlich, dass Leitungswasserschäden selten auf singuläre Ereignisse zurückzuführen sind. Vielmehr entstehen sie im Zusammenspiel aus Planung, Ausführung, Werkstoffwahl und Nutzung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Planungsfehler: Selten, aber folgenschwer</h2>



<p><strong>Mit etwa zwei Prozent </strong>spielen klassische Planungsfehler statistisch eine untergeordnete Rolle. Dennoch können sie erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Dazu gehören beispielsweise falsch dimensionierte Leitungen, unzureichend berücksichtigte Druckverhältnisse oder fehlende Revisionsmöglichkeiten.</p>



<p>In komplexen Gebäuden mit Mischinstallationen oder umfangreicher Haustechnik steigt das Risiko systemischer Planungsfehler. Die zunehmende Technisierung von Wohngebäuden – etwa durch Wärmepumpensysteme oder hybride Heizlösungen – erfordert eine noch engere Abstimmung zwischen Fachplanern und ausführenden Betrieben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Besonders betroffene Baugruppen</h2>



<p><strong>Die IfS-Statistik für den Zeitraum 2015 bis 2024 identifiziert mehrere besonders schadenanfällige Baugruppen:</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">Flexschläuche an Armaturen</h4>



<p>Sie zählen zu den häufigsten Schadenverursachern im Bereich von Waschtischen und Küchenspülen. Materialermüdung, Knickbelastungen oder minderwertige Produkte können hier zu plötzlichen Wasseraustritten führen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Verbindungen</h4>



<p>Press- und Schraubverbindungen stehen regelmäßig im Zentrum von Schadengutachten. Sie bilden konstruktiv sensible Punkte innerhalb der Installation.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Heizungsanlagen</h4>



<p>Rohrleitungen und Verbindungen der Heizungsinstallation sind ebenfalls stark betroffen. Thermische Wechselbelastungen und Druckschwankungen erhöhen hier die Beanspruchung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Abwasser- und Regenwassersysteme</h4>



<p>Undichtigkeiten im Abwassersystem verursachen oft verdeckte Durchfeuchtungen mit langfristigen Folgeschäden an der Bausubstanz.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Alter der Gebäude als Risikofaktor</h4>



<p>Ein deutlich erhöhtes Schadenrisiko zeigt sich bei Gebäuden mit einem Alter von 30 bis 50 Jahren. In diesem Zeitraum erreichen viele Installationssysteme eine kritische Phase ihrer Lebensdauer. Korrosion, Materialermüdung und veraltete Werkstoffe erhöhen die Ausfallwahrscheinlichkeit signifikant.</p>



<p><strong>Gerade in Bestandsgebäuden besteht häufig ein Sanierungsstau</strong>. Leitungen verlaufen verdeckt in Schächten oder unter Estrich und werden erst bei einem akuten Schaden sichtbar. Präventive Zustandsanalysen, etwa durch Druckprüfungen oder Feuchtemonitoring, gewinnen daher zunehmend an Bedeutung.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Prävention als zentrale Aufgabe der Branche</h2>



<p><strong>Die IfS-Daten zeichnen ein klares Bild:</strong> Leitungswasserschäden sind in erster Linie das Resultat technischer und handwerklicher Faktoren – und damit grundsätzlich beeinflussbar. Für die Branche ergeben sich mehrere Handlungsfelder:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Qualitätsgesicherte Installation und Dokumentation</li>



<li>Sorgfältige Werkstoffauswahl</li>



<li>Regelmäßige Wartung und Inspektion</li>



<li>Sensibilisierung von Eigentümern und Nutzern</li>



<li>Einsatz von Leckage-Detektionssystemen</li>
</ul>



<p>Insbesondere intelligente Sensoriksysteme, die Feuchtigkeit oder ungewöhnliche Wasserverbräuche frühzeitig erkennen, könnten künftig einen größeren Beitrag zur Schadenminderung leisten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="546" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Natur-Wohn-03-Aufw-Gefahr-Euro_1292x6891-neu-1024x546.png" alt="" class="wp-image-60271" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Natur-Wohn-03-Aufw-Gefahr-Euro_1292x6891-neu-1024x546.png 1024w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Natur-Wohn-03-Aufw-Gefahr-Euro_1292x6891-neu-300x160.png 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Natur-Wohn-03-Aufw-Gefahr-Euro_1292x6891-neu-768x410.png 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Natur-Wohn-03-Aufw-Gefahr-Euro_1292x6891-neu-150x80.png 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Natur-Wohn-03-Aufw-Gefahr-Euro_1292x6891-neu-600x320.png 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Natur-Wohn-03-Aufw-Gefahr-Euro_1292x6891-neu-696x371.png 696w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Natur-Wohn-03-Aufw-Gefahr-Euro_1292x6891-neu-1068x570.png 1068w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Natur-Wohn-03-Aufw-Gefahr-Euro_1292x6891-neu.png 1292w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Die größte Gefahr liegt im Detail</h2>



<p>Die Analysen von IfS und GDV machen deutlich, dass Leitungswasserschäden (Grafik oben in BLAU) weniger durch spektakuläre Naturereignisse entstehen, sondern überwiegend durch vermeidbare Schwachstellen innerhalb der Gebäudeinstallation. Installationsfehler, Materialermüdung und unzureichend berücksichtigte Betriebsbedingungen sind die dominierenden Faktoren.</p>



<p><strong>Für Fachplaner, Installateure und die Wohnungswirtschaft bedeutet dies eine klare Verantwortung – aber auch eine Chance</strong>. Durch konsequente Qualitätsstandards, vorausschauende Instandhaltung und moderne Monitoring-Technologien lässt sich das Schadensrisiko deutlich reduzieren. Angesichts steigender Baukosten und wachsender Anforderungen an Nachhaltigkeit wird die Vermeidung von Leitungswasserschäden künftig noch stärker in den Fokus rücken. Die Datenlage liefert dafür eine solide Grundlage.</p>



<p>Gerd Warda, Quellen: GDV, IfS, Initiative Schadenprävention</p>



<p></p>
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		<title>„Fit für Trinkwasser“ stärkt schadenpräventive Qualifizierung in Kooperation mit dem DVGW</title>
		<link>https://wohnungswirtschaft-heute.de/fit-fuer-trinkwasser-staerkt-schadenpraeventive-qualifizierung-in-kooperation-mit-dem-dvgw/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=fit-fuer-trinkwasser-staerkt-schadenpraeventive-qualifizierung-in-kooperation-mit-dem-dvgw</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:23:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 33]]></category>
		<category><![CDATA[Schadenprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Trinkwasser]]></category>
		<category><![CDATA[Weiterbildung]]></category>
		<category><![CDATA[ZVSHK]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Initiative „Fit für Trinkwasser“ der Branchenverbände BTGA, figawa und ZVSHK baut ihre fachliche Basis weiter aus: Mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) wurde ein Letter of Intent (LoI) unterzeichnet. Ziel ist eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Weiterbildung, Qualifizierung und fachliche Transformation rund um Trinkwasserinstallationen. Diese Kooperation ist mehr als eine [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Initiative „Fit für Trinkwasser“ der Branchenverbände BTGA, figawa und ZVSHK baut ihre fachliche Basis weiter aus: Mit dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) wurde ein Letter of Intent (LoI) unterzeichnet. Ziel ist eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Weiterbildung, Qualifizierung und fachliche Transformation rund um Trinkwasserinstallationen.</p>



<p>Diese Kooperation ist mehr als eine organisatorische Erweiterung – sie ist ein klares Bekenntnis zur schadenpräventiven Ausrichtung der Technischen Gebäudeausstattung (TGA). Denn qualitätsgesicherte Planung, Installation und Instandhaltung wasserführender Leitungen bilden die Grundlage für Hygiene, Betriebssicherheit und Werterhalt von Gebäuden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Weiterbildung als präventive Qualitätsstrategie</h2>



<p>Mit dem LoI bekennen sich BTGA, figawa, ZVSHK und DVGW zu einer engen fachlichen Kooperation. Im Fokus stehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>die konsequente Ausrichtung aller Schulungsinhalte an den anerkannten Regeln der Technik,</li>



<li>eine gemeinsame Qualitätssicherung der Weiterbildungsangebote,</li>



<li>die Bündelung technisch-wissenschaftlicher und praktischer Expertise,</li>



<li>sowie die kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung vor dem Hintergrund regulatorischer und technologischer Transformation.</li>
</ul>



<p>Gerade im Bereich der wasserführenden Leitungen in der TGA entscheidet die Qualität der Installation über die langfristige Funktionsfähigkeit des Systems. Fehler in Planung oder Ausführung führen nicht nur zu hygienischen Risiken, sondern verursachen erhebliche Folgekosten durch Wasserschäden, Nutzungsausfälle und Sanierungsmaßnahmen.</p>



<p><strong>Die Initiative „Fit für Trinkwasser“ adressiert diesen präventiven Ansatz ausdrücklich: Weiterbildung wird nicht als formaler Qualifikationsnachweis verstanden, sondern als Instrument aktiver Schadensvermeidung.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">DVGW als regelsetzender Impulsgeber</h2>



<p>Mit dem DVGW bringt sich nun der anerkannte Regelsetzer und technisch-wissenschaftliche Know-how-Träger systematisch in die Weiterentwicklung der Schulungsangebote ein. Damit wird die Verbindung zwischen Regelwerk, technischer Innovation und praktischer Umsetzung in der Gebäudetechnik weiter gestärkt.</p>



<p><strong>Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW</strong>, betont: „Für den DVGW ist es ein zentrales Anliegen, dass Schulungen zur Trinkwasserinstallation konsequent auf den anerkannten Regeln der Technik basieren und damit höchsten Qualitäts- und Hygienestandards entsprechen. Durch die Bündelung unserer technischen Expertise mit dem Know-how von BTGA, figawa und ZVSHK stärken wir die Fachkompetenz im gesamten Trinkwasserbereich und sorgen für sicheres Trinkwasser an jedem Wasserhahn in Deutschland.“</p>



<p><strong>Für die vertretenen Akteure aus Planung, Ausführung, Industrie und Betrieb bedeutet das eine stärkere fachliche Synchronisierung: Normative Anforderungen, technische Entwicklungen und praktische Umsetzung werden enger verzahnt.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Schadenprävention als Leitmotiv der Technischen Gebäudeausstattung</h2>



<p>Die hygienisch einwandfreie Bereitstellung des Lebensmittels Trinkwasser ist eine Gemeinschaftsaufgabe entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Planung über die Installation bis zum Betrieb. <strong>Clemens Schickel, Geschäftsführer Technik BTGA</strong>, bringt diese Verantwortung auf den Punkt: „Die hygienisch einwandfreie Bereitstellung des Lebensmittels Trinkwasser ist eine Aufgabe aller beteiligten Akteure – von der Gewinnung bis zur Nutzung in den Haushalten und Unternehmen.“</p>



<p><strong>Daniel Föst, Hauptgeschäftsführer ZVSHK</strong>, ergänzt mit Blick auf das Fachhandwerk: „Sauberes Trinkwasser ist kein Selbstläufer. Es braucht qualifizierte Fachbetriebe, klare Regeln und eine verlässliche Weiterbildung.“</p>



<p>Gerade im Kontext zunehmender Komplexität technischer Systeme, verschärfter regulatorischer Anforderungen und wachsender Sensibilität für Hygiene- und Haftungsfragen wird deutlich: Schadenprävention beginnt mit qualitätsgesicherter Installation.</p>



<p>Die fachgerechte Auswahl von Werkstoffen, die normkonforme Dimensionierung, die sachgemäße Verlegung wasserführender Leitungen sowie die konsequente Dokumentation und Inbetriebnahme sind keine Detailfragen, sondern integrale Bestandteile einer präventiven Qualitätsstrategie in der TGA.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Transformation und Verantwortung</h2>



<p>Die Kooperation im Rahmen von <a href="https://fit-fuer-trinkwasser.de/" type="link" id="https://fit-fuer-trinkwasser.de/">„Fit für Trinkwasser“</a> ist daher auch als Antwort auf die strukturelle Transformation der Branche zu verstehen: Digitalisierung, Nachhaltigkeitsanforderungen, Fachkräftesicherung und steigende Dokumentationspflichten verändern das Berufsbild im SHK-Handwerk ebenso wie in Planung und Industrie.</p>



<p><strong>Volker Meyer, Hauptgeschäftsführer figawa e.V.</strong>, ordnet die Initiative entsprechend ein: „Erstmals bündeln die Verbände aus dem Handwerk, der Planung, der Industrie und der DVGW als anerkannter Regelsetzer ihre Kompetenzen in einem gemeinsamen Schulungsangebot. Dadurch wird ein gemeinsamer, hochwertiger Qualitätsstandard in Deutschland für Schulungen in der Trinkwasserbranche gesetzt.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Klare Botschaft an die Branche</h2>



<p>Mit der erweiterten Zusammenarbeit setzen die beteiligten Verbände ein deutliches Zeichen: Qualitätssichernde Installation wasserführender Leitungen ist keine optionale Zusatzleistung, sondern Kernbestandteil professioneller Technischer Gebäudeausstattung.</p>



<p>Die gemeinsame Ausrichtung von Weiterbildung, Fachwissen und Transformation stärkt die Fachkompetenz aller Beteiligten – und trägt maßgeblich dazu bei, Trinkwasserinstallationen dauerhaft sicher, hygienisch einwandfrei und wirtschaftlich betreibbar zu gestalten.</p>



<p>Gerd Warda  Quelle: BTGA, figawa, ZVSHK und DVGW</p>



<p></p>
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		<title>Falsche Materialauswahl – Der Blindstopfen rostete einfach weg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:21:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[DIN]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 33]]></category>
		<category><![CDATA[ifs]]></category>
		<category><![CDATA[Korrosionsschäden]]></category>
		<category><![CDATA[Normen]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserschaden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Blindstopfen auf der Rückseite eines Warmwasserspeichers rostete innerhalb von zwei Jahren geradezu weg und verursachte einen Leitungswasserschaden. Was von dem kleinen Bauteil übrig war, wurde zur Untersuchung ins IFS geschickt. Die ersten beiden Gewindegänge waren bereits nicht mehr vorhanden und die drei verbliebenen stellenweise bis auf den Gewindekerb aufgelöst. Der Korrosionsangriff war von innen [&#8230;]</p>
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<p>Der Blindstopfen auf der Rückseite eines Warmwasserspeichers rostete innerhalb von zwei Jahren geradezu weg und verursachte einen Leitungswasserschaden. Was von dem kleinen Bauteil übrig war, wurde zur Untersuchung ins IFS geschickt. </p>



<p>Die ersten beiden Gewindegänge waren bereits nicht mehr vorhanden und die drei verbliebenen stellenweise bis auf den Gewindekerb aufgelöst. Der Korrosionsangriff war von innen erfolgt, wie der Gutachter am Schadenbild erkennen konnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eisen und Zink auch Schwefel und Kupfer</h2>



<p>Zunächst galt es herauszufinden, aus welchem Material der Stopfen bestand. Dafür untersuchte ihn der Gutachter im Rasterelektronenmikroskop (REM). In einem Abschnitt des Außengewindes hatte der Werkstoff noch seine ursprüngliche Farbe. Die REM-Aufnahme dieser Stelle zeigte, dass dort nur wenige Korrosionsprodukte abgelagert waren. </p>



<p>Der Gutachter führte eine EDX-Elementanalyse durch, eine Methode der Röntgenspektroskopie: <strong>Der Stopfen war aus verzinktem Stahl gefertigt.</strong> Ihm fiel auf, dass in den Ablagerungen neben den werkstoffeigenen Elementen Eisen und Zink auch Schwefel und Kupfer vorhanden waren.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="900" height="829" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-2-900x829-1-2.jpg" alt="" class="wp-image-60211" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-2-900x829-1-2.jpg 900w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-2-900x829-1-2-300x276.jpg 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-2-900x829-1-2-768x707.jpg 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-2-900x829-1-2-150x138.jpg 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-2-900x829-1-2-600x553.jpg 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-2-900x829-1-2-696x641.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 900px) 100vw, 900px" /><figcaption class="wp-element-caption">REM-Aufnahme eines Außengewindegrates.  Foto: https://www.ifs-ev.org/</figcaption></figure>



<p>Kupfer in den Korrosionsablagerungen wies darauf hin, dass der Stopfen durch kupferinduzierten Lochfraß geschädigt wurde. Nach den einschlägigen Normen darf Kupfer in Trinkwasserleitungen nicht vor verzinktem Stahl installiert werden, weil sich Kupferionen an den Stahlbauteilen ablagern und dort Korrosion verursachen können. Offensichtlich wurde diese Regel hier nicht beachtet.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="856" height="301" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-3-856x301-1-3.jpg" alt="" class="wp-image-60212" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-3-856x301-1-3.jpg 856w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-3-856x301-1-3-300x105.jpg 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-3-856x301-1-3-768x270.jpg 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-3-856x301-1-3-150x53.jpg 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-3-856x301-1-3-600x211.jpg 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/falsche-materialauswahl-3-856x301-1-3-696x245.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 856px) 100vw, 856px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das EDX-Spektrum zeigt, dass der Stopfen aus verzinktem Stahl besteht. Foto: https://www.ifs-ev.org/</figcaption></figure>



<p>Die <strong>DIN 1988-7</strong> fordert außerdem „in warmgehenden Systemen … auf den Einsatz von Rohrleitungen und Bauteilen aus schmelztauchverzinkten Werkstoffen wegen der erhöhten Korrosionswahrscheinlichkeit zu verzichten“. <strong>Den Blindstopfen an der Rückseite des Warmwasserspeichers zu montieren, verstieß eindeutig gegen die Technischen Regeln des Korrosionsschutzes.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="169" height="158" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image.png" alt="" class="wp-image-60208" style="aspect-ratio:1.0696190777414838;width:97px;height:auto" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image.png 169w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/image-150x140.png 150w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" /></figure>



<p>Ein Gastbeitrag des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer, IFS e.V. Weitere Informationen unter <a href="http://www.ifs-ev.org/">www.ifs-ev.org/</a></p>



<p></p>
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		<title>Wasserschäden an Geräteanschlussventilen &#8211; Warum kommt es immer wieder in Umzugs- und Renovierungsphasen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:19:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[Anschlussventile]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 33]]></category>
		<category><![CDATA[ifs]]></category>
		<category><![CDATA[Leckage]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensprävention]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Einliegerwohnung in einem Einfamilienhaus war sechs Jahre lang ungenutzt gewesen, als sie renoviert und eine neue Küche eingebaut wurde. Dabei wurde eine Spülmaschine im Spülenunterschrank angeschlossen, jedoch nicht an dem bereits vorhandenen Gerätezusatzventil, sondern es wurde ein zusätzliches montiert. Diese Arbeiten waren am frühen Nachmittag beendet. In der darauffolgenden Nacht hörte der Hauseigentümer Fließgeräusche [&#8230;]</p>
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<p>Die Einliegerwohnung in einem Einfamilienhaus war sechs Jahre lang ungenutzt gewesen, als sie renoviert und eine neue Küche eingebaut wurde. Dabei wurde eine Spülmaschine im Spülenunterschrank angeschlossen, jedoch nicht an dem bereits vorhandenen Gerätezusatzventil, sondern es wurde ein zusätzliches montiert. Diese Arbeiten waren am frühen Nachmittag beendet. In der darauffolgenden Nacht hörte der Hauseigentümer Fließgeräusche aus der noch leerstehenden Einliegerwohnung.</p>



<p>Auf der Suche nach der Geräuschquelle stieß er auf einen Wasserschaden. Das Wasser lief aus dem alten Gerätezusatzventil in der Küche. Mit dem Schließen dieses Gerätezusatzventils konnte der Hauseigentümer den Wasseraustritt problemlos stoppen. Aber warum war es überhaupt mitten in der Nacht spontan zum Wasseraustritt gekommen?</p>



<p>Ein IFS-Gutachter sah sich die Schadenstelle an: Das alte Gerätezusatzventil befand sich dort bereits seit Jahren und hatte nie Probleme verursacht. Daran gab es einen offenen, nicht belegten Geräteanschluss, den wir auf den Bildern oben mit einem roten Pfeil markiert haben. Hier war das Wasser ausgetreten.</p>



<p>Das neue Zusatzventil hatten die Küchenbauer entweder aus Platzgründen verwendet oder aber, weil aus dem alten Gerätezusatzventil kein Wasser floss. Hierin lag auch die Schadenursache: Nach dem Aufbau der Einbauküche lag an dem alten Gerätezusatzventil Leitungsdruck an. Doch aus dem offenen, nicht belegten Geräteanschluss trat kein Wasser aus. Darum hatte niemand das Problem bemerkt. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="859" height="475" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-47-13-Schaden-mit-Zeitverzoegerung-In.png" alt="" class="wp-image-60234" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-47-13-Schaden-mit-Zeitverzoegerung-In.png 859w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-47-13-Schaden-mit-Zeitverzoegerung-In-300x166.png 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-47-13-Schaden-mit-Zeitverzoegerung-In-768x425.png 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-47-13-Schaden-mit-Zeitverzoegerung-In-150x83.png 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-47-13-Schaden-mit-Zeitverzoegerung-In-600x332.png 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-47-13-Schaden-mit-Zeitverzoegerung-In-696x385.png 696w" sizes="auto, (max-width: 859px) 100vw, 859px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Gerätezusatzventil hat an der Seite einen 3/4″-Außengewindeanschluss (roter Pfeil), dieser ist nicht belegt und kann über das untere Bedienelement (grüner Pfeil) geschlossen werden. Foto: https://www.ifs-ev.org/</figcaption></figure>



<p>Das Ventil war über Jahre hinweg nicht betätigt worden und darum war der Ventilteller im Ventilsitz verklebt. Durch den Leitungsdruck löste sich der Ventilteller im Laufe der folgenden Stunden, so dass es schließlich zum Wasseraustritt kam. Die spätere Laboruntersuchung der installierten Bauteile bestätigte, dass alle Komponenten einwandfrei funktionierten. Das Problem war die Handhabung.</p>



<p>Fälle wie den hier beschriebenen gibt es zuhauf in der Schadendatenbank des IFS: In Umzugs- oder Renovierungsphasen kommt es plötzlich zu einem Wasseraustritt, weil jemand ein Geräteanschlussventil öffnet, aus dem kein Wasser fließt, und es dann im offenen Zustand vergisst.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Kappen oder Blindflansche fehlten</h2>



<p>Nach der Norm müssen fertiggestellte und noch nicht mit Entnahmearmaturen versehene Leitungen an allen Ein- und Auslässen zum Beispiel mit Kappen oder Blindflanschen dicht verschlossen werden. Insbesondere der offene Auslass des Geräteventils hätte demnach mit einer Blindkappe versehen werden müssen, da laut Norm geschlossene Absperrventile , wozu auch das Gerätezusatzventil gehört, nicht als dichte Verschlüsse anzusehen sind.</p>



<p>Wenn Absperrventile über Jahre in der selben Position verharren, können sie verkleben oder sich festsetzen. Deshalb sollte man sie regelmäßig betätigen und damit ihre Funktion überprüfen. Das gilt für alle Absperrventile, auch wenn sie genutzt werden. Wenn zum Beispiel eine Leitung undicht wird bzw. ein Rohr bricht, muss das Wasser so schnell wie möglich abgestellt werden. Wenn aber das entsprechende Absperrventil seit Jahren nicht geschlossen wurde, ist das nicht unbedingt möglich, weil das Absperrventil nicht mehr funktioniert. (is)</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="176" height="164" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/grafik-2.png" alt="" class="wp-image-60233" style="width:88px;height:auto" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/grafik-2.png 176w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/grafik-2-150x140.png 150w" sizes="auto, (max-width: 176px) 100vw, 176px" /></figure>



<p>Ein Gastbeitrag des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer, IFS e.V. Weitere Informationen unter <a href="http://www.ifs-ev.org/">www.ifs-ev.org/</a></p>



<p></p>
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		<title>37 cm Wellschlauch undicht, rund 100.000 Euro Schaden </title>
		<link>https://wohnungswirtschaft-heute.de/37-cm-wellschlauch-undicht-rund-100-000-euro-schaden/?utm_source=rss&#038;utm_medium=rss&#038;utm_campaign=37-cm-wellschlauch-undicht-rund-100-000-euro-schaden</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 19:17:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 33]]></category>
		<category><![CDATA[ifs]]></category>
		<category><![CDATA[Leckage]]></category>
		<category><![CDATA[Schadensprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserschaden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Schaden in Höhe von rund 100.000 € entstand im Loft eines prominenten Künstlers, weil ein Wellschlauch innerhalb der Kaltwasserzuleitung zur Dampfdusche im Bad undicht wurde. An der Decke der darunterliegenden Wohnung stellte der Nachbar Feuchtigkeit fest. Die nachfolgende Leckageortung führte zu dem undichten Wellschlauch. Wie sich herausstellte, war es über einen längeren Zeitraum zu [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein Schaden in Höhe von rund 100.000 € entstand im Loft eines prominenten Künstlers, weil ein Wellschlauch innerhalb der Kaltwasserzuleitung zur Dampfdusche im Bad undicht wurde. An der Decke der darunterliegenden Wohnung stellte der Nachbar Feuchtigkeit fest.</p>



<p>Die nachfolgende Leckageortung führte zu dem undichten Wellschlauch. Wie sich herausstellte, war es über einen längeren Zeitraum zu einem umfangreichen Durchfeuchtungsschaden gekommen. Unter anderem wiesen die gefliesten Trockenbauwände des Badezimmers auf den Innenseiten bereits einen deutlichen Schimmelbefall auf. Zu der ungewöhnlichen Schadenhöhe trug aber auch die hochwertige Ausstattung des Bades bei.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="859" height="483" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-52-21-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmer-I.png" alt="" class="wp-image-60218" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-52-21-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmer-I.png 859w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-52-21-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmer-I-300x169.png 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-52-21-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmer-I-768x432.png 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-52-21-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmer-I-150x84.png 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-52-21-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmer-I-600x337.png 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-52-21-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmer-I-696x391.png 696w" sizes="auto, (max-width: 859px) 100vw, 859px" /><figcaption class="wp-element-caption">In einem „Wellental“ befindet sich ein feiner Riss (rote Markierung) direkt in einer der beiden Längsriefen (grüne Pfeile). Foto: https://www.ifs-ev.org/</figcaption></figure>



<p>Der Wellschlauch wurde dem IFS zur Ermittlung der Ursache zugesandt. Er war 37 cm lang und bestand aus Edelstahl. In der Mitte des Schlauches waren in einem Bereich Ablagerungen von Wasserinhaltsstoffen und Korrosionsprodukten vorhanden. Durch diesen Bereich verliefen auf der Außenseite des Wellschlauches zwei mechanisch erzeugte Beschädigungen in Form von Längsriefen beidseitig parallel zur Fügenaht, mit der der Schlauch verschweißt war.</p>



<p>Bei einer Dichtheitsprüfung im Labor war der Wellschlauch an einem feinen Riss in einer dieser Längsriefen tropfend undicht. Die Austrittsrate betrug umgerechnet ca. 3,3 Liter pro Tag.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="855" height="477" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-53-30-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmerbild-3.png" alt="" class="wp-image-60219" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-53-30-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmerbild-3.png 855w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-53-30-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmerbild-3-300x167.png 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-53-30-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmerbild-3-768x428.png 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-53-30-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmerbild-3-150x84.png 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-53-30-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmerbild-3-600x335.png 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-02-at-18-53-30-Teurer-Wasserschaden-im-edlen-Badezimmerbild-3-696x388.png 696w" sizes="auto, (max-width: 855px) 100vw, 855px" /><figcaption class="wp-element-caption">Unter dem Rasterelektronenmikroskop zeigt sich die Reduzierung der Wandstärke durch die Längsriefe um fast die Hälfte. Foto: https://www.ifs-ev.org/</figcaption></figure>



<p>Im Rasterelektronenmikroskop zeigten sich auf der Rissfläche mit parallelen Schwingungsstreifen die typischen Merkmale eines Schwingungsrisses. Im Rissbereich selbst war die Wandstärke aufgrund der Längsriefe um ca. 45 % reduziert. Die dadurch bedingte Kerbwirkung hatte in Kombination mit den betriebsüblichen zyklischen Belastungen durch die Nutzung der Dusche zum Versagen geführt.</p>



<p>Die beiden Längsriefen waren gleichmäßig ausgeprägt sowohl auf den „Wellenbergen“ als auch in den „Wellentälern“ und verliefen über die gesamte Länge des Wellschlauches. Aufgrund des Erscheinungsbildes konnten diese Riefen nur im Rahmen des Herstellungsprozesses des Schlauches erzeugt worden sein. <strong>Hinweise für einen Montagefehler gab es nicht</strong>. (Ma)</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="176" height="164" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/grafik.png" alt="" class="wp-image-60215" style="aspect-ratio:1.0731885500095328;width:86px;height:auto" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/grafik.png 176w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2026/02/grafik-150x140.png 150w" sizes="auto, (max-width: 176px) 100vw, 176px" /></figure>



<p>Ein Gastbeitrag des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer, IFS e.V. Weitere Informationen unter <a href="http://www.ifs-ev.org/">www.ifs-ev.org/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/37-cm-wellschlauch-undicht-rund-100-000-euro-schaden/">37 cm Wellschlauch undicht, rund 100.000 Euro Schaden </a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
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		<title>Saure Überraschung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gerd Warda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Dec 2025 18:45:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Forum Leitungswasser]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Titelstory]]></category>
		<category><![CDATA[Forum Leitungswasser Ausgabe 32]]></category>
		<category><![CDATA[Gas]]></category>
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		<category><![CDATA[Schadensprävention]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserleitungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wasserschaden]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein auffallend unschöner Anblick: In einer Kirche wurde am Ende der Heizperiode ein Wasserschaden an der Stuckdecke am zentralen Stuckmedaillon festgestellt. Oberhalb des majestätischen Stuckmedaillons im Dachgeschoss befand sich ein Gas-Brennwertgerät. Bei der weiteren Nachschau wurde eine Leckage an einer Kupferleitung gefunden und diese ausgetauscht. Das IFS wurde derweil zur Ermittlung der Schadenursache beauftragt. Der [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ein auffallend unschöner Anblick: In einer Kirche wurde am Ende der Heizperiode ein Wasserschaden an der Stuckdecke am zentralen Stuckmedaillon festgestellt.</p>



<p>Oberhalb des majestätischen Stuckmedaillons im Dachgeschoss befand sich ein Gas-Brennwertgerät. Bei der weiteren Nachschau wurde eine Leckage an einer Kupferleitung gefunden und diese ausgetauscht. Das IFS wurde derweil zur Ermittlung der Schadenursache beauftragt.</p>



<p>Der Rohrleitungsabschnitt aus Kupfer befand sich noch vor Ort und wurde für weitere Untersuchungen im Labor mitgenommen: An einem 90°-Bogen gab es einen massiven Rohrdurchbruch. Die Wandstärke war in diesem Bereich stark verringert.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="864" height="486" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-2-864x486-1.jpg" alt="" class="wp-image-58902" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-2-864x486-1.jpg 864w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-2-864x486-1-300x169.jpg 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-2-864x486-1-768x432.jpg 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-2-864x486-1-150x84.jpg 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-2-864x486-1-600x338.jpg 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-2-864x486-1-696x392.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 864px) 100vw, 864px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der noch vor Ort befindliche ausgebaute Rohrleitungsabschnitt: Ursprünglich waren an diesen an einer Seite die Entlastungsleitung des Sicherheitsventils und an der anderen Seite die Ableitung des Brennwertkondensats angeschlossen. Foto: https://www.ifs-ev.org/

</figcaption></figure>



<p>Der schadenursächliche Kupferrohrleitungsabschnitt war ursprünglich an die Ableitung des Brennwertkondensats angeschlossen. Im Inneren des Rohres konnte der Gutachter deutlich erkennen, an welchen Stellen das Rohr größtenteils Wasserkontakt hatte. In diesem Bereich hatte sich eine Rinne in das Rohr „eingeätzt“.</p>



<p>Kondensatleitungen müssen gemäß DIN 1986-4 in Werkstoffen ausgeführt sein, die für pH-Werte unter 6,5 beständig sind und gemäß DWA-Arbeitsblatt A 251 aus korrosionsfesten Werkstoffen erstellt werden.</p>



<p>Bei Kupfer handelt es sich nicht um einen säurebeständigen Werkstoff. Das Kupferrohr war nicht auf Dauer gegen die sauren Kondensate des Gas-Brennwertgeräts beständig. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="864" height="486" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-3-864x486-1.jpg" alt="" class="wp-image-58903" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-3-864x486-1.jpg 864w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-3-864x486-1-300x169.jpg 300w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-3-864x486-1-768x432.jpg 768w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-3-864x486-1-150x84.jpg 150w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-3-864x486-1-600x338.jpg 600w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/11/saure-ueberrschung-3-864x486-1-696x392.jpg 696w" sizes="auto, (max-width: 864px) 100vw, 864px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf der linken Seite des Bildes ist die durch das saure Kondensat „eingeätzte Rinne“ im Rohrinneren ersichtlich. Rechts ist der durchlöcherte 90°-Rohrbogen, in den das Brennwertkondensat stetig hineintropfte. Foto: https://www.ifs-ev.org/</figcaption></figure>



<p>Gemäß dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“, war das sehr saure und somit korrosive Kondensat beharrlich und löste das Kupferrohr schrittweise auf, bis es zum bestimmungswidrigen Wasseraustritt kam. (TDE)</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="293" height="296" src="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/10/2.jpg" alt="" class="wp-image-57965" srcset="https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/10/2.jpg 293w, https://wohnungswirtschaft-heute.de/wp-content/uploads/2025/10/2-150x152.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px" /></figure>



<p>Ein Gastbeitrag des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer, IFS e.V. Weitere Informationen unter <a href="http://www.ifs-ev.org/">www.ifs-ev.org/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de/saure-ueberraschung/">Saure Überraschung</a> erschien zuerst auf <a href="https://wohnungswirtschaft-heute.de">Wohnungswirtschaft</a>.</p>
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